16. November 2021 –

Wegen Lieferproblemen

Handel rät zu frühzeitigem Geschenkekauf

Leere Regale an Weihnachten befürchten die niedersächsischen Einzelhändler nicht. Allzu lange sollte aus ihrer Sicht die Besorgung von Präsenten aber nicht aufgeschoben werden. Einige Produkte könnten knapp werden.

Tim Brunke, Inhaber vom Spielzeuggeschäft "Tim's Klemmbausteinladen", füllt ein Regal in seinem Geschäft auf. Der Handelsverband empfiehlt sich frühzeitig Gedanken zu Geschenkeeinkäufen zu machen, da es in diesem Jahr Lieferengpässe geben könnte
Tim Brunke, Inhaber vom Spielzeuggeschäft "Tim's Klemmbausteinladen", füllt ein Regal in seinem Geschäft auf. Der Handelsverband empfiehlt sich frühzeitig Gedanken zu Geschenkeeinkäufen zu machen, da es in diesem Jahr Lieferengpässe geben könnte, Foto: picture alliance/dpa

Wegen weltweiter Lieferschwierigkeiten sollten die Menschen im Norden nach Einschätzung des Einzelhandels nicht allzu lange mit dem Kauf von Weihnachtsgeschenken warten. Das sagte Mark Alexander Krack, Geschäftsführer des Handelsverbandes Niedersachsen-Bremen (HNB), der Deutschen Presse-Agentur. Es werde zwar keine komplett leeren Regale geben, aber bestimmte Produkte seien nur begrenzt verfügbar.

Knapp sind dem Verbandschef zufolge vor allem Technikprodukte, Sportartikel oder auch Sneaker. "Das sind alles Produkte, die vom stockenden Containerverkehr an den asiatischen Häfen betroffen sind", sagte er. Die Nachfrage nach diesen Produkten sei bereits groß. Deshalb sollte man sich frühzeitig über Verfügbarkeiten informieren oder sie schon jetzt kaufen.

Das Adventsgeschäft macht für viele Einzelhändler einen großen Teil ihres jährlichen Umsatzes aus. Krack ist deshalb gegen eine 2G-Regelung im Handel, nach der nur noch Geimpfte und Genesene in die Läden dürften. "Da stellt sich auch die Frage, wie und wer das kontrollieren soll", sagte der Vertreter der Interessen der Branche. Eine Entscheidung über eine mögliche Ausweitung von 2G-Regeln könnte am Donnerstag (18. November) bei der Ministerpräsidentenkonferenz getroffen werden.

Für den 26. November hat der Handel den sogenannten Black Friday (Schwarzer Freitag) ausgerufen, einen vor Jahren aus den USA importierten Aktionstag, an dem die Branche mit Rabatten das Geschäft ankurbeln will, vor allem bei Technikprodukten. Der Black Friday sei nicht unbedingt nötig, meint HNB-Geschäftsführer Krack. "Er hat sich aber als Impulsgeber für den Beginn der heißen Phase etabliert." Viele Einzelhändler bereiteten sich schon seit Wochen etwa mit Werbung auf diesen Tag vor.

(dpa)

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