11. Juni 2021 –

Mordprozess Braunschweig

Angeklagter schweigt zum Mordvorwurf an seiner Ehefrau

War es Mord aus Habgier? Mit 15 Messerstichen soll ein 37-jähriger Mann seine Ehefrau in Helmstedt getötet haben, weil er sich eine Scheidung nicht leisten konnte. Laut Anklage wollte er mit einer anderen Frau leben.

Der Angeklagte (l) sitzt zum Prozessauttakt im Landgericht neben seinem Verteidiger Christoph Rautenstengel. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, seine Ehefrau im November 2020 in Helmstedt mit 15 Messerstichen getötet haben. Foto: Swen Pförtner/dpa
Der Angeklagte (l) sitzt zum Prozessauttakt im Landgericht neben seinem Verteidiger Christoph Rautenstengel. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, seine Ehefrau im November 2020 in Helmstedt mit 15 Messerstichen getötet haben. Foto: Swen Pförtner/dpa, Foto: picture alliance/dpa

Im Mordprozess wegen der Tötung seiner Ehefrau mit einem Küchenmesser schweigt der 37 Jahre alte Angeklagte. Sein Mandant werde keine Angaben machen, sagte sein Verteidiger am Freitag beim Verhandlungsauftakt im Landgericht Braunschweig. Der Mann aus Helmstedt soll im November 2020 seine 34-jährige Frau mit 15 wuchtigen Messerstichen getötet haben.

Nach einigen Monaten in einer Affäre zu einer anderen Frau, soll sich der Beschuldigte zur Tötung seiner Frau entschlossen haben, weil er sich aus finanziellen Gründen nicht scheiden lassen konnte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen Mord aus Habgier vor. Am Tattag, am 9. November, habe sich für den Angeklagten die Möglichkeit ergeben, seinen langefassten Tötungsentschluss umsetzen, sagte der Staatsanwalt am Freitag.

Der Angeklagte soll mit einem Küchenmesser ins Schlafzimmer gegangen sein und mit großer Wucht auf Schulter, Brust und Bauch seiner Frau eingestochen haben. Das Opfer hatte nach Überzeugung der Anklage keine Chance und verblutete. Das einjährige Kind wächst nun bei den Großeltern auf, die als Nebenkläger auftreten. Für den Prozess sind zehn weitere Verhandlungstage bis Anfang September geplant.

(dpa)

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