14. Oktober 2021 –

Vorwurf: Versuchter Todschlag

Fünf Männer nach Schüssen auf verfeindete Familie vor Gericht

Unter verschärften Sicherheitsvorkehrung hat am Donnerstag in Braunschweig ein Strafprozess gegen fünf Männer nach Schüssen auf eine verfeindete Familie begonnen.

Mehrere Polizeiwagen stehen vor dem Landgericht Braunschweig
Mehrere Polizeiwagen stehen vor dem Landgericht Braunschweig, Foto: picture alliance/dpa

Die Angeklagten im Alter von 20 bis 32 Jahren sollen im April in Braunschweig versucht haben, mindestens einen Menschen zu töten. Die Staatsanwaltschaft wirft den zwei Deutschen, zwei Türken und einem Tunesier unter anderem versuchten Totschlag vor. (2 KLs 859 Js 20171/21 (19/21))

Alle Beschuldigten erklärten zum Prozessauftakt im Landgericht, dass sie sich nicht zu den Vorwürfen äußern wollen. Die Anklage wirft ihnen vor, nach einem jahrelangen Konflikt einen gemeinsamen Plan zur Tötung gefasst zu haben. Zur Umsetzung soll sich die Gruppe mit einer scharfen Schusswaffe sowie Knüppeln und Macheten bewaffnet haben.

Beim Aufeinandertreffen mit den verfeindeten Familienmitgliedern in der Braunschweiger Weststadt sollen dann acht Schüsse gefallen sein. Ein Querschläger traf die Frontscheibe einer fahrenden Straßenbahn, deren Fahrer durch Glassplitter in Hals und Oberkörper verletzt wurde.

Wegen der mutmaßlichen Beteiligung eines 20-jährigen Angeklagten findet das Verfahren vor einer Jugendstrafkammer statt. Für den Prozess sind 20 Verhandlungstage bis Anfang Februar 2022 geplant. Nach Angaben eines Gerichtssprechers sind 66 Zeugen geladen.

(dpa)

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