22. November 2021 –

Corona

Kliniken füllen sich weiter mit Covid-19-Kranken

Auch im Nordwesten haben die Einweisungen von Covid-19-Kranken in die Kliniken zum Wochenbeginn abermals zugenommen. In Niedersachsen liegt die Hospitalisierungsinzidenz bei 5,6.

Eine Krankenschwester bedeckt in einem Intensivbett-Zimmer in der Asklepios Klinik ein für einen Patienten vorbereitetes Bett mit einer Folie
Eine Krankenschwester bedeckt in einem Intensivbett-Zimmer in der Asklepios Klinik ein für einen Patienten vorbereitetes Bett mit einer Folie, Foto: picture alliance/dpa

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz in Niedersachsen stieg laut Daten vom Montagmorgen auf 5,6 - für Sonntag war noch ein Wert von 5,3 angegeben worden. Die zentrale Maßzahl zur Einschätzung der Corona-Lage drückt aus, wie viele Patientinnen und Patienten mit einer nachgewiesenen Infektion (auf 100 000 Einwohner gerechnet) während der vergangenen sieben Tage neu ins Krankenhaus kamen.

Auf den niedersächsischen Intensivstationen waren mit Stand Montagfrüh 7,7 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Kranken belegt. Dies ist noch deutlich weniger als in manchen anderen Regionen, aber ebenfalls eine weitere Steigerung zum Vortag (7,4 Prozent). Auch das Gesamt-Infektionsgeschehen bleibt angespannt: Die allgemeine Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zuletzt bei 174,3. Am Wochenende war die Zahl der registrierten Neuinfektionen pro 100 000 Menschen binnen sieben Tagen noch leicht auf 159,6 gesunken.

Im kleinsten Bundesland Bremen wuchs der generelle Inzidenzwert am Montag auf 179,1, das war ebenso über dem Niveau vom Sonntag (166,4). Im bundesweiten Schnitt betrug die Sieben-Tage-Inzidenz 386,5.

Maßgeblich für die Bewertung der Pandemie-Situation sind in Niedersachsen die Krankenhaus-Neueinweisungen. Eine Corona-Warnstufe wird erreicht, wenn dieser Hospitalisierungswert sowie mindestens eines der anderen beiden Maße (Neuinfizierte, Intensivbettenbelegung) die in der Landesverordnung definierten Schwellen überschreiten.

So muss der Leitindikator Hospitalisierung den Wert 6,0 übersteigen, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann. Niedersachsen plant, in der für Dienstag erwarteten neuen Verordnung dann auch die 2G-plus-Regel vorzuschreiben - also die Zulassung nur Geimpfter oder Genesener zu vielen Bereichen in Freizeit, Kultur und Gastronomie, wenn ergänzend ein negativer Corona-Test vorgelegt wird.

Für das Ausrufen konkreter Warnungen sind teils das Land, teils die Kreise oder kreisfreien Städte zuständig. Voraussetzung ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander reißen.

(dpa)

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