26. Juni 2026 – Frederic Heimann

Unfall am Badesee

Achtjähriger im Parksee Lohne in Isernhagen ertrunken

60 bis 80 Einsatzkräfte, ein Rettungs- und ein Polizeihubschrauber und mehrere Boote konnten das Kind nicht mehr retten.

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Heute Nachmittag ist ein achtjähriger im Parksee Lohne in Isernhagen ertrunken. Nach ersten Erkenntnissen war er unter Beobachtung, als er in einer Bucht unterging - so wurde sofort Hilfe gerufen - und es kamen 60 bis 80 Einsatzkräfte, berichtet die Hannoversche Allgemeine. Viele Badegäste hätten spontan freiwillig bei den Suchmaßnahmen geholfen - leider kam aber jede Hilfe zu spät.

Demnach war das Kind mit einem etwa gleichaltrigen Freund und einem Erwachsenen an dem See - die Eltern des Kindes waren wohl nicht dabei.

Ein Rettungs- und ein Polizeihubschrauber waren an der Suche beteiligt, alle verfügbaren Tauchergruppen wurden zusammengezogen, unterstützt von Booten der Feuerwehren aus Isernhagen, Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Hannover.

Die Feuerwehr warnt: Ertrinken laufe meist völlig anders ab als man es oft in Filmen sehe. Hier sind Tipps für den Fall der Fälle:

Ertrinken ist oft leise - und wird leicht übersehen

Ertrinken sieht selten so aus, wie viele es erwarten. Häufig gibt es keine Hilferufe, kein klares Winken. Betroffene kämpfen oft still um Luft und kommen kaum voran. Manchmal sind nur kurze, unkoordinierte Bewegungen zu sehen - oder jemand ist plötzlich nicht mehr an der Oberfläche.

Gerade bei Kindern kann eine kritische Situation in sehr kurzer Zeit entstehen. Wenn ihr unsicher seid, ob jemand Hilfe braucht, ist es besser, früh zu reagieren und andere aufmerksam zu machen.

Zentraler Punkt: Rettungswege und Zufahrten frei halten

Wenn am See ein Notfall passiert, zählt Zeit. Was viele nicht auf dem Schirm haben: Einsatzfahrzeuge kommen manchmal langsamer durch, weil Zufahrten und Straßenränder zugeparkt sind - etwa durch Parken im Halteverbot, in Kurvenbereichen oder so eng am Rand, dass große Fahrzeuge nicht mehr sicher vorbeikommen. Das kann die Anfahrt erschweren oder verzögern.

Darum: Parkt so, dass Rettungswagen, Feuerwehr und Notarztfahrzeuge ausreichend Platz haben. Haltet Einfahrten, Schrankenbereiche und ausgewiesene Rettungswege frei - auch dann, wenn es im Moment „noch passt“.

Im Notfall: Früh Hilfe holen und präzise bleiben

Wenn etwas passiert, ruft frühzeitig den Notruf 112. Entscheidend ist am See vor allem der genaue Ort: Name des Sees, Ort und der Zugang (z. B. Parkplatz, Strandabschnitt, Steg). Wenn möglich, kann eine Person Einsatzkräfte einweisen - das spart vor Ort Zeit.

Wenn jemand aus dem Wasser geholt wurde, können die Mitarbeitenden in der Leitstelle am Telefon sagen, was als Nächstes zu tun ist. Folgt den Anweisungen, bis professionelle Hilfe eintrifft.

Kinder am Wasser: Nähe statt „nur kurz schauen“

Am See reichen kurze Momente der Ablenkung, damit ein Kind in Schwierigkeiten gerät. Schwimmhilfen wie Reifen oder Luftmatratzen können zudem trügerisch sein: Sie treiben ab oder kippen - und ersetzen keine verlässliche Aufsicht.

Hilfreich sind klare Absprachen: Wo wird gebadet, wie weit hinaus, und was gilt, sobald niemand mehr sicher stehen kann? Je klarer die Regeln, desto weniger Missverständnisse am Wasser.

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