10. März 2026 – Alena Triebold

Sparkurs

VW will 50.000 Stellen in Deutschland streichen

VW-Chef Oliver Blume kündigt in einem Brief an die Aktionäre einen konzernweiten Stellenabbau in Deutschland an, mit massiven Auswirkungen auf die Beschäftigten.

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Dunkle Wolken über Wolfsburg: Der VW-Konzen hat 2025 einen drastischen Gewinneinbruch erlitten.

VW auf Sparkurs

Der VW-Konzern hat das Ziel bekräftigt, bis 2030 Zehntausende Jobs zu streichen. «In Summe sollen im Volkswagen Konzern bis 2030 rund 50.000 Stellen in Deutschland wegfallen», heißt es im Geschäftsbericht des Konzerns. Das Ziel hatte der Konzern bereits ab Ende 2024 in Tarifeinigungen bei den einzelnen Marken genannt.

35.000 Stellen fallen allein bei der Kernmarke Volkswagen weg. Weitere kommen bei Audi und Porsche hinzu: Bei Audi sollen bis 2029 bis zu 7.500 Stellen wegfallen, bei Porsche bisherigen Plänen zufolge 3.900 Stellen inklusive Leiharbeitern. Der Abbau soll vor allem über Altersteilzeit und Abfindungen erfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen wurden dabei ausgeschlossen.

So reagiert die IG-Metall

Thorsten Gröger, IG Metall-Verhandlungsführer bei Volkswagen, sagt: „ Der Tarifabschluss aus dem Jahr 2024 enthält ausdrücklich keine Vereinbarung zwischen der IG Metall und Volkswagen über konkrete Stellenabbaupläne. Etwaige Planungen zum Personalabbau sind daher ausschließlich Teil der unternehmerischen Strategie von Volkswagen.

Am 20. Dezember 2024 hatte Volkswagen angekündigt, in der Kernmarke rund 35.000 Stellen abbauen zu wollen. Die neuste Meldung kann so interpretiert werden, dass zusätzlich bis zu 15.000 weitere Stellen im Konzern entfallen könnten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass einzelne Tochtergesellschaften – etwa Audi, Porsche, Cariad oder MAN – bereits zuvor eigene Spar- und Effizienzprogramme aufgelegt haben.

Der Tarifvertrag selbst sieht vielmehr eine unkündbare Beschäftigungssicherung bis Ende 2030 vor. Darüber hinaus ist festgelegt, dass ein möglicher Personalabbau ausschließlich über sozialverträgliche Instrumente erfolgen darf, etwa über Altersteilzeitregelungen oder freiwillige Programme. Seit Ende 2024 gilt deshalb der Grundsatz, der auch vorher schon 30 Jahre galt: Bei Volkswagen wird niemand aus betriebsbedingten Gründen entlassen."

Gewinn bei VW 2025 eingebrochen

Die aktuellen Herausforderungen für den Wolfsburger Autobauer sind vielfältig: US-Zölle, chinesische Konkurrenz, dazu die belasteten Töchter Audi und Porsche: Mit 8,9 Milliarden Euro liegt das operative Ergebnis 2025 - also der Gewinn aus dem Autogeschäft vor Steuern und Zinsen - 53 Prozent unter 2024.

Der Umsatz ist im vergangenen Jahr um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro gesunken. Im Schlussquartal schnitt VW dabei aber wieder besser ab als in den ersten neun Monaten. Im dritten Quartal war der Konzern noch tief in die roten Zahlen gerutscht und hatte mehr als eine Milliarde Euro Verlust verbucht. Grund waren vor allem die Belastungen bei der Tochter Porsche wegen des Strategie-Schwenks zur Verbrenner-Verlängerung, die auf die Konzernmutter durchschlugen. Hinzu kamen Milliardenbelastungen aus den US-Zöllen.

Bei den Verkäufen war der Konzern 2025 knapp unter die Marke von neun Millionen gerutscht: Weltweit lieferte der Konzern 8,98 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken aus, 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In Europa legte der Konzern zwar sogar zu. Das konnte Rückgänge in China und Nordamerika aber nicht ausgleichen.

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