02. Oktober 2026 – dpa

Organisierter Drogenhandel

Bis zu 13 Jahre Haft für «Rich Kids» gefordert

Elf Millionen Euro mit Drogen verdient: Was die «Rich Kids» im Prozess um Drogenhandel in großem Stil zu erwarten haben.

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Lange Strafen für «Rich Kids» beantragt. (Archivbild)

Im Düsseldorfer Prozess gegen mutmaßliche Drogenhändler aus wohlhabenden Familien hat die Staatsanwaltschaft bis zu 13 Jahre Haft gefordert. Die geständigen Männer im Alter zwischen 34 und 58 Jahren hätten in großem Stil mit Drogen gehandelt, sagte Staatsanwalt Fabian Pollex.

Drogengeschäfte mit Einnahmen von elf Millionen Euro

Die beiden Hauptangeklagten hätten 2022 eine kriminelle Vereinigung gegründet und als deren Drahtzieher fungiert. Mithilfe weiterer Beteiligter sollen sie mehrere Hundert Kilogramm Kokain, 4 Tonnen Marihuana, rund 20 Liter Amphetamin-Öl sowie etwa 5.000 Oxycodon-Tabletten und 1.000 Ecstasy-Tabletten verkauft haben. Die Ermittler beziffern die Einnahmen auf 11 Millionen Euro.

Weil einige Angeklagte aus wohlhabenden Familien im Rheinland stammen, war das Verfahren als Prozess gegen die «Rich Kids» bekanntgeworden.

Die Angeklagten hätten umfassend gestanden. Einer von ihnen habe zudem erhebliche Aufklärungshilfe geleistet, sagte der Staatsanwalt. Ein 45-jähriger Mitangeklagter aus Bad Honnef, der im Laufe der Zeit in den Führungskreis aufgestiegen sein soll, habe ebenfalls eine zentrale Rolle gespielt.

Für die beiden Hauptangeklagten beantragte die Staatsanwaltschaft zwölfeinhalb Jahre sowie dreizehn Jahre Haft. Für den 45-Jährigen forderte sie elf Jahre Gefängnis. Für die drei weiteren Angeklagten beantragte sie Freiheitsstrafen von sechs, achteinhalb und neun Jahren.

Die Verteidiger sollen ihre Plädoyers am kommenden Freitag halten. Das Urteil ist für eine Woche später angekündigt.

Auf die Gruppe waren Ermittler nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Zuge anderer Ermittlungen in Bonn aufmerksam geworden. Nach monatelanger Auswertung von Chats und Buchhaltungsdaten waren Ende März 2025 Objekte in Deutschland, Spanien, Belgien, Polen und den Niederlanden durchsucht und die Verdächtigen festgenommen worden.

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