22. Oktober 2020 – Lea Biskup

Immer den Überblick haben!

So führt ihr ein Corona-Kontakt-Tagebuch

Jeder von uns kann dazu beitragen, das Coronavirus in Schach zu halten. Neben dem Einhalten der allgemein geltenden Hygiene- und Abstandsregeln sowie dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes kann es helfen, ein Corona-Kontakt-Tagebuch zu führen.

Foto: dokosola - stock.adobe.com

Die Corona-Pandemie lässt nicht nach: Fast täglich werden Regionen in Deutschland zu neuen Corona-Risikogebieten erklärt und auch die Fallzahlen der Corona-Neuinfektionen steigen immer weiter an.

Um uns und unsere Mitmenschen vor einer Coronavirus-Infektion zu schützen, helfen die aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Zusätzlich dazu kann es zur Kontaktnachverfolgung besonders hilfreich und sinnvoll sein, ein Corona-Kontakt-Tagebuch zu führen, gerade wenn es sich um Situationen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko handelt.

Das Bundesamt für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) fasst solche Situationen, in denen das Risiko einer Ansteckung besonders groß ist, unter den "Drei G" zusammen:

  1. Geschlossene Räume
  2. Gruppen und Gedränge
  3. Gespräche

Vor allem, wenn die "Drei G" zusammentreffen, ist das Risiko, dass Infektionscluster entstehen können, besonders hoch. Situationen, in denen diese Cluster entstehen können, können z. B. private oder öffentliche Feiern und Zusammenkünfte, Sport wie Mannschaftssport oder Sportveranstaltungen, religiöse Zusammenkünfte oder berufliche Situationen sein.

Warum ein Corona-Kontakt-Tagebuch führen?

Das Corona-Kontakt-Tagebuch dient dazu, schnell und einfach nachverfolgen zu können, mit welchen Personen ihr innerhalb der letzten vergangenen zehn bis vierzehn Tage Kontakt hattet. So wisst ihr einerseits, wen ihr möglicherweise über eure Corona-Infektion informieren solltet. Andererseits kann euch das Kontakttagebuch helfen, herauszufinden, bei wem ihr euch eventuell angesteckt haben könntet, um die entsprechende/n Person/en zu informieren.

Welche Informationen gehören in ein Corona-Kontakt-Tagebuch?

Wenn ihr euer Tagebuch ganz gründlich führen möchtet, schreibt ihr alle eure Kontakte auf mit denen ihr euch getroffen habt. Festhalten solltet ihr Treffen, bei denen ihr mindestens 15 Minuten lang mit oder ohne Mund-Nasen-Schutz Kontakt mit einer anderen Person hattet. Wichtig sind folgende Informationen:

  • Wen habe ich getroffen?
  • Wo habe ich mich mit der Person getroffen?
  • Fand das Treffen drinnen oder draußen statt?
  • Wie lange habe ich mich mit der Person getroffen?
  • An welchem Tag habe ich mich mit der Person getroffen?
  • Welche Schutzmaßnahmen wurden getroffen? (1,5 Meter Mindestabstand, Mund-Nasen-Schutz,...)

Diese Informationen können euch später helfen, euer eigenes Infektionsrisiko abzuschätzen und eine mögliche Infektionskette relativ schnell nachzuvollziehen.

So kann euer Corona-Kontakt-Tagebuch aussehen

Ihr könnt eure Treffen ganz klassisch in einem Notizbuch, auf einem Block o.ä. schriftlich festhalten.

Für diejenigen unter euch, die ihre Kontakte direkt nach der Begegnung eintragen wollen oder nicht immer einen Zettel parat haben, gibt es Kontakt-Tagebuch-Apps. Eine davon wurde sogar speziell für die Corona-Kontaktdokumentation entwickelt.

In der App "Coronika" könnt ihr für die vergangenen 21 Tage eintragen, wann ihr euch mit wem getroffen habt. Die App gibt euch die Option, Name und Telefonnummer der Kontaktpersonen einzutragen. Zusätzlich könnt ihr auch den Ort bzw. die Location eures Treffens inklusive Telefonnummer der Location eintragen. Den Ort müsst ihr selbstständig eintragen, denn die Standortfunktion eures Handys könnt ihr dafür nicht nutzen.


>> Hier könnt ihr Coronika aus dem Google Play Store herunterladen

Für Apple Smartphones soll die App ebenfalls in Kürze im App Store erscheinen.


Dementsprechend wird laut "Coronika" auch nicht auf euren Standort zugegriffen. Zusätzlich findet laut der App die Speicherung der eingetragenen Daten lediglich auf eurem Smartphone statt und wird nicht an Drittanbieter weitergegeben. Laut Coronika ist die einzige Möglichkeit, Daten vom Smartphone nach außen zu bekommen, wenn ihr als Nutzer eure Kontakte als PDF speichert und ausdruckt.

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