25. November 2021 –

Tag gegen Gewalt an Frauen

Aktionen am Tag gegen Gewalt an Frauen - Schattenkonzert in Hannover

Statistisch wird alle 45 Minuten eine Frau von ihrem Partner beziehungsweise Ex-Partner angegriffen oder verletzt. Der Tag gegen Gewalt an Frauen soll darauf aufmerksam machen.

Ein Passant geht an dem neuesten Wandbild der irischen Künstlerin Emmalene Blake im Stadtzentrum von Dublin vorbei. Die Aufschrift "When will I be able to walk alone at night and feel safe?" ("Wann kann ich nachts endlich alleine unterwegs sein und mich dabei sicher fühlen") bezieht sich nach dem Tod von Sarah Everard auf Gewalt gegen Frauen
Ein Passant geht an dem neuesten Wandbild der irischen Künstlerin Emmalene Blake im Stadtzentrum von Dublin vorbei. Die Aufschrift "When will I be able to walk alone at night and feel safe?" ("Wann kann ich nachts endlich alleine unterwegs sein und mich dabei sicher fühlen") bezieht sich nach dem Tod von Sarah Everard auf Gewalt gegen Frauen, Foto: picture alliance/dpa/PA Wire

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen an diesem Donnerstag (25. November) soll daher auf die körperlichen und seelischen Misshandlungen aufmerksam machen, die für viele Frauen und Mädchen zum Alltag gehören. Unter anderem in Hannover sind Aktionen geplant.

So will das Orchester im Treppenhaus ein Schattenkonzert veranstalten (20.00 Uhr). Hier werde Betroffenen selbst Gehör verschafft, teilte die Stadt mit. Unter dem Motto #lichtan wollen zwei Frauen, die sich aus häuslicher Gewalt befreien konnten, ihre Schicksale erzählen – umrahmt von klassischer Musik. Das Konzert wird am Samstag ein zweites Mal aufgeführt.

Anlässlich des Tages gegen Gewalt an Frauen wurde auch Kritik laut. So bemängelte die Arbeiterwohlfahrt, dass Frauenhausaufenthalte pauschal zeitlich begrenzt würden. Obwohl die Gefährdung von Frauen und Mädchen während der Corona-Pandemie zugenommen habe, gebe es in Niedersachsen immer noch zu wenige Beratungsstellen und Frauenhausplätze, kritisierten die Grünen im Landtag. Die SPD wies dagegen darauf hin, dass die Regierungsfraktionen von SPD und CDU insgesamt 450 000 Euro für zusätzliche Frauenhausplätze in Hannover, Northeim und Stade bereitstellen.

(dpa)

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