08. Februar 2021 – Lea Biskup

Wusstet ihr schon, dass...?

Spannende Fakten über Schnee!

Genau genommen ist Schnee ist überhaupt nicht weiß! Wusstet ihr das? Und wisst ihr warum Schnee unter unseren Füßen knirscht? Wir erklären euch diese und weitere spannende Fakten rund um Schnee und Schneeflocken!

Foto: picture alliance/dpa

Schnee ist eigentlich gar nicht weiß

Während einzelne Eiskristalle durchsichtig sind, erscheint der Schnee für uns weiß. Woran liegt das? Dafür ist es erstmal wichtig zu wissen, dass das Sonnenlicht eine Mischung aus allen Farben ist, die zusammen weiß ergeben. Wenn das Sonnenlicht auf einen Gegenstand scheint, sehen wir diesen in der Farbe, die er reflektiert. Die einzelnen Eiskristalle brechen das Sonnenlicht an ihrer Oberfläche. Da der Schnee alle Farben des Sonnenlichts ähnlich stark reflektiert und nicht nur eine einzelne, erscheint er uns als weiß. Übrigens: Je kleiner die Oberflächen der Schneekristalle sind, desto heller und weißer erscheint uns der Schnee.

Blutrot statt schneeweiß

In Gebieten, in denen dauerhaft Winter herrscht, kann die Algenart Chlamydomonas nivalis dafür sorgen, dass Schnee blutrot gefärbt ist. Sie wächst auf dem Schnee und sorgte so z.B. dafür, dass es im Frühjahr 2020 in der Antarktis zu diesem ungewöhnlichen Naturphänomen kam: Wochenlang war der Schnee um eine ukrainische Forschungsstation blutrot gefärbt. Weitere Gebiete, in denen die Alge auftreten kann, sind neben der Antarktis auch die Arktis und Teile der Alpen.

Wir können trotz Schnee verdursten

Klingt verrückt, ist aber wirklich so! Schnee weist eine deutlich geringere Dichte als Wasser auf. Um durch Schnee einen Liter Wasser zu sich zu nehmen, müsste man insgesamt 10 Liter Schnee essen. Dabei würden wir zu viel Energie verbrauchen und zu wenig Mineralien aufnehmen.

Im Iglu herrschen 0 Grad

Im Fernsehen oder auf Fotos hat sie sicherlich fast jeder von uns schon mal gesehen: Iglus, kuppelartige Häuser, die komplett aus Schnee bestehen. Doch trotz der eisig kalten Baumasse und kalten Außentemperaturen, ist es innerhalb der Iglus konstant relativ "warm": Die Temperaturen liegen in Iglus konstant um den Gefrierpunkt. Woran liegt das? Schnee dämmt Schnee als Baustoff relativ gut. Allerdings nur so lange, bis er anfängt zu schmelzen. Wenn das passiert, verliert der Schnee nicht nur seine isolierende Wirkung, sondern auch seine Stabilität. Das Iglu droht einzubrechen und für die Personen innerhalb des Baus droht Lebensgefahr.

Gleichzeitig spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, wie warm es in einem Iglu werden kann. Dazu zählen z.B. die Körpertemperaturen der Personen, die sich innerhalb eines Iglus befinden. Da warme Luft nach oben steigt, können an der Iglu-Decke schon mal 5 Grad Celsius erreicht werden und das Eis beginnt zu schmelzen. Ein anderer Faktor können die Sonneneinstrahlung bzw. steigende Außentemperaturen sein.

Übrigens: Die Bezeichnung "Iglu" stammt von den indigenen Volksgruppen, die im nördlichen Polargebiet leben. Übersetzt bedeutet "Iglu" so viel wie "Haus" oder "Wohnung".

Darum knirscht der Schnee

Zwei Faktoren sorgen dafür, dass der Schnee unter unseren Füßen knirscht bzw. kracht: Luft und Eiskristalle. Frisch gefallener Schnee enthält relativ viel Luft. Wenn wir darauf treten, sorgen wir dafür, dass die Luft entweicht. Das passiert mit einem Geräusch. Gleichzeitig besteht der Schnee aus Millionen von kleinen Eiskristallen, die ebenfalls zerbrechen, wenn wir darauf treten. Ein kleiner zerbrechender Eiskristall für sich allein genommen, ist für uns nicht hörbar, wenn Millionen dieser Eiskristalle gleichzeitig zerbrechen, allerdings schon. Aus diesem Grund kracht kalter Schnee auch lauter als frisch gefallener Schnee: Bei kaltem Schnee sind die kleinen Eiskristalle kälter und dadurch stabiler. Treten wir auf sie drauf, kracht es deutlich lauter.

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