25. November 2019 – Tamara Beck

Wusstet ihr... ?

10 Fakten über... Papenburg

Willkommen im Venedig des Nordens: Papenburg! Als südlichste Seehafenstadt Deutschlands bietet Papenburg euch aber mehr als viele Brücken, Schiffsbauten oder romantische Spaziergänge am Wasser. Hier erfahrt ihr 10 spannende Fakten über Papenburg, die ihr bestimmt noch nicht wusstet.

Fakt 1: Ein königliches Geschenk

Der Schützenverein besitzt bis heute ein richtiges Erbstück in seiner Sammlung: Ein Pokal, der ihnen 1857 von Kronprinz Ernst August überreicht wurde. Als der königliche Besuch bei Feierlichkeiten in Papenburg eintraf, bildeten die Schützen Spalier und präsentierten sich als Ehrengarde. Als Zeichen der Anerkennung übergab der Kronprinz dem über 200 Jahre alten Schützenverein einen silbernen Pokal mit persönlicher Widmung. Der Verein reicht bis heute aus diesem Pokal den "Königstrunk", in diesem Fall Wein.

Fakt 2: Hauptkanal statt Schlossallee

Georg Kröger, Inhaber eines Spielwarengeschäfts in Papenburg, fühlte sich dem Ort so verbunden, dass er ihn am liebsten auch immer zu Hause haben wollte. Also brachte er den Vorschlag zu einer eigenen Monopoly-Edition von Papenburg vor. Dieser fand bei der Gemeinde viel Zustimmung, sodass immer mehr Unterstützer und Sponsoren dazukamen. Das Projekt wurde 2015 in der Vorweihnachtszeit angegangen und erschien noch im gleichen Jahr am 23. November im Handel. Das Besondere: Die Bürgerinnen und Bürger konnten Vorschläge für die einzelnen Straßen- und Ereignisfelder für das Brettspiel einbringen und bewerten. Weitere Städte-Editionen des berühmten Brettspiels findet ihr hier.

Fakt 3: Aliens in Halle 6!

Ein Baudock der Papenburger Meyer Werft war Drehort des Science-Fiction-Films "Pacific Rim", in dem furchterregende Kaju-Monster die Erdbewohner bedrohen. In der Werft wurden unter anderem die Szenen produziert, in denen zu sehen ist, wie die Riesen-Roboter gebaut wurden, die sich gegen die Monster zur Wehr setzen sollten. Hier kommt ihr zum Trailer.

Foto: picture alliance / Carmen Jasper

Fakt 4: "Bookweitenschubberts"

Buchweizenpfannenkuchen, auf ostfriesisch "Bookweitenschubberts" oder "Boockweiten-Jannhinnerk" genannt, sind allgemein in Moorregionen, aber besonders in Papenburg, eine beliebte Spezialität. Die dicken Pfannkuchen aus Buchweizenmehl werden üblicherweise mit gebratenen Speckstreifen oder auch süß mit Apfelmus gegessen. Durch den feuchten Boden konnte Buchweizen damals sehr gut angebaut werden und war in der Moorregion die wichtigste Nutzpflanze. Für die zu der Zeit schlecht bezahlten Arbeiter war Buchweizen die günstigste und vor allem nahrhafteste Alternative, um bei Kräften zu bleiben. Noch per Handarbeit wurde der Buchweizen zu Mehl verarbeitet und für Brot oder auch Kuchenteig verwendet. Hier haben wir ein Rezept für euch.

Fakt 5: Jede zweite Gemüsegurke kommt aus Papenburg

Die Hälfte aller Gemüsegurken die in Deutschland verkauft werden, kommen aus Papenburg. 50 Millionen Gemüsegurken gehen im Jahr über eine der mehr als 60 Laderampen bis sie im nächsten Supermarkt landen. Also jede zweite Gurke, die ihr zukünftig in euren Einkaufswagen packt, kommt aus Papenburg und macht die Gemeinde in dem Bereich somit zum Marktführer.

