25. Juni 2026 – Sascha Funke
Berta ist da
Hildesheimer Pfarrer findet Frau für Pfau Hubertus
Der Aufruf in der Moin-Show von Antenne Niedersachsen zur Partnersuche für Pfau Hubertus war erfolgreich: Mit Berta ist eine Pfauendame aus dem Wendland in Hildesheim angekommen. Hintergrund ist eine Vorgabe des Veterinäramts: Ohne Partnerin dürfte er nicht am Glockenturm bleiben.
Die Kennenlernphase zwischen Pfauen-Männchen Hubertus und Pfauen-Weibchen Berta verläuft mit ungewissem Ausgang
Hildesheimer Pfau Hubertus hat jetzt eine Henne
Für Pfau Hubertus aus Hildesheim gibt es ein Update: Nachdem Antenne Niedersachsen in der Moin-Show über die Suche nach einer passenden Pfauenhenne berichtet hatte, ist für den Pfau tatsächlich eine Henne gefunden worden. Sie heißt Berta und kam aus dem Wendland. Ganz so harmonisch, wie es zunächst hoffen ließ, läuft das Kennenlernen bislang aber noch nicht.
In der Moin-Show hatte sich der katholische Pfarrer Stefan Lampe aus Hildesheim gemeldet, weil für Hubertus dringend eine Pfauenhenne gesucht wurde. Wie er sagte, hatte ihm das Veterinäramt klargemacht, dass der Pfau nicht dauerhaft allein ohne Partnerin gehalten werden solle.
Ankunft inklusive „Hochzeitsglocken“
Wie Pfarrer Lampe jetzt berichtet, habe das Telefon nach der Ausstrahlung in der Moin-Show praktisch durchgehend geklingelt. Viele Menschen reagierten demnach auf den Antenne-Aufruf und meldeten sich mit Hinweisen oder Angeboten. Der entscheidende Kontakt kam schließlich aus dem Wendland. Dort meldeten sich Tierfreunde, die tatsächlich eine passende Pfauenhenne hatten. Das Besondere: Berta wurde nicht nur angeboten, sondern sogar persönlich nach Hildesheim gebracht.
Die Ankunft der neuen Pfauendame wurde in Hildesheim offenbar mit besonderer Aufmerksamkeit begleitet. Laut Lampe kam Berta an einem Sonntag an - also an einem Tag, an dem viele Menschen vor Ort waren. Zur Begrüßung ließ er sogar die Glocken läuten. Auch Hubertus ließ sich demnach zunächst anlocken. Mit Rosinen wurde der Pfau herbeigerufen und zeigte beim ersten Zusammentreffen mit Berta durchaus Interesse: Hubertus schlug ein Rad.
Der Hildesheimer Pfarrer Stefan Lampe und sein prächtiger Pfau Hubertus
Veterinäramt zufrieden - Liebe optional
Berta sitzt laut Pfarrer Lampe derzeit noch in einer Voliere, damit sie sich eingewöhnen kann und standorttreu wird. „Bisher will Hubert von Berta nichts wissen“, sagt Lampe. Er halte sich nicht besonders in ihrer Nähe auf - was den Pfarrer vorsichtig werden lässt. Zwischenfazit: So richtig funkt es noch nicht.
Mit Berta ist für Hubertus zunächst immerhin das Wichtigste geschafft: Es gibt nun eine Pfauenhenne an seiner Seite. Damit ist die formale Vorgabe des Veterinäramtes, von der Lampe zuvor berichtet hatte, zumindest vorerst erfüllt. Ob daraus eine echte Romanze wird, sei eine andere Frage - „dafür bin ich nicht zuständig“. Gut möglich ist aber auch, dass beide einfach noch etwas Zeit brauchen.
Plan B: Kommt noch eine zweite Pfauendame?
Weil Hubertus bislang eher auf Distanz geht, hat Lampe bereits einen Plan in der Hinterhand: Parallel gab es offenbar auch Unterstützung vom Familienpark Sottrum in Niedersachsen. Dort hieß es, man könne notfalls noch eine weitere Henne organisieren.
In der Moin-Show wurde das passend mit einem Augenzwinkern kommentiert: Nachdem der Aufruf ein bisschen wie „Bauer sucht Frau“ geklungen habe, sei es fast logisch, dass gleich mehrere „Hofdamen“ auftauchen könnten. Und ja: Lampe hat sich sogar sagen lassen: „Ein Pfau schafft auch zwei Hennen.“