23. März 2026 – Alena Triebold
In Barsinghausen bei Hannover soll ein 49-jähriger Mann seine Partnerin getötet und die gemeinsame Tochter lebensgefährlich verletzt haben. Die Polizei ermittelt wegen eines Tötungsdelikts.
Sohn alarmiert Polizei in der Nacht
Nach Angaben der Polizei rief der 15-jährige Sohn der Familie gegen 2:10 Uhr den Notruf. Er gab an, dass sein Vater die Mutter angegriffen habe.
Als die Einsatzkräfte am Einfamilienhaus eintrafen, fanden sie die Frau schwer verletzt vor. Sie erlag noch vor Ort ihren Verletzungen. Die 13-jährige Tochter wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
Tatablauf noch unklar
Wie genau die Verletzungen entstanden sind, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Auch die genauen Hintergründe und das Motiv der Tat sind bislang unklar.
Vater widerstandslos festgenommen
Der 15-Jährige konnte laut Polizei erreichen, dass der Vater das Haus verließ. Die Beamten nahmen den 49-Jährigen anschließend vor dem Gebäude ohne Widerstand fest.
Wie Polizeisprecher Michael Bertram im Interview mit Antenne Niedersachsen schilderte, habe der Jugendliche dabei besonders besonnen reagiert: „Der Junge hat direkt reagiert, den Vater nach draußen gebracht und sich selbst sowie den Rest der Familie so abgesichert, dass das Haus verschlossen war.“ Dadurch seien weitere Angriffe verhindert worden.
Nach Angaben der Polizei Hannover hatten die Einsatzkräfte den Tatverdächtigen bereits vor dem Haus angetroffen. Der 15-Jährige habe den Vater zuvor aus dem Gebäude gelockt und anschließend die Tür verschlossen.
Weitere Kinder in Obhut genommen
Zum Zeitpunkt der Tat befanden sich mindestens zwei weitere Kleinkinder im Haus. Sie blieben körperlich unverletzt. Das Jugendamt wurde eingeschaltet und nahm alle drei Kinder vorläufig in Obhut.
Ermittlungen laufen – mögliche Untersuchungshaft
Der Tatverdächtige wurde nach seiner Festnahme zunächst medizinisch untersucht. Anschließend erfolgten laut Polizei Abstimmungen mit der Staatsanwaltschaft Hannover über weitere Maßnahmen, insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Untersuchungshaft.