11. Oktober 2026 – dpa
2. Liga
Die örtliche Bauaufsichtsbehörde hat den Fans des VfL Bochum das Hüpfen auf der Osttribüne im Ruhrstadion untersagt. Nun haben sich die Ultras des Traditionsvereines mit deutlichen Worten geäußert.
«Wer nicht hüpft, der ist...»: Geht es nach der örtlichen Bauaufsichtsbehörde, sollen die Fans des VfL Bochum auf der Osttribüne des Ruhrstadions diesen beliebten Fangesang vorerst nicht mehr anstimmen. Vor dem heutigen Zweitligaspiel gegen Arminia Bielefeld (13.30 Uhr/Sky) haben sich die «Ultras Bochum» zu dem kürzlich erteilten «Hüpfverbot» auf der Osttribüne des Ruhrstadions geäußert und dieses scharf kritisiert.
«Das Hüpfverbot in der Ostkurve lässt uns fassungslos zurück», schreiben die «Ultras Bochum» in einem Statement auf ihrer Website. «Dabei wissen wir gar nicht, ob das Verbot an sich oder der ganze Prozess um diese Posse herum dämlicher ist.»
Darum geht's: In der vergangenen Woche hat der Fußball-Zweitligist eine Mitteilung veröffentlicht, in dem den VfL-Fans im Zuge der geplanten Stadionsanierung das Hüpfen auf der Osttribüne untersagt wurde. Im Zuge der laufenden Umbauarbeiten des Bochumer Ruhrstadions habe ein Gutachten demnach ergeben, dass «durch gemeinsames, rhythmisches Hüpfen oder Springen, also synchronisierte Bewegungen vieler Menschen, zum sogenannten Trampolineffekt kommen kann, der einen Unwohlsein-Effekt hervorruft», so der VfL Bochum in der Mitteilung.
Die Bauaufsichtsbehörde habe daher per Ordnungsverfügung ein «Hüpfverbot» für die Osttribüne festgelegt. Dieses müsse der VfL Bochum umsetzen und kontrollieren. Wird die Anordnung nicht eingehalten, drohe im schlimmsten Fall eine komplette Sperrung der Osttribüne für bis zu 10.000 Zuschauer.
Die Bochumer Ultras halten die Argumentation zur Rechtfertigung des Verbotes für groben Unfug. «Die Begründung des Verbots seitens des Bauordnungsamts ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Ein Hüpfverbot wegen der kommunizierten Gründe ist aus unserer Sicht in keiner Weise zu rechtfertigen», schreiben die «Ultras Bochum» weiter. «Uns sind keinerlei Fälle bekannt, in denen Schwingungen der Kurve bei Personen zu Unwohlsein, geschweige denn zum Aufkommen einer Panik führten.»