Zukunftsentscheidung

Sich für das Berufsleben rüsten – wie geht das?

Gerade für Jugendliche ist es oft eine schwere Aufgabe, die Menge von Voraussetzungen und Qualifikationen für den Beruf zu überblicken, des heutzutage gibt. Dass es hier an Überblick mangelt, ist vor allem deshalb schwierig, weil die Heranwachsenden aus den Augen verlieren, worauf es wirklich ankommt. Dabei wollen wir in diesem Artikel aber nicht nur auf die formalen Qualifikationen eingehen, sondern auch auf die Soft Skills, die man heute braucht, um erfolgreich zu werden.


Artikel Titel.jpg
 (Foto: seventyfour - stock.adobe.com)

Warum der richtige Weg heute so schwer zu finden ist

Doch zuallererst wollen wir uns mit der Frage befassen, warum es heutzutage so schwer ist, den richtigen Weg für sich selbst zu finden. Dabei steht außer Frage, dass es früher auch nicht einfach war, hier das Optimum für sich einfach so herauszufinden. Schon vor zwanzig, dreißig Jahren war es nicht leicht, erfolgsversprechende Wege zu gehen – das ist klar. Doch selbstverständlich ist dies innerhalb unserer Gesellschaften, die so viele Möglichkeiten für das Individuum bietet, nicht gerade leichter geworden. Schließlich gab es nie so viele Optionen wie heute, und längst ist nicht mehr so klar, auf welchem Wege man erfolgreich wird. Zudem studieren immer mehr Menschen – bei den hohen Abiturientenquoten in den Schuljahrgängen kein Wunder.

Gleichzeitig ist es so, dass die Vorbilder, die den Jugendlichen über Social Media präsentiert werden, einen immensen Einfluss auf sie haben. Schließlich sieht man auf deren Profilen nur Luxus und Reichtum – nicht aber den langen und steinigen Weg dorthin. Wie selten Menschen diesen extremen Level an Wohlstand erreichen, wird dabei allerdings sehr selten mitgeteilt. Schon aus diesem Grund sollte man diese Art der Repräsentation immer reflektieren.

Obligatorische Voraussetzungen

Aber natürlich gibt es heutzutage einige Voraussetzungen für den beruflich erfolgreichen Werdegang, um die kein Weg vorbeiführt. Während beispielsweise früher oft der Führerschein der Klasse B vorausgesetzt wurde, gilt dies heute schon als so selbstverständlich, dass es viele Bewerberinnen und Bewerber gar nicht mehr in ihrem Lebenslauf beziehungsweise in ihr Bewerbungsschreiben erwähnen.

Wer also keinen Führerschein hat, sollte sich möglichst bald daran machen, dieses Versäumnis nachzuholen. Jetzt mögen manche aufstöhnen und darauf verweisen, dass dies sehr teuer ist – das mag, je nach Talent der Fahrschülerin oder des Fahrschülers auch stimmen. Dennoch handelt es sich hier um keine Frage des Wollens – der Führerschein ist heutzutage ein absolutes Muss. Was den Zeitaufwand angeht, so ist dieser durch die Möglichkeit definitiv gesunken, die Theorieprüfung mit einer entsprechenden App vorzubereiten. Die richtige Mischung aus gutem Zeitmanagement und der Kombination eines kompetenten Theorieunterrichts und der passenden App vereinfacht es den Fahrschülerinnen und Fahrschülern, zum Erfolg zu kommen. Wie lange dann bis zur praktischen Prüfung gebraucht wird, liegt natürlich im Ermessen der Fahrlehrer/-innen. Mit etwas Übung und Konzentration dauert aber auch dies nicht allzu lang!

Nicht ganz so obligatorisch wie der Führerschein, aber immer noch wichtig und in vielen größeren Firmen von absoluter Notwendigkeit ist das Beherrschen der Weltsprache Englisch. Obwohl sie zum Schulunterricht gehört, sind die Englisch-Kenntnisse nach wie vor nicht die besten. Deshalb ist es sehr praktisch, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, um die eigenen Sprachfertigkeiten aufzubessern: Egal, ob man mit den verschiedenen Streaming-Diensten englische Serien und Filme mit Originalton und Untertiteln ansieht oder eines der zahlreichen Angebote zum Sprachenlernen im Internet wahrnimmt: Englisch lernen und verbessern ist heute keine Schwierigkeit mehr und auch für weniger sprachbegabte Menschen machbar. Alles was man dafür braucht, ist ein bisschen Zeit und etwas Disziplin, um echte Fortschritte machen zu können.

Der richtige Schulabschluss

Artikel.jpg
 (Foto: Monkey Business - stock.adobe.com)

Heutzutage ist es bei Weitem nicht mehr so einfach, den richtigen Schulabschluss für sich herauszufinden. Früher mag das einfacher gewesen sein: Hauptschülerinnen und Hauptschüler folgten anschließend meistens einer handwerklichen Lehre, während Realschülerinnen und Realschüler den Ausbildungsweg wählten. Bei Gymnasiasten hingegen war in aller Regel der Weg an die Universität vorgesehen, dem ein entsprechendes Berufsleben folgte.

