25. August 2026 – dpa

Neuer Platz

Bistum Münster präsentiert Domschatz in neuem Museum

Neun Jahre waren die wertvollen Stücke nur vereinzelt zu sehen, der Großteil lag im Depot in Köln. Jetzt gibt es einen neuen Platz für Kirchen-Schätze im Schatten der Lamberti-Kirche:

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Domprobst Hans-Bernd Köppen schaut auf eine Paulus-Reliquie.

Neun Jahre nach der Schließung der Domkammer in Münster hat die Stadt ein neues Museum. In einem Neubau im Schatten der Stadtkirche St. Lamberti sind ab Mittwoch in wechselnden Ausstellungen Teile des Domschatzes zu sehen. Den Anfang macht bis zum 30. Mai 2027 die Schau mit dem Titel «Ich gehe, aber wohin?» zum Namensgeber des Museums und des Doms, Paulus.

Der Domschatz war bis vor neun Jahren in der Domkammer untergebracht. Die klimatischen Bedingungen dort direkt am Dom aber genügten den wertvollen Kunstschätzen nicht mehr. Die nötigen Investitionskosten waren zu hoch. Das zuständige Domkapitel schloss den Gebäudeteil.

In der Zwischenzeit war der Domschatz aus Münster in Ausstellungen in Paderborn und Cleveland in den USA zu sehen. Ein Großteil war in Köln in einem Depot gelagert. Das neue Museum mit dem Namen Paulus ist jetzt in einem Neubau untergebracht. In zwei von vier Etagen sind die Werke in wechselnden Ausstellungen zu sehen. Der Eintritt ist frei. Gebuchte Führungen müssen bezahlt werden.

Das jährliche Budget hat das Domkapitel von 400.000 auf 800.000 Euro aufgestockt. Insgesamt werden Mittel von 1,1 Millionen Euro benötigt. Der Rest werde über eine Stiftung und Spenden gedeckt, erklärt Domprobst Hans-Bernd Köppen.

Zu den Hauptwerken der ersten Ausstellung zählt ein steinerner Pauluskopf aus den Jahren um 1225, ein Altarflügel, der den Tod des Paulus zeigt (1619-1622) oder auch ein goldenes Büstenreliquiar von Paulus aus dem dritten Viertel des 11. Jahrhunderts. Um die Bedeutung von Reliquien zu erklären, ist auch ein Trikot des FC Bayern München nach einem Spiel beim SC Preußen Münster in der Ausstellung zu sehen.

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