21. September 2026 – dpa
Zwei Teenager treffen im Hochsauerland auf zwei Männer, es kommt zur Gewalttat. Ein 15-Jähriger stirbt, ein 18-Jähriger liegt mit Stichverletzungen im Krankenhaus. Ermittler fahnden nach zwei Männern.
Ein 15-Jähriger ist in Marsberg im Hochsauerland durch Stichverletzungen ums Leben gekommen. Die Ermittler fahnden in dem Tötungsdelikt nach zwei Männern im Alter von 22 und 23 Jahren, wie die Polizei in Dortmund und die Staatsanwaltschaft in Arnsberg mitteilten.
Ein 18-Jähriger habe schwere Stichverletzungen erlitten und werde nach dem Vorfall vom Samstagabend weiter im Krankenhaus behandelt, schilderte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Er sei in stabilem Zustand und solle möglichst noch am Montag vernommen werden.
Bei den gesuchten Männern handelt es sich um einen Griechen (22) und einen Kosovaren (23), sagte die Behördensprecherin. Sie leben in Hamm und sind den Ermittlern namentlich bekannt. Der getötete Jugendliche sei Deutscher, der 18-Jährige rumänischer Staatsbürger.
Der 15-Jährige, der in Dortmund wohnte, war zum Zeitpunkt der Tat von dem 18-Jährigen begleitet worden. Nach bisherigen Erkenntnissen ging der Auseinandersetzung mit Todesfolge ein verbaler Streit zwischen den beiden Tatverdächtigen und einer Gruppe aus Marsberg (Hochsauerlandkreis) und aus Rüthen im Kreis Soest voraus. Zu dieser Gruppe gehörten auch der Jugendliche und der 18-Jährige.
Im weiteren Verlauf sei es zu der mutmaßlichen Gewalttat gekommen. Der 15-Jährige habe tödliche Stichverletzungen erlitten und sei noch am Tatort gestorben. Einzelheiten und Hintergründe waren noch unklar. Woher sich die Beteiligten kannten, sei ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen, hieß es.
Zur Tatwaffe machten die Ermittler zunächst keine genauen Angaben. Es würden noch weitere Zeugen vernommen, schilderte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. In bisherigen Zeugenaussagen sei immer von «den» Tätern gesprochen worden. Demnach gehe man davon aus, dass beide gesuchten Männer Tatverdächtige seien. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr.
Mehrere Medien wie auch der WDR berichteten über die Gewalttat. Laut «Westfalenpost» waren Täter und Opfer auf einer Feier aufeinandergetroffen.