16. April 2021 – Lea Biskup

Vorsicht!

Virus per SMS

Aktuell werden gefährliche Fake-Benachrichtigungen per SMS verschickt. Was ihr tun könnt, wenn ihr betroffen seid, erfahrt ihr hier.

Foto: Antenne Niedersachsen
Foto: Antenne Niedersachsen

Viele Smartphone-Nutzer haben in letzter Zeit falsche Paketankündigungen oder Terminbestätigungen per SMS erhalten. Diese sind Teil einer Betrugsreihe. Waren bis vor einiger hauptsächlich Android-Nutzer von der Betrugsmasche betroffen, können mittlerweile auch Apple-Nutzer Probleme mit den Fake-SMS bekommen.

Häufig wird behauptet, dass ein Paket zum Versand bereitliegt, aber auch andere Text-Inhalte sind möglich. In der SMS befindet sich ein Link, den ihr auf keinen Fall öffnen solltet. Das Landeskriminalamt teilt mit, dass über diesen Link eine Schadsoftware auf dem Smartphone installiert wird. Diese Software greift persönliche Daten ab und leitet die SMS an alle Kontakte aus dem Adressbuch weiter.

Daran erkennt ihr die Betrugs-SMS

Die SMS werden häufig von einer unbekannten Nummer versendet und ihr könnt an der URL, die in der SMS hinterlegt ist, nicht erkennen, dass dieser Link nicht zu einem Paketdienstleister gehört. In solchen Fällen solltet ihr die SMS einfach löschen und den Link nicht anklicken.

Foto: Antenne Niedersachsen
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Laut BKA gibt es derzeit drei mögliche Quellen für die Herkunft der Rufnummern:

  • Die durch die Schadsoftware benutzten Nummern stammen aus früheren Angriffen.
  • Die Schadsoftware greift auf die Kontaktdaten eines infizierten Gerätes zu und nutzt dann diese Rufnummern. Eine Weitergabe dieser Kontakte und auch spätere neue Nutzung ist denkbar.
  • Die Rufnummer werden zufällig generiert.

Wenn ihr den Link aus Versehen doch geöffnet habt, solltet ihr das Handy in den Flugmodus schalten, damit kein Zugang zum Internet mehr besteht. Dann sollte über eine WLAN-Verbindung ein Virenscanner heruntergeladen werden. Auch solle das Smartphone im abgesicherten Modus gestartet und die zuletzt installierten Apps gelöscht werden, rät das Landeskriminalamt.

Ändert anschließend alle eure Passwörter ändern. Sobald ihr das getan habt, könnt ihr auf der Website haveibeenpwned.com herausfinden, ob bereits Informationen über eure Passwörter oder Emailadressen gestohlen wurden.

Ganz wichtig ist es, auch die Kontakte aus eurem Adressbuch vor der Betrugs-SMS zu warnen. Ist ein Schaden entstanden, könnt ihr diesen bei der Polizei anzeigen oder über einen Kostennachweis bei der Hausratsversicherung entschädigt werden.

Weitere Informationen findet ihr auch auf der Seite des Landeskriminalamts Niedersachsen. >>>

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