03. Mai 2021 –

Lösch-Modul

Forstamt bekommt Löschtank für Pickup - Wälder zu trocken

Was in Australien gang und gäbe ist, könnte auch in Deutschland Schule machen. Die niedersächsischen Landesforsten testen den ersten Löschtank auf dem Pickup eines Försters. Die Idee: Sie können schnell auf Waldbrände reagieren.

Löschtank
22.04.2021, Niedersachsen, Oerrel: Steffen Hartig (l), von der Firma PYRECO, unterweist den Förster Norbert Voss (r) in die Handhabung vom Löschmodul, welches auf einem Pickup montiert ist. Die Niedersächsischen Landesforsten testen einen Löschtank zur schnellen Bekämpfung von Waldbränden. Mit einem Volumen von 600 Litern passt er auf jeden Pickup oder Anhänger. (dpa), Foto: picture alliance/dpa

Die Niedersächsischen Landesforsten testen einen Löschtank zur schnellen Bekämpfung von Waldbränden. Mit einem Volumen von 600 Litern passt er auf jeden Pickup oder Anhänger. Das Forstamt Oerrel bekommt den Prototyp, der im Rahmen des Projektes zur Wald-Klima-Resilienz vom Europäischen Forstinstitut (EFI) entwickelt worden ist. Förster können in ihrem Beritt mit den kleinen Tanks auf ihren Autos schneller am Ausbruchsort der Brände sein als Feuerwehren. Ebenso können sie zur Bewässerung von frisch gepflanzten Bäumen dienen.

"Wir sind schon mitten in der Waldbrandsaison", sagt Knut Sierk, Sprecher Landesforsten. "Die Luft ist lange Zeit trocken gewesen, die Vegetation auch, da steigen die Gefahren, obwohl die Luft kalt ist." Neben dem Frühjahr sei der Herbst mit den abtrocknenden Wäldern besonders gefährdet. Die Tanks auf den Autos eignen sich zum Einsatz für Vegetationsbrände und Nachlöscharbeiten nach Bränden.

Das Lösch-Modul besteht aus einfachen Bauteilen, die überall im Handel zu kaufen sind. Ziel der Landesforsten ist es, dass sich jeder Interessierte mit Hilfe einer Bauanleitung selbst ein solches Gerät zusammenbauen kann.

"Insbesondere in einer Zeit des Klimawandels wird es immer wieder extreme Trockenperioden mit sehr hoher Brandgefahr für unsere Wälder geben. Die Trockenheit der vergangenen drei Jahre hat unsere Böden bis in Tiefen von zwei Metern ausgedörrt", betonte die stellvertretende Leiterin des Forstamtes Göhrde, Katrin Teuwsen.

(dpa)

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