12. April 2021 –

Schwierige Situation für Vereine

Düstere Prognose für Schützenfestsaison in Niedersachsen

Schützenfeste gehören in fast jedem Ort Niedersachsens zur Tradition. Nachdem vergangenes Jahr bereits viele ausfallen mussten, schauen die Vereine erneut besorgt auf die anstehende Saison. Für manche könnte ein erneuter Ausfall der Feste ernste Probleme mit sich bringen.

Mitglieder verschiedener Schützenvereine nehmen vor dem Rathaus am Umzug des Schützenfestes teil. Die Schießsportvereine in Niedersachsen gehen wegen Corona mit großen Unsicherheiten in die neue Schützenfestsaison.
Mitglieder verschiedener Schützenvereine nehmen vor dem Rathaus am Umzug des Schützenfestes teil. Die Schießsportvereine in Niedersachsen gehen wegen Corona mit großen Unsicherheiten in die neue Schützenfestsaison., Foto: picture alliance/dpa

Die Schießsportvereine in Niedersachsen gehen mit großen Unsicherheiten in die neue Schützenfestsaison. "Wir bekommen natürlich nur vereinzelt Rückmeldungen von den Vereinen, aber bisher haben wir mitbekommen, dass in diesem Jahr wahrscheinlich nicht sehr viel stattfinden wird", sagte eine Sprecherin des Niedersächsischen Sportschützenverbandes. Momentan könne man allerdings schlecht mehrere Monate in die Zukunft schauen.

Auch beim Deutschen Schützenbund blickt man eher pessimistisch ins Jahr 2021. Ein Ausfall der Feste sei in zweierlei Hinsicht schlimm für die Vereine. "Einmal fehlt dadurch das Gesellige, zum anderen fällt für die Schützenfeste auch eine Einnahmequelle weg", sagte Robert Garmeister, Leiter der Abteilung Recht und Verbandsentwicklung. Im Gegensatz zu anderen Sportvereinen gehören die Schießanlagen meist den Vereinen selbst. "Und die Gebäude müssen natürlich auch dann unterhalten werden, wenn dort coronabedingt kein Sport und keine Veranstaltungen stattfinden können", so Garmeister. Bundesweit sei dies eine schwierige Situation für alle Vereine.

Die Organisatoren des Schützenfestes in Hannover spielen noch verschiedene Szenarien durch, wie man die Veranstaltung vielleicht doch noch stattfinden lassen kann. "Ob und in welcher Form tatsächlich veranstaltet wird, entscheiden wir zu einem späteren Zeitpunkt, wenn wir die Lage der Pandemie besser einschätzen können", sagte eine Sprecherin der Stadt. Auf der Internetseite des Schützenfestes zählt jedenfalls noch ein Countdown die Tage bis zum geplanten Beginn Anfang Juli herunter. Verträge mit den Schaustellern seien noch nicht unterzeichnet, man stehe mit ihnen aber in Kontakt. Das nach eigenen Angaben größte Schützenfest der Welt fiel im letzten Jahr aus. Für die Deckung der trotzdem laufenden Kosten stellte die Stadt Hannover 60 000 Euro zur Verfügung.

(dpa)

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