24. Oktober 2026 – dpa
Beim 3:2 in Stuttgart glänzt Gladbachs 17-jähriges Talent Wael Mohya erneut. Doch Trainer Blessin mahnt nach dem ersten Saisonsieg zur Vorsicht: Schon am Dienstag steht die nächste Prüfung an.
Sportchef Rouven Schröder sieht Borussia Mönchengladbach nach dem ersehnten ersten Saisonsieg nun endlich «in der Liga angekommen». Nach dem 3:2 bei Champions-League-Teilnehmer VfB Stuttgart sagte Schröder sichtlich erleichtert: «Der ganze Club atmet jetzt einfach mal durch.»
Bei einer Niederlage hätte die ersatzgeschwächte Borussia einen Negativrekord aufgestellt, denn das Schlusslicht war mit sechs Niederlagen aus sechs Spielen gestartet. Sieben Pleiten zum Auftakt hat ein Team in der Fußball-Bundesliga noch nie einstecken müssen.
«Man hat die Totengräber-Stimmung schon mitbekommen», sagte Trainer Alexander Blessin, der in Bad Cannstatt geboren wurde und im September die Nachfolge von Eugen Polanski übernommen hatte. Er sei zwar stolz auf seine Mannschaft. Aber: «Wir dürfen uns nicht darauf ausruhen», sagte der 53-Jährige. Schon am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) trifft die Borussia in der zweiten Runde des DFB-Pokals daheim auf den Karlsruher SC.
Einmal mehr spielte bei der Elf vom Niederrhein Talent Wael Mohya groß auf. Der 17 Jahre alte Offensivspieler bereitete einen Treffer vor und traf einmal selbst. Schon beim 1:2 gegen die TSG Hoffenheim hatte Mohya zuletzt getroffen.
Damit ist er laut Datenanbieter Opta der viertjüngste Spieler, der in zwei aufeinanderfolgenden Bundesliga-Spielen ein Tor erzielt hat. «Es ist uns heute allen ein Stein vom Herzen gefallen», meinte Mohya. «Es ist natürlich geil, das haben wir uns alle verdient.»