Starker Zusammenhalt
Wie Bad Iburg sein Freibad mit vereinten Kräften zurückholt
Zwei Jahre lang war im Freibad Bad Iburg Schluss, weil der Stadt das Geld für Sanierung und Unterhalt fehlte. Jetzt steht aber die Wiedereröffnung an – weil Hunderte Menschen mitangepackt, organisiert und improvisiert haben.

Feinschliff im Freibad
Mehr als 500 Mitglieder stehen hinter dem Förderverein, rund 150 Ehrenamtliche helfen ganz praktisch mit. Für Udo Bröskamp, Geschäftsführer der Bürgerbad Bad Iburg gGmbH, war schnell klar: Ohne Struktur geht so ein Kraftakt nicht. „Wir haben richtig Projektpläne gemacht, Teams organisiert“, sagt er. Kassenteam, Kioskteam, Gartenteam – vieles läuft eigenständig, vieles komplett ehrenamtlich.
Aus einem Freibad wurde ein Gemeinschaftsprojekt
Bröskamp beschreibt den Neustart deshalb wie ein „Start-up“: Budget planen, Aufgaben verteilen, Entscheidungen treffen. Der entscheidende Punkt sei aber die Stimmung gewesen. Schon im Januar hätten sich 120 Leute „bei Eis und Schnee“ im Bad getroffen und gesagt: „Jetzt geht’s los!“
Viele Hände - Schnelles Ende
Auch technisch war der Neustart anspruchsvoll. Christian Schikowski, verantwortlich für die Schwimmbadtechnik, ist eigentlich aus anderen Bereichen der Anlagentechnik gekommen. „Irgendeiner muss es ja machen“, sagt er trocken. Nach zweieinhalb Jahren Stillstand sei das Bad eher ein Biotop gewesen. Jetzt ist aus Algengrün wieder „Edelstahlblau“ geworden.
Schikowski sagt, genau dieses Zusammenspiel habe den Unterschied gemacht: „Alle marschieren in die gleiche Richtung.“ Und genau das spürt man auch über das Becken hinaus. Das Freibad soll nicht nur ein Ort zum Schwimmen sein, sondern ein Treffpunkt für Familien, Kinder, Schulklassen und Vereine.
Was am Ende zählt
