18. September 2026 – Alena Triebold

Suchaktion geht heute weiter

Abgestürzte Drohne nahe Wunstorf: Zusammenhang mit Vorfall am Flughafen Leipzig wird geprüft

Der Fund mutmaßlich verdächtiger Drohnenteile in der Nähe des Steinhuder Meers bei Hannover hat für die Behörden offenbar größere Dimensionen. Denn jetzt ist auch die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe involviert. Die kümmert sich um die Ermittlungen im Fall der Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig.

flhddxbkap-v5-ax-s2048.jpeg
Die Polizei sucht noch immer nach einer mutmaßlich abgestürzten Drohne. (Symbolbild)

Wie uns eine Sprecherin der Generalbundesanwaltschaft sagte, wird jetzt untersucht, ob es möglicherweise einen Zusammenhang zwischen dem Fall in Leipzig und dem bei uns in Niedersachsen gibt. Die Suchmaßnahmen östlich des Steinhuder Meers werden heute fortgesetzt, sagte uns die Sprecherin weiter.

Nach Informationen aus Sicherheitskreisen handelte es sich nicht um eine handelsübliche Drohne, sondern um ein mit eigenen Bauteilen versehenes Flugobjekt. Sprengstoffspuren seien nicht entdeckt worden, dennoch sei eine gewisse Ähnlichkeit mit der Sprengstoff-Drohne vom Flughafen Leipzig/Halle festzustellen. Dies und der Fundort, rund zwei Kilometer vom Fliegerhorst Wunstorf entfernt, legten den Verdacht nahe, dass es sich um einen russischen Ausspähversuch gehandelt haben könnte. Die Drohne, die zufällig gefunden wurde, lag dort den Angaben zufolge womöglich schon etwas länger am Boden.

Suchaktion läuft seit Tagen

Seit Montag wissen die Ermittler von den Drohnenteilen, danach wurde eine große Suchaktion gestartet. Ziel: Hinweise auf die Herkunft oder den möglichen Drohnenpiloten finden. Wie das Landeskriminalamt Niedersachsen mitteilte, ist das betroffene Gelände groß, unwegsam und unbewohnt.

In der Nähe des Fundorts liegt der Fliegerhorst Wunstorf, ein zentraler Standort der Bundeswehr. Hier sind die A400M-Transportmaschinen der Luftwaffe stationiert.

Vorfall in Leipzig: Spuren nach Russland

Geheimdienstexperten und die Bundesregierung gehen davon aus, dass Russland hinter dem hybriden Angriff am 4. August in Leipzig steckt. Moskau bestreitet dies. Die mit Sprengstoff präparierte Drohne war im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle in der Nähe einer ukrainischen Frachtmaschine vom Typ Antonow AN-124 entdeckt worden.

undefined
Antenne Niedersachsen
Audiothek