03. November 2026 – Sascha Funke
Wo andere gerade erst über den Autoführerschein nachdenken, hat Julian Merseburger den Pilotenschein schon in der Tasche. Der 16jährige blickt bereits auf 2 Jahre Flugerfahrung zurück. Im Gespräch mit Micha und Mareike erzählt der Schüler aus Bückeburg, wie er zum Segelfliegen kam und was ihn daran so packt.
Bereits mit 14 alleine im Cockpit
Die Geschichte beginnt nicht auf einem Flugplatz, sondern an seiner Schule. Als Julian Merseburger noch in der Grundschule war, sah er beim Adventsmarkt am Gymnasium Adolfinum Bückeburg zum ersten Mal ein Segelflugzeug. „Seitdem wusste ich, ja, da möchte ich unbedingt rein“, sagt er.
Das Gymnasium bietet Schülerinnen und Schülern seit 40 Jahren über eine AG die Möglichkeit, ins Segelfliegen einzusteigen.
Heute ist Julian 16 - und fliegt schon seit zwei Jahren allein über das Schaumburger Land. Seinen ersten Alleinflug hatte er kurz nach seinem 14. Geburtstag. Bis dahin lagen rund 70 Flüge mit Fluglehrer hinter ihm. Für den ersten Solo-Flug brauchte es außerdem die Freigabe von zwei Fluglehrern.
„Alles andere ist egal“
Im Interview mit Micha und Mareike wird schnell klar, warum Julian so für das Fliegen brennt. „Es geht ja schon los beim Start, wo man sich rein aufs Flugzeug konzentriert und dann wirklich alles andere abschaltet“, sagt er. „Alles andere ist wirklich einfach egal.“
Ihn reizen genau diese Momente: volle Konzentration, die Aussicht, das Gefühl in der Luft. Aus Bückeburg könne man bis zum Steinhuder Meer schauen. Und manchmal sei es einfach schön, „mit den Vögeln zu kreisen“.
Vor seinem ersten Alleinflug sei er trotzdem „natürlich nervös“ gewesen, erzählt Julian. Nicht, weil er sich das Fliegen nicht zugetraut hätte - sondern weil plötzlich niemand mehr hinten sitzt. Kein Fluglehrer, keine zusätzliche Sicherheit, nur er und das Flugzeug.
Segelflieger Julian
Pilot Julian zieht am Himmel seine Kreise
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Julian bei den Vorbereitungen.
Nur fliegen ist schöner ...