13. Oktober 2026 – dpa
In den Schulen in Nordrhein-Westfalen lernen aktuell deutlich mehr ausländische Schülerinnen und Schüler als noch vor einigen Jahren. Aus welchen Ländern kommen die Kinder und Jugendlichen?
In den Klassenzimmern in Nordrhein-Westfalen wächst die Zahl der ausländischen Schülerinnen und Schüler: Laut Statistikamt IT.NRW hat sich ihr Anteil binnen zehn Jahren verdoppelt. Im Schuljahr 2025/26 hatten demnach rund 457.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in NRW eine ausländische Staatsangehörigkeit. Das entspricht einem Anteil von 18,1 Prozent unter den insgesamt rund 2,53 Millionen Schülerinnen und Schülern. Im Schuljahr 2015/16 hatte der Anteil der Lernenden ohne deutsche Staatsangehörigkeit bei 8,9 Prozent gelegen.
Fast 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler ohne deutschen Pass haben eine syrische, ukrainische oder irakische Staatsangehörigkeit, hieß es weiter bei IT.NRW. Dabei sei die Zahl der syrischen Schüler in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gewachsen. Ähnlich verlaufe die Entwicklung bei jungen Irakern, wobei die Zahl hier zuletzt wieder leicht rückläufig gewesen sei. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022 stieg dann die Zahl ukrainischer Schülerinnen und Schüler deutlich an.