Wusstet ihr ...?

10 Fakten über... Bremervörde

Bremervörde ist ein staatlich anerkannter Erholungsort im Landkreis Rotenburg (Wümme). Die Stadt mit über 19.000 Einwohner liegt direkt im Zentrum des Elbe-Weser-Dreiecks. Hier erfahrt ihr zehn spannende Fakten über Bremervörde, von denen ihr bestimmt noch nichts wusstet.

Fakt 1: Schlechtwetterkönig 2012

Im Jahr 2012 errang die Stadt Bremervörde einen deutschlandweiten Spitzenwert - über den sich allerdings niemand so richtig freut. Als "dunkelste Stadt Deutschlands" wurde Bremervörde zum bundesweiten "Schlechtwetterkönig" gekürt: mit insgesamt nur 63 Sonnentagen. Das sind gerade mal 1521 Sonnenstunden.

Foto: picture alliance / Boris Roessle

Fakt 2: Bremervörder Meteoriten

Einer der wenigen Meteoriten, die in Deutschland gefallen und gefunden wurden, trägt den Namen "Bremervoerde". Am 13. Mai 1855 gegen 17:00 Uhr fielen insgesamt fünf schwarze Gesteinsfragmente mit einem Gesamtgewicht von 7,25 kg nahe des Ortes Gnarrenburg, knapp 17 km südlich von Bremervörde, nieder. Nach ausführlichen Untersuchungen sind die Fragmente heute in unterschiedlichen Museen und Meteoritensammlungen untergebracht.

Fakt 3: "Schön ist's auf der ganzen Erde, am schönsten doch in Bremervörde"

Dieser kleine Vers wird dem berühmten Malerpoeten Wilhelm Busch (1832 – 1908) zugeschrieben. Der hat sich nachweislich im Jahre 1878 in Bremervörde aufgehalten: Anlass war die Hochzeit seines jüngeren Bruders Hermann Busch. Insgesamt eine Woche lang verweilte Busch in der Ostestadt. Also genug Zeit, um sich ein Urteil über das Bremervörde der damaligen Zeit zu bilden.

Fakt 4: Briefe an die Zukunft

Das Bremervörder Riesen-Ei ist Teil des Projektes "OVUM". Es wurde von den Künstlern Armin Kölbli aus Bremen, und Man Sturm aus Karlsruhe entwickelt. Das Ei enthält ca. 550 Briefe und Bilder von Schulklassen, Kindern, Familien und Alleinstehenden als Botschaften an die Zukunft. "Jeder Gedanke ist Energie, die durch die Zeit wirkt und stets das Bewusstsein schärfen soll, mit unserem Handeln die Welt so zu gestalten, dass diese für spätere Generationen noch lebenswert ist", so Armin Kölbli. Versiegelt wurde das Ei am 24. September 1991. Eine Öffnung soll erst nach 1000 Jahren erfolgen.

Foto: Stadt Bremervörde
Foto: Stadt Bremervörde

Fakt 5: Europameister Bremervörde

Von etwa 1950 bis 1970 war der Bremervörder Hafen Europas größter Umschlaghafen für "Stackbusch". Das Buschwerk wird zum Deichbau und zur Uferbefestigung verwendet. Es wurde in der näheren Umgebung geschlagen, zu langen Buschbündeln gebunden und ab Bremervörde per Schiff in den Mündungsbereich der Elbe gefahren. Die Bündel wurden so hoch gestaut, dass sie weit über das Ruderhaus hinaus ragten. Auf der Oste erschien es dann so, als ob riesige Holzhaufen auf dem Wasser dahin treiben würden, denn von den kleinen Schiffen war fast nichts mehr zu sehen. Heute ist der idyllische Bremervörder Hafen der letzte schiffbare, tideabhängige Hafen an der Oste.

Fakt 6: Wer den Pfennig nicht ehrt...

