05. Oktober 2026 – dpa

Ministerbesuch in Emden

Pistorius will über Pläne für neuen Marinehafen sprechen

Seit Monaten gibt es Diskussionen um einen möglichen zweiten deutschen Marinehafen an der Nordsee. Nun zeichnet sich eine Entscheidung ab.

Verteidigungsminister Boris Pistorius besucht die Marine
Verteidigungsminister Boris Pistorius besucht die Marine.

Für die Marine soll ein neuer Hafen an der Nordseeküste entstehen - am späten Montag-Vormittag werden weitere Details zum Standort und zu den Plänen erwartet. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius will zusammen mit Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (beide SPD) im ostfriesischen Emden das «weitere Vorgehen hinsichtlich eines möglichen neuen Marinestützpunktes erläutern», wie es in einer Einladung zu einer Pressekonferenz heißt. Nach dpa-Informationen soll Emden der Standort für den neuen Militärhafen werden - offiziell ist das bislang nicht entschieden.

An der Nordseeküste verfügt die Marine bislang nur in Wilhelmshaven über einen eigenen Hafen - den Marinestützpunkt Heppenser Groden. Die Marine und das Bundesverteidigungsministerium hatten zuletzt mögliche weitere Standorte geprüft.

«Aus dem geplanten Aufwuchs der Streitkräfte ergeben sich neben infrastrukturellen Bedarfen auch neue Standort- und Liegenschaftserfordernisse», hatte eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums zuletzt mitgeteilt. Zu dem Auswahlverfahren, den Kriterien und den Kandidaten, darunter ist auch Bremerhaven, wurden bislang keine weiteren Angaben gemacht.

Luftaufnahme des Deichs am Rysumer Nacken in Emden mit der angrenzenden Nordsee
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) wird in Emden erwartet, wo der neue Marinehafen gebaut werden könnte. (Archivbild)

undefined
Antenne Niedersachsen
Audiothek