Fakt 6: Weltrekord

Auf der Automobil-Teststrecke in Papenburg wurde der Weltrekord im Rückwärtsfahren aufgestellt. Nach mehreren Versuchen sicherte sich der Formel-E Fahrer Daniel Abt einen Platz im Guinnessbuch der Rekorde. Sein Elektroauto, ein 1.200 PS starker Prototyp mit der Typenbezeichnung "S4eP", beschleunigte auf eine Geschwindigkeit von 209,7 km/h - und das rückwärts.

Foto: picture alliance/dpa

Fakt 7: Größtes Garagentor Deutschlands

Das größte Baudock der Welt steht in Papenburg. Das Schiebetor der Baudockhalle der Meyer Werft ist 75 Meter hoch, 45 Meter breit und über 500 Meter lang. Zwei gigantische Kreuzfahrtschiffe werden jährlich aus dieser Halle ausgedockt und verlassen kurz danach Papenburg um die Weltmeere zu erkunden. Das größte jemals in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff kommt ebenfalls aus Papenburg. Es ist die AIDAnova, die 337 Meter lang ist und für rund 5.000 Passagiere Platz bietet. Zugleich ist es auch das erste Kreuzfahrtschiff weltweit, das vollständig mit umweltfreundlichem Flüssigerdgas betrieben wird. Zur Taufe des Luxusschiffs legte sogar Star DJ David Guetta auf.

Foto: picture alliance/dpa

Fakt 8: Der goldene Umschlag

Nachdem das Steamfest 2017 so gut bei den Einwohnern in Papenburg ankam, wollte die Gemeinde noch einen draufsetzen und veranstaltete mit dem "Grand Voyage Diner" ein einmaliges Schauspiel in der ganzen Region. Um noch Tickets ergattern zu können schickte die Gemeinde die Bürgerinnen und Bürger auf eine besondere Schnitzeljagd nach den begehrten "Goldenen Umschlägen". Davon wird jeweils einer in den Städten Meppen, Lingen und Papenburg versteckt, die es schnell zu finden galt. Die Gewinner konnten sich dann jeweils über 2 Freikarten für das "Grand Voyage Diner" vom 14-16. September 2018 im Wert von 200 Euro freuen. Während die Gewinner ihr Drei-Gänge-Menü genossen, tauchten sie in die spannende Geschichte des Gut Altenkamps ein und erlebten interaktiv eine Zeitreise vom Barock bis zur Gegenwart.

Fakt 9: Älteste Gemeinde in Niedersachsen

Papenburgs Stadtteil Aschendorf ist eine der ältesten Gemeinden Niedersachsens. Die Anfänge der Ortschaft gehen auf Mitte des 8. Jahrhunderts zurück. Im 9. Jahrhundert wurde hier eine der ersten Holzkirchen errichtet, bis zum 13. Jahrhundert entstanden insgesamt fünf Kirchenbauten aus Holz. Wahrzeichen des Stadtteils ist das 1730 erbaute Herrenhaus Gut Altenkamp.

Fakt 10: Der Leuchtturm von Riga steht in Papenburg

In Papenburg steht ein nahezu identischer Nachbau des Leuchtturms von Riga. 1848 saßen rund 60 Seefahrer in Riga fest, da sie aufgrund von fehlenden Windverhältnissen nicht zurück nach Papenburg kamen. Bei dem Blick auf den Rigaer Leuchtturm kam ihnen der Einfall, einen Nachbau dessen in Papenburg aufzustellen. Der kleine, aber feine Unterschied dabei: Statt Seefahrern den Weg zu leuchten, sollte der Leuchtturm in Papenburg den fehlenden Glockenturm ersetzen. Als 1911 die alte Kirche in Papenburg abgerissen und eine neue, inklusive Glockenturm, erbaut wurde, blieb der Nachbau des Leuchtturms trotzdem stehen und bekam endlich sein lang ersehntes und typisches Leuchtfeuer. Seitdem leuchtet euch der Turm nun nach einem gemütlichen Kneipenabend mit Freunden sicher den Weg durch die Dunkelheit nach Hause.

Foto: Marcus Retkowietz - stock.adobe.com

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