Klar ist aber auch, dass diese Zeiten vorbei sind. Schließlich sorgen die hohen Quoten von Abiturientinnen und Abiturienten dafür, dass das klassische dreigliedrige Schulsystem immer mehr kippt – in manchen Ländern gibt es dieses schon strukturell gesehen gar nicht mehr. Das führt allerdings dazu, dass die Ausbildungsbetriebe ihre Ausbildungsstellen immer häufiger nur noch an junge Menschen vergeben, die das Abitur erworben haben. Es wird also für Jugendliche mit Real- und Hauptschulabschlüssen immer schwerer, entsprechende Stellen zu finden.

Schon deshalb entscheiden sich viele Eltern, ihre Kinder auf das Gymnasium zu schicken, da die Empfehlungen der Grundschulen in den allermeisten Bundesländern nicht mehr bindend sind. Nichtsdestotrotz muss der Weg zum Abitur nicht die beste Wahl sein: Manche Jugendliche sind handwerklich viel begabter als Mitschülerinnen und Mitschüler, die akademisch interessiert sind. Dabei handelt es sich nicht um eine qualitative Unterscheidung, sondern um eine in den Begabungen.

Denn letztendlich gilt, dass vor allem das Investieren in den eigenen Interessenbereich sich auszahlen wird. Dabei sind die eigenen Interessen und die eigenen Begabungen sehr oft ähnlich, wenn nicht gar deckungsgleich. Leider orientieren sich aber immer mehr Eltern, Schülerinnen und Schüler an den Gebieten, von denen sie glauben, dass dort das große Geld wartet – und scheitern. Also sollten Jugendliche lieber dem nachgehen, was sie begeistert!

Das Ende der Schulzeit – was tun?

Viele ehemalige Schülerinnen und Schüler fallen nach ihrem Abschluss erst einmal in ein Loch – selbst dann, wenn sie vorher relativ klare Vorstellungen von ihrer Zukunft gehabt haben. Aus diesem Grunde ist es nach dem Schulabschluss durchaus in Ordnung, einmal kurz innezuhalten und sich zu orientieren. Dabei helfen beispielsweise Praktika, wo man einmal die Chance hat, verschiedenste Bereiche auszuprobieren und somit in der Praxis das zu testen, was man sich vorher als attraktiv vorgestellt hat. Auf diese Art und Weise ist es leichter möglich, herauszufinden, ob man wirklich ein Leben lang in diesem Bereich arbeiten kann und will.

Das ist schließlich eine Entscheidung, die womöglich das ganze Leben mitbestimmt und von der man nicht so einfach wieder zurück kann.

Skills außerhalb der fachlichen Qualifikationen

Selbstverständlich reichen heutzutage nicht einfach nur die Kenntnisse aus, die in der Schule und der Ausbildung erlernt werden. Denn die Anforderungen sind heutzutage so vielfältig, dass keine Art von Universität, Ausbildung oder Handwerkslehre überhaupt im Stande wäre, diese ausreichend zu befriedigen.

Aus diesem Grunde müssen sie zunächst identifiziert und anschließend erlangt werden. Dazu zählen etwa die sogenannten Soft Skills, die man just so wenig wie aus dem Ausbildungswesen automatisch aus der Kinderstube mitnehmen kann. Dazu zählt etwa ein vernünftiges Selbstbewusstsein, das allerdings nie in Überheblichkeit und Arroganz münden oder eine gute Begründung vermissen lassen darf.

Artikel 1.jpg
 (Foto: Daniel Ernst - stock.adobe.com)

Mindestens genauso wichtig ist aber eine gute Sozialkompetenz. Die Fähigkeit zum Teamwork ist in Zeiten immer komplexer werdender Projekte auf der Arbeit keineswegs eine Möglichkeit, sondern geradezu eine Pflicht. Dazu gehört übrigens auch ein gewisses Einfühlungsvermögen. Damit man gut miteinander arbeiten kann, muss man sich oftmals in die Lage des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin versetzen und relativ genau verstehen können, was die Person gerade umtreibt.

Ansonsten zählen natürlich die unter anderem als preußische Sekundärtugenden bekannt gewordenen Qualifikationen zu den allerwichtigsten. Während wir von Disziplin schon die Rede hatten, ist es auch absolut notwendig, zuverlässig zu sein. Schließlich gibt es auf der Arbeit oft genug Deadlines, die wir unbedingt einhalten müssen, wenn wir Interesse haben, unsere Stelle zu behalten.

Fazit

Alles in allem ist die Wahl des persönlichen beruflichen Werdegangs also von einer Vielzahl von individuellen Faktoren abhängig. Klar ist: Mit einem klaren Willen, der eigenen Leidenschaft zu folgen und dafür auch Durststrecken in Kauf zu nehmen, kann man sehr erfolgreich und zusätzlich noch zufrieden sein.