Nach diesem Prinzip hat wohl ein LKW-Fahrer aus Bremervörde gelebt. Er hinterließ seiner Familie nach dem Tod so einige Pfennige - um genau zu sein 1,2 Millionen 1- und 2-Pfennig-Stücke. Insgesamt ergab dies ein Gewicht von 2,5 Tonnen, aufgeteilt auf hunderte Gefrierbeutel. Zum Vergleich: 2,5 Tonnen ist normalerweise das Gewicht eines Baggers. Und da die Geldstücke aufgrund von Dreck und Rost nicht maschinell gezählt werden konnten, musste eine Bundesbankfiliale in Oldenburg das Zählen übernehmen, genauer gesagt Wolfgang Kaemereit. Dieser brauchte dafür sechs volle Monate. Aber am Ende gab es auch ein Ergebnis für die Familie: Der Wert der Münzen lag bei etwa 8000 Euro. Da hat sich jeder Pfennig bezahlt gemacht.

Fakt 7: Doppelte Olympiasieger

Stolz sind die Bremervörder noch heute auf ihre zwei Olympiasieger Bernd Klingner und Peter Kohnke. Bei den Olympischen Sommerspielen 1960 in Rom und 1968 in Mexiko gewannen die beiden Schützenbrüder der Schützengesellschaft zu Bremervörde Goldmedaillen in verschiedenen schießsportlichen Disziplinen. Heute liegen die olympischen Medaillen im Foyer des Bremervörder Rathauses Zeugnis ab - von den größten sportlichen Erfolgen in Bremervördes Geschichte.

Foto: Stadt Bremervörde
Foto: Stadt Bremervörde

Fakt 8: Erfinder des Lattenrosts

"Lattoflex"-Bettsysteme sind sicherlich vielen Menschen ein Begriff. Dabei wissen viele nicht, dass die hochwertigen, rückenfreundlichen Lattenroste und Matratzen aus Bremervörde stammen. Was 1957 mit der Erfindung des ersten Holzlattenrostes der Welt begann, hat sich inzwischen durch den Einsatz modernster Hightech-Materialien und einer stetigen Weiterentwicklung der Produkte zu einem internationalen Vertrieb entwickelt. Dabei hat das Familienunternehmen dem Standort Bremervörde die Treue gehalten.

Fakt 9: Unterwegs im etwas anderen Cabrio

Ein ganz normaler Sommertag im August 2011. Das dachte sich auch die Polizei in Bremervörde, bis sie den Hinweis bekam, dass ein ungewöhnliches Gefährt auf den Straßen unterwegs sei. Ein Wagen fuhr über die Landstraße und zog mit einem sechs Meter langem Seil eine Badewanne hinter sich her... Samt Mitfahrer, der mit einem Motorradhelm für seine Sicherheit sorgen wollte. Dass die Wanne dabei hin und her schlingerte und Funken sprühte, schien ihn nicht zu stören. Aber die Polizei sehr wohl, welche die waghalsige Fahrt sofort unterbrach. Ein solches Cabrio bekommt halt keine Straßenzulassung.

Fakt 10: Aus Landesausstellung wird Kurioses

Im Jahr 1991 war die Stadt Bremervörde Ausrichter der zweiten Niedersächsischen Landesausstellung. Nachdem diese tausende von Besuchern nach Bremervörde gelockt hatte, wurde das Ausstellungsgelände erhalten und ist heute als Natur- und Erlebnispark Ausflugs- und Naherholungsziel. Dabei erwartet die Besucher die eine oder andere Attraktion, die es so nicht überall zu entdecken gibt: zum Beispiel das "Café Dunkel", in dem man als "blinder Sehender" erfährt, was es heißt, in völliger Dunkelheit zurechtkommen zu müssen. Der NABU bietet in der Umweltpyramide eine Umweltbildungseinrichtung in Pyramidenform und der Seemann – eine Skulptur des Künstlers Jonas Kötz – wacht im Vörder See über alles.

Ihr wollt noch mehr kuriose Fakten? Die gibt's hier: 10 Fakten über... alle Städte von A bis Z

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