19. Juli 2021 – Lea Biskup

Hochwasser in Rheinland-Pfalz

Sandra hilft ihrem Papa nach dem Hochwasser in Altenburg

Sandra Thiede lebt mit ihrer Familie in Oldenburg, ihr Vater im rheinland-pfälzischen Altenburg an der Ahr, das vom Hochwasser komplett zerstört wurde. Sie ist nach Altenburg gereist, um ihrem Papa zu helfen.

Sandra (links) und ihre Freundin Sarah (rechts) in Altenburg. Die beiden helfen Sandras Papa nach der Hochwasserkatastrophe vor Ort. (Foto: Privat)
Sandra (links) und ihre Freundin Sarah (rechts) in Altenburg. Die beiden helfen Sandras Papa nach der Hochwasserkatastrophe vor Ort. (Foto: Privat)

Für die 38-jährige Sandra Thiede aus Oldenburg beginnen die Stunden der Ungewissheit, als sie am Donnerstagmorgen (15.07.) die Nachrichten liest: Sie erfährt vom Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Viele Gebiete, Gemeinden und Dörfer stehen komplett unter Wasser, auch das rheinland-pfälzische Altenburg. Das Dorf, in dem Sandras Vater mit seiner Lebensgefährtin lebt.

Sie versucht ihn zu erreichen, doch alle Leitungen waren tot. "Dann kam die Panik in mir hoch", erzählt Sandra am Montag (19.07.) im Interview mit Timm "Doppel-M" Busche. Mehrere Stunden wusste die Familienmutter nicht, ob ihr Vater die Katastrophe überlebt hat.

Über Umwege schafft es der Vater sich bei seinem Bruder zu melden, der Sandras Schwester informiert, die wiederum Sandra die erlösende Nachricht überbringt: Ihr Vater lebt! Er konnte sich gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin vor dem Wasser retten, indem sie auf den Dachboden geflüchtet sind. Insgesamt 6 Meter hoch stand das Wasser in ihrem Haus.

Das Paar musste wie die anderen Dorfbewohner:innen mit dem Helikopter gerettet werden.

19.07.2021
Hochwasserkatastrophe in Altenburg (Teil 1)
Hört hier, wie Sandra Timm "Doppel-M" Busche von den bangen Stunden des Hoffens erzählt. 
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Kurz nach dem Interview mit Timm "Doppel-M" Busche macht sich Sandra auf den Weg zu ihrem Vater, um ihm und seiner Lebensgefährtin zu helfen. Am späten Nachmittag erreicht sie Altenburg. Der Schock ist groß.

"Es ist wie im Krieg. Die Leute versuchen nur irgendwie ihr Hab und Gut zu retten. Man sieht die Spuren der Hundestaffel, die von Haus zu Haus gegangen ist, um nach Lebenden und Toten zu suchen", erzählt Sandra Tom Meyer mit bebender Stimme.

19.07.2021
Hochwasserkatastrophe in Altenburg (Teil 2)
Sandra ist bei ihrem Vater angekommen. Im Interview spricht sie mit Tom Meyer über die Situation vor Ort.
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So könnt ihr helfen

Die Zerstörung und Verzweiflung in den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfahlen und Rheinland-Pfalz sind groß. Hier findet ihr Spendenkonten unm zu helfen. >>>

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