Radio per Kabelanschluss

Kein Empfang: Analoges Kabel wird abgeschaltet - so könnt ihr in Zukunft Radio hören

Das analoge Kabelnetz in Deutschland ist bald Geschichte. Nach und nach wird es in allen Regionen Deutschlands abgeschaltet. Betroffen ist dabei nicht nur Fernsehen - sondern auch der Radioempfang.


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 (Foto: BillionPhotos.com - stock.adobe.com)

Radio über Kabel-Netz hören: So vermeidet ihr Probleme mit dem Empfang

Antenne Niedersachsen, Radio 21, ffn, NDR2... Diese Radiosender und noch mehr sind in Niedersachsen bislang auch über einen analogen Kabelanschluss empfangbar gewesen. Doch das ändert sich. Die Kabelnetzbetreiber werden das analoge Signal in der zweiten Jahreshälfte abschalten. Wer bis jetzt noch nicht auf eine Alternative umgestellt hat, sollte es jetzt tun, bevor Radio und Fernsehen nicht mehr empfangen werden können.

Analoges Kabel: Prüft, ob ihr betroffen seid

In Niedersachsen ist Vodafone der Kabelnetzbetreiber. Ihr werdet entweder von Vodafone direkt oder von eurem Vermieter über den Termin der Umstellung informiert. Gute Nachricht: In den meisten Fällen kostet die reine Umstellung den Kunden nichts. Kosten fallen erst an, wenn neue Geräte angeschafft werden müssten.

Abschalt-Termine für Niedersachsen und Bremen

Die Abschaltung des analogen Kabels erfolgt nun nach und nach in folgenden Städten zu folgenden Terminen:

Unter digitaleskabel.de/termine/ erhaltet ihr weitere Informationen eine Übersicht über die Umschalt-Termine in eurem Ort nach Providern.

Was ist zu tun?

In puncto Fernsehen ist die Sache einfach. Nur ältere TV-Modelle können das neue digitale Kabelsignal DVB-C nicht verarbeiten. Wenn ihr das DVB-C-Logo auf eurem Gerät seht oder beispielsweise schon jetzt den digitalen TV-Sender "One" empfangt, braucht ihr nichts zu machen. Bei älteren Geräten kann man einen neuen Receiver dazwischen schalten - oder aber man kauft direkt ein neues TV-Gerät.

Beim Radio ist es dagegen anders. Normale analoge Radiogeräte oder Stereoanlagen können das neue digitale Signal nicht verarbeiten. Das heißt, nach der Umstellung gibt es über das Kabelnetz nur dann die Möglichkeit Radio zu hören, wenn man ein entsprechendes Endgerät hat.

So könnt ihr auch nach der Kabel-Umstellung Radio hören

  • Radio über UKW hören
    Die herkömmlichen Radiogeräte können natürlich ganz normal über eine Zimmerantenne oder Wurfantenne das terrestrische UKW-Signal empfangen. Vorteil: Eine neue Antenne ist relativ günstig zu kaufen. Nachteil: Die Sendervielfalt geht verloren. Es werden nur noch regionale bzw. lokale Rundfunksender empfangen.
  • Ein digitaler Radioreceiver
    Das Zusatzgerät verarbeitet das digitale Kabelsignal und kann dann per Audiokabel z.B. an eine Stereoanlage angeschlossen werden. Vodafone bietet seinen Kunden ein Gerät von Vistron an. Kostenpunkt: ab 50 Euro.
  • Internet-Radio (unsere Empfehlung)
    Wenn ihr ein neues Empfangsgerät kaufen wollt, dann würden wir euch ein internetfähiges Radio empfehlen. Damit empfangt ihr über WLAN oder LAN-Kabel sämtliche Webradio-Kanäle dieser Welt in einer meist sehr guten Qualität. Es gibt da viele Kombi-Geräte, die neben Internet auch das Digitalradioformat DAB+ sowie UKW empfangen können. Einige davon können auch per Bluetooth angesteuert werden und z.B. Musik von eurem Handy abspielen. Kostenpunkt: Ab 70 Euro aufwärts.
  • Antenne Niedersachsen App: Über unsere Antenne Niedersachsen App könnt ihr nur unser Hauptprogramm empfangen, sondern auch eine Vielzahl zusätzlicher Musik-Programme hören. Jetzt herunterladen...
  • Smart Audio: Auch über Amazon Echo (Alexa) oder Google Home könnt ihr uns empfangen. Das geht supereinfach. Hier erklären wir es euch Schritt für Schritt: Anleitung.

Hintergrund: Deswegen gibt's kein Radio mehr mit analogem Kabel

"Muss das denn sein?", könnte viele fragen, die mit dem analogem Kabelanschluss an ihrem Radio bislang zufrieden waren. Tatsächlich gibt es einen triftigen Grund, warum spätestens Ende 2018 Schluss ist mit anologem Kabel. Es macht Platz für schnellere Internetverbindungen. Der Daten-Übertragungsstandard Docsis 3.1 soll das Kabelnetz schnell machen und Gigabit-Geschwindigkeiten ermöglichen. Dafür benötigt er aber den Bereich, über den bislang analoges Radio und Fernsehen läuft.

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