13. Mai 2020 – Lea Biskup

Fake-News und Verschwörungstheorien

Wer's wissen will

Jeden Tag gibt es neue Meldungen und Erkenntnisse zum Coronavirus. Aber was davon stimmt eigentlich und wo solltet ihr lieber nochmal nachforschen? Wir haben in diesem Artikel Infos und Links für euch, mit denen sich die vielen Informationen besser einordnen lässt.

Info: Diese Seite wird regelmäßig geupdatet.

Mehrfach täglich begegnen vielen von uns (neue) Meldungen, Nachrichten oder Informationen über das Coronavirus - vor allem auf Social Media-Kanälen wie Facebook, Instagram, Telegram oder Twitter. Solche Meldungen können zu Verunsicherung und Verwirrung führen, weil nicht immer klar ist, woher die Informationen stammen und ob sie der Wahrheit entsprechen. Uns Verbrauchern stellen sich dann Fragen wie "Was stimmt denn nun?" oder Überlegungen wie "Schließlich steht es im Internet, also muss es doch stimmen, oder?"

Um dieser möglichen Verunsicherung entgegen zu wirken und euch mit diesen Fragen nicht alleine zu lassen, haben wir hilfreiche Links, Initiativen und Ähnliches für euch aufgelistet, die sich mit genau diesen Themen befassen.

Verschwörungstheorien

Krisenzeiten bieten einen optimalen Nährboden für Verschwörungstheorien und über die sozialen Medien verbreiten sie sich rasend schnell. Doch warum sind Verschwörungstheorien so verführerisch? Warum sind sie so erfolgreich? Und vor allem: Was macht sie so gefährlich? Folgende Artikel geben Antworten darauf.

Corona und 5G

Im Internet kursiert die Behauptung, dass es zwischen dem Coronavirus und der fünften Mobilfunkgeneration 5G einen Zusammenhang geben soll. Dafür gibt es keine Belege. Faktenchecks und Hintergrundinformationen liefern dazu folgende Artikel:

Bill Gates im Fokus von Verschwörungstheorien

Wieso sehen Anhänger von Verschwörungstheorien in Bill Gates ein Feindbild, das so weit reicht, dass behauptet wird, Bill Gates selbst sei für den Ausbruch des Coronavirus verantwortlich? Eine Analyse dazu liefert der Artikel von Elke Wittich auf der Seite golem.de. Sie erklärt außerdem, wie Verschwörungstheorien entstehen und wie Anhänger diese Theorien verteidigen.

Verschwörungstheorie QAnon

In den USA wird die Verschwörungstheorie zu "QAnon" bereits seit längerem verbreitet, unter anderem auch von radikalen Anhängern des US-Präsidenten Donald Trump. Auch bei uns in Deutschland findet diese Verschwörungstheorie zu Zeiten des Coronavirus immer mehr Anhänger. Wovon die wilde Erzählung von "QAnon" handelt, lest ihr in den Artikeln des Redaktionsnetzwerks Deutschland, Zeit Online und RTL.de.

Wie machen sich Verschwörungstheoretiker Social Media und das Internet zu Nutze?

Auf die meisten Verschwörungstheorien stoßen wir im Internet, denn dort lassen sich Meinungen am schnellsten und am einfachsten verbreiten. Bis ein Faktenchecker oder die Plattform selbst auf falsche Informationen aufmerksam wird, kann ein Tweet, Post oder Video schon tausendfach geliked, kommentiert oder geteilt worden sein. Dazu kommen Kommunikationskanäle wie "Telegram", auf denen niemand einen Überblick hat, welche (Falsch-)Informationen an andere Menschen weitergegeben werden. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland, "t-online" und das Digitalmagazin "t3n" erklären, warum sich Verschwörungstheorien gerade im Internet und auf Social Media gut verbreiten.

Verschwörungstheorien des Hamburger YouTubers Coach Cecil

In den letzten Wochen ist der ehemaliger Profi-Basketballspieler Cecil Egwuatu durch YouTube-Videos über angebliche Corona-Verschwörungen aufgefallen. Als Fitness-Coach "Coach Cecil" veröffentlicht Egwuatu diese Videos auf seinem YouTube-Kanal. Mittlerweile sind die entsprechenden Videos größtenteils nicht mehr auf seinem Kanal zu finden. In Artikeln von Mimikama, correctiv.org, der Hamburger Morgenpost und des ZDF lest ihr, was es mit seinen Videos auf sich hat und welche Falschmeldungen sie enthalten.

Video von Rezo: Die Zerstörung der Presse

"Ohne Vertrauen, Respekt und Glaubwürdigkeit bleibt auf Dauer nichts mehr von der seriösen Presse übrig", sagt Youtuber Rezo in seinem neuen Video "Die Zerstörung der Presse". Er spricht Missstände in der Presseszene an, erklärt warum Verschwörungstheorien so gefährlich sind und wie sich Misstrauen gegenüber den Medien entwickelt.

CORRECTIV

(Foto: picture alliance/dpa)
(Foto: picture alliance/dpa)

CORRECTIV ist das erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum. Das Reporterteam deckt systematische Missstände auf, durchleuchtet komplexe Zusammenhänge und prüft Falschmeldungen im Netz. Ebenso fördert es Medienkompetenz und führt Bildungsprogramme durch.

In diesem Zuge befasst sich CORRECTIV auch mit einem Faktencheck mit dem Schwerpunkt zum Coronavirus, um Desinformation zum neuartigen Coronavirus zu entlarven und um Falschmeldungen im Netz und in den sozialen Netzwerken entgegenzuwirken. Die entsprechenden Links zu CORRECTIV haben wir euch aufgelistet:

Fake News? - Diese Seiten helfen bei der Analyse!

Foto: photka - stock.adobe.com
Foto: photka - stock.adobe.com

Über das Internet und Social Media-Kanäle wie Facebook oder Twitter können sich Meldungen in sekundenschnelle verbreiten. Dazu zählen auch Fake News. Diese werden zum Coronavirus immer wieder, zum Teil auch unabsichtlich, verbreitet. Dazu zählen zum Beispiel Kettenbriefe.

Um herauszufinden, wie diese Meldungen einzuordnen sind, können euch folgende Seiten helfen:

Außerdem können euch folgende Fragen helfen:

  • Findet ihr im Netz seriöse Artikel, die ebenfalls über das Thema berichten? Wenn nicht, ist Skepsis angesagt
  • Handelt es sich bei der Meldung um eine seriöse Quelle? Ist ihr Ursprung bekannt?
  • Handelt es sich um einen Screenshot? Diese können leicht gefälscht werden.
  • Werdet ihr in der Meldung gebeten, es "weiterzusagen" oder an eure "Familie und alle Freunde weiterzuschicken"? Auch dann solltet ihr skeptisch sein.
  • Haben Seiten bereits darüber berichtet, die sich auf Fake News konzentrieren?
  • Statt objektiv über den Sachverhalt zu berichten schürt die Meldung Panik? Auch dann ist Skepsis angesagt.
  • Sind im Text Rechtschreib- und Grammatikfehler enthalten? Dann solltet ihr skeptisch sein.
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