13. Oktober 2026 – dpa
Ein mexikanischer Feuerwehrmann hat versucht mehr als 80 teilweise seltene Reptilien nach Deutschland zu schmuggeln - in engen Verstecken in seinem Koffer. Am Flughafen flog er auf.
Der Zoll hat am Flughafen Köln/Bonn rund 90 Giftschlangen und seltene Echsen im Koffer eines mexikanischen Feuerwehrmanns entdeckt. Die tierschutzwidrig in engen Schmuggelverstecken transportierten Tiere seien beschlagnahmt worden, sagte ein Sprecher des Hauptzollamtes Köln. Ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann sei eingeleitet worden.
Die 55 Echsen und 37 Schlangen, überwiegend giftige Vipern, sind nach ersten Erkenntnissen alle in den Gebirgen Südamerikas heimisch. Einige der Arten seien vom Aussterben bedroht und streng geschützt, in jedem Fall aber selten, so der Sprecher des Hauptzollamtes.
Die Reptilien seien inzwischen zu einem Fachmann gebracht worden, der sich darum kümmere, die geschwächten Tiere wieder aufzupäppeln. Der Kofferbesitzer sei von Mexiko-City über Istanbul ins Rheinland geflogen - entsprechend lange seien die Tiere ohne Wasser und Nahrung in ihren engen Verstecken eingequetscht gewesen. Einige der Echsen hätten sich nicht wieder erholen können und seien inzwischen verstorben.
Am kommenden Donnerstag will das Hauptzollamt bei einer Pressekonferenz genauer über den außergewöhnlichen Fund informieren.