29. Oktober 2026 – dpa
Punktgleich reist Borussia Dortmund zum Klassiker nach München – doch der FC Bayern gilt für Niko Kovac als «Nonplusultra». Warum der BVB trotzdem an seine Chance glaubt.
Vor dem bislang wohl wichtigsten Bundesligaspiel der Saison misst Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac der Punktgleichheit mit dem FC Bayern München eine besondere Bedeutung bei. «Es ist der Klassiker. Nach langer Zeit haben wir die Möglichkeit, mit gleicher Anzahl an Punkten nach München zu fahren. Das macht die Sache spannender, aber nicht leichter», sagte Kovac vor dem Topspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky).
«Der FC Bayern ist das Nonplusultra nicht nur in Deutschland, sondern in Europa», meinte der BVB-Coach anerkennend über den Rekordmeister aus der bayerischen Landeshauptstadt und betonte trotz der Herausforderung die eigene Zielstellung: «Wir müssen 90 Minuten auf dem allerhöchsten Niveau spielen. Wir haben die Ambitionen, dort etwas mitzunehmen. Wir wissen, dass die Trauben hoch hängen. Aber wir sind der BVB.»
Die Auswärtsbilanz der Dortmunder in den vergangenen drei Bundesliga-Spielzeiten bei den heimstarken Münchenern ist mit einem Sieg, einer Niederlage und einem Unentschieden sehr solide. Vor dem Saisonstart mussten sich die Dortmunder vor den heimischen Fans im Franz-Beckenbauer-Supercup beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine mit 1:2 geschlagen geben.
«Wir wissen, wie stark der Gegner ist. Aber ich glaube auch, dass der FC Bayern München weiß, dass unsere letzten Spiele gegen sie immer sehr knapp waren», sagte Kovac mit Blick auf die Ergebnishistorie. «Wir sind nah dran und vielleicht haben wir diesmal die Möglichkeit, das dann doch eher in unsere Richtung zu ziehen. Aber das wird nicht leicht», schlussfolgerte der Cheftrainer der Schwarz-Gelben.
Den im Pokal gegen Werder Bremen am Dienstagabend fast verspielten 2:0-Vorsprung und weitere zuletzt phasenweise auftretende Schwächen wollte Kovac nicht überbewerten, sondern den Blick auf die positiven Aspekte richten. «Es gibt keine Mannschaft der Welt, die 90 Minuten den Gegner dominiert», entgegnete der BVB-Coach. Dennoch müsse es seiner Mannschaft gelingen, solche Phasen auf ein «Minimum» zu reduzieren.
Personell hofft der BVB im Bundesliga-Klassiker auf die Rückkehr von Offensivkünstler Konstantinos Karetsas. Der 18 Jahre alte Grieche wirkte nach seiner Bänderverletzung am rechten Sprunggelenk am Donnerstag wieder teilintegriert im BVB-Training mit. «Der Plan ist, dass er morgen mit der Mannschaft mittrainiert. Dann werden wir die Entscheidung treffen, ob er bereit für München ist oder auch nicht», sagte Kovac.