24. April 2026 – Frederic Heimann
Bombenräumung am 26.04.
In Hameln müssen Tausende Menschen ihre Wohnungen verlassen
Die geplante Entschärfung einer Weltkriegs-Bombe nimmt deutlich größere Ausmaße an, als zunächst angenommen. Am Sonntag sollen rund 8.500 Menschen evakuiert werden.
Hameln steht die größte Evakuierung seit dem 2. Weltkrieg bevor
Groß-Evakuierung erforderlich
In Hameln ist eine Weltkriegsbombe gefunden worden - und die ist deutlich größer als gedacht. Rund 8.500 Menschen in einem Umkreis von 1.500 Metern um die Fundstelle werden dafür evakuiert werden müssen – ursprünglich war von etwa 3.500 Personen ausgegangen worden.
Unter einem Parkplatz an der Springer Landstraße liegt eine 20-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg - vermutlich, sagte Sprengmeister Lüdeke: Ganz freigelegt werden soll sie erst am Tag der Evakuierung. Ursprünglich war man von einer deutlich kleineren Bombe ausgegangen.
"Achtung" ist auf dem Dach eines Polizeiautos zu lesen. +++ dpa-Bildfunk +++
Aktuelle Informationen der Stadt
Aktuelle Informationen rund um die Blindgänger-Entschärfung sowie Antworten auf die wichtigsten Fragen stellt die Stadtverwaltung unter www.hameln.de sowie auf den städtischen Accounts bei Facebook und Instagram zur Verfügung.
Zudem hat die Stadt Hameln ein Bürgertelefon eingerichtet, das ab Donnerstag, 16. April, montags bis donnerstags in der Zeit von 9 bis 15 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 0800/426 356 5 erreichbar ist.
Planungen für Bombenräumung
Fest steht: Am Sonntag, den 26. April soll der Blindgänger entschärft werden - dafür müssen rund 8.500 Menschen aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen verlassen. Das ist die größte Evakuierung in Hameln seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Entschärfung wird dabei richtig kompliziert, im schlimmsten Fall muss die Bombe vor Ort gesprengt werden. Deshalb wird vorsorglich ein sechs Stockwerke hoher Schutzwall aus wassergefüllten Containern aufgebaut.
"Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir sind gut vorbereitet. Aber die Herausforderung, die ist immens", sagte uns Thomas Wahmes, Pressesprecher der Stadt Hameln Donnerstag im Interview.
Die Bombe ist beim Aufprall tief ins Erdreich eingedrungen. Ein Teil des Sprengstoffs ist schon ausgetreten, aber rund 450 Kilogramm stecken noch drin, vermutet Lüdeke. Das Problem: Einer der beiden Zünder ist zerstört, der andere steckt tief im felsigen Boden. Die Experten wollen die Bombe mit einem Wasserschneidegerät mit 700 Bar Druck aus dem Felsen holen.