Wusstet ihr...?

10 Fakten über... Burgdorf

Burgdorf ist eine Stadt mit etwa 30.000 Einwohnern in der Region Hannover. Hier erfahrt ihr zehn spannende Fakten über Burgdorf, von denen ihr bestimmt noch nichts wusstet.

Foto: JS - stock.adobe.com

Fakt 1: Käfer löst Feuerwehrnotruf aus

Im Jahr 2014 gab es einen ganz kuriosen Einsatz für die Feuerwehr in Burgdorf. Am Abend des 10. Oktobers wurde ein automatischer Alarm in einem Altersheim ausgelöst. Ein Käfer fühlte sich in einem der Zimmer vom Licht einer Ständerlampe angezogen. In dieser Lampe befand sich ein Halogenleuchtmittel, welches sehr heiß wird. Hierdurch wurde der Käfer "geröstet" und es entstand Rauch im Zimmer, wodurch die Brandmeldeanlage aktiviert wurde. Beim Eintreffen der Feuerwehrmänner musste festgestellt werden, dass es in diesem Fall nichts zu löschen gibt.

Fakt 2: Burgdorfer gründet die Stadt Johannesburg

Johannesburg liegt in Südafrika und hat rund 957 000 Einwohner. Carl von Brandis aus Burgdorf verkündigte am 04.Oktober 1886 die Freigabe der Goldfelder und damit erstmals den Namen der Goldgräber-Siedlung.

"Die regte op die goudmyne is vergewe. Die mynbouvelde is gemerk. Nou hierdie nuwe stad is gestig. Sy heet Johannesburg."

"Die Rechte an den Goldmienen sind vergeben. Die Schürffelder sind abgedeckt. Nun wird diese neue Stadt gegründet. Sie soll Johannesburg heißen."

In mehreren Städten Südafrikas wurden Straßen nach ihm benannt. 1965 wurde ein Denkmal im Zentrum von Johannesburg aufgestellt. Es war das erste Denkmal, das dort zu Ehren eines Bürgers errichtet wurde.

Foto: Screenshot Google Maps
Foto: Screenshot Google Maps

Fakt 3: Hape Kerkeling: "Die Nudeln war'n lecker"

Das Hotel am Försterberg in Burgdorf nahm am 01. Juni 1991 Hape Kerkeling in Empfang. Er gastierte hier ein paar Nächte und schrieb im Hotelrestaurant in das Gästebuch: "Die Nudeln war'n lecker". Weiterhin übernachtete Fußballlegende Uwe Seeler 1980 im Hotel "Försterberg".

Fakt 4: Gitarren ohne Kopf

Alexander Claas aus Burgdorf ist gelernter Tischler, sein Herz schlägt jedoch für außergewöhnliche E-Gitarren. Das besondere hierbei ist, dass die Gitarren keinen Kopf haben. Seiner Meinung nach klinge das besser. Je nachdem, wie die Gitarre am Ende aussehen soll und klingen soll, verwendet Alexander Class spezielles Holz. Mittlerweile hat er mit dieser verrückten Idee Kunden auf auf der ganzen Welt. Eine maßgeschneiderte E-Gitarre kostet ca. 2.500 Euro. Guckt euch die außergewöhnliche Idee an: E-Gitarren ohne Kopf

Fakt 5: Eine Straße - sechs Namen

Bahnhofstraße, Große Bahnhofstraße, Theodorstraße, Adolf-Hitler-Straße, Spittastraße, Raiffeisenstraße. Aus unterschiedlichsten Gründen hat die Burgdorