Wusstet ihr...?

10 Fakten über... Melle

Wusstet ihr, dass Stars wie Ed Sheeran und Helene Fischer bereits Meller Boden betreten haben? Oder dass sich Russlands Präsident Wladimir Putin gerne mit Meller Luft abkühlt? Hier erfahrt ihr zehn spannende Fakten über Melle, von denen ihr bestimmt noch nichts wusstet.

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Fakt 1: Abkühlung für Ötzi

5300 Jahre lang konservierte das Eis der Ötztaler Alpen die Gletschermumie Ötzi, heute übernimmt diesen Job eine speziell gefertigte Kühlzelle aus Melle. Beide - Ötzi und die Meller Kühlzelle - befinden sich im Südtiroler Archäologiemuseum. Durch ein kleines, quadratisches Fenster können die Museumsbesucher die Mumie sehen.

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Foto: picture alliance / Robert Parigg

Fakt 2: Die quakenden Revolutionäre

Die Meller Frösche haben es dem britischen Feldmarschall Montgomery ziemlich schwer gemacht. Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich auf dem Gut Ostenwalde bei Melle das Hauptquartier der britischen Besatzungstruppen in Deutschland. Neben Montgomery lebten auf dem Anwesen auch viele Frösche. Laut quakende Fösche. Zu laut quakende Frösche - zumindest wenn es nach dem Feldmarschall ging. Ihn störte das Gequake so sehr, dass er angewiesen haben soll, alle Frösche zu fangen und über das Wiehengebierge fortzubringen. Genützt hat es nichts: Die quakenden Revolutionäre waren bereits ein paar Tage später wieder auf dem Gutsgelände.

Fakt 3: Gib Gummi

Musikergrößen wie Ed Sheeran oder Helene Fischer und Spitzensportler aus der ganzen Welt hatten bereits Meller Boden unter ihren Füßen - ohne die Stadt überhaupt jemals betreten zu haben. Grund dafür sind spezielle Gummigranulate, die in Melle gefertigt werden. Aus diesen Granulaten wurde unter anderem die Laufbahn im Berliner Olympiastadion gefertigt, wo bereits unzählige sportliche Wettkämpfe und Konzerte stattfanden. Aber Berlin ist nicht alles! Das Meller Gummigranulat hat es sogar bis nach Dubai geschafft - auf die größte Pferderennbahn der Welt.

Fakt 4: Märchenhaftes Melle

Es war einmal vor vielen, vielen Jahren ein zauberhafter Märchenwald im Meller Berg. Dort fanden sich Groß und Klein ein, um gemeinsam eine schöne Zeit miteinander zu verbringen. Auch wenn es diese als "Meller Märchenwald" bekannten Zusammenkünfte nicht mehr gibt, so leben die Sagen und Märchen aus dieser Zeit auch heute noch in den Herzen vieler Meller Einwohner weiter. Und natürlich in dem Stadtfest "Fabelhaftes Melle". Dort gibt es zu den Themen Märchen, Sagen und Fabeln alles, was das Herz begehrt.

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Foto: shaiith - stock.adobe.com

Fakt 5: Meller Jahrbuch

Seit über 38 Jahren wird das Meller Jahrbuch "Der Grönegau" herausgegeben. An den Jahrbüchern arbeiten Meller Einwohner, Wissenschaftler und Experten von außerhalb mit. Zu den prominenten Autoren gehören unter anderem Kardinal Lehmann oder der Osnabrücker Bischof Bode. Die Vor- und Geleitworte haben bereits der Präsident des niedersächsischen Landtages und zwei niedersächsische Ministerpräsidenten ebenso geschrieben wie der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments. In diesem Jahr wird Melle sogar 850 Jahre alt - ein ganz besonderer Grund für eine Jubiläumsausgabe des Jahrbuchs.

Fakt 6: Melle und Putin - eine ganz eisige Verbindung

Melle hat Russlands Präsidenten Wladimir Putin eiskalt erwischt. Denn der zieht sich zur Entspannung und um einen kühlen Kopf zu bewahren gerne in seine Kühlsauna zurück. Und diese Kühlsauna wurde von einem Meller Unternehmen gebaut. Genauso wie die Isolierung der Polarforschungsstation Neumeyer III in der Antarktis.

Fakt 7: Zeitzeugin vergangener Jahrhunderte

Sie ist bereits über 300 Jahre alt und zeigt dennoch kaum ein Zeichen von Altersmüdigkeit: die Klausing-Orgel in der Meller Pfarrei St. Matthäus. Die Orgel wurde 1713 erbaut und zählt zu den ältesten Orgeln Norddeutschlands. Durch die besondere Bauweise aus dem 18. Jahrhundert können nur bestimmte Musikstücke auf der Orgel gespielt werden. Denn vor 300 Jahren wurden die Stücke noch nicht in allen Tonarten gespielt. Dementsprechend wurde die Orgel gebaut.

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Foto: Villiers - stock.adobe.com

Fakt 8: In Melle trennen sich Hase und Else

Ein extrem seltenes Naturphänomen gibt es in Melle: die Bifurkation. Bei der Birfukation teilt sich ein Fluss so auf, dass sein Wasser in zwei verschiedene Flusssysteme weiterfließt. In Melle gabelt sich die Hase. Ein Teil der Hase fließt unter gleichem Namen nach Nordwesten weiter. In Richtung Osten fließt der schmalere Fluss namens Else weiter.

Fakt 9: Liebe im Namen der Blume

Spiel, Spaß und Spannung wird auf dem Meller Geranienmarkt geboten. Neben verschiedenen Aktionen, Ständen und Flaniermöglichkeiten kommt hier eine Sache definitiv nicht zu kurz: die Liebe! Denn es wird in Melle erzählt, dass sich auf dem Geranienmarkt überdurchschnittlich viele Paare kennen lernen. Das bedeutet für alle Singles: Der Traumpartner wartet möglicherweise auf dem Meller Geranienmarkt auf euch!

Fakt 10: Der geteilte Ort

Die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zieht sich mitten durch den Meller Ortsteil Bruchmühlen. Der Teil westlich des Kilverbachs gehört zu Melle, der östliche Teil zählt zu der nordrhein-westfälischen Gemeinde Rödinghausen. Die Zugehörigkeit eines Ortsteils zu zwei Bundesländern führt zu unterschiedlichen kuriosen Ereignissen. Kinder aus einer Familie können zu unterschiedlichen Zeiten Ferien und schulfreie Tage haben, weil sie in verschiedenen Bundesländern zur Schule gehen. Und der Fischfang an der Else ist ebenfalls unterschiedlich geregelt, je nachdem, auf welcher Landesseite der Angler steht.

Ihr wollt noch mehr kuriose Fakten? Die gibt's hier: 10 Fakten über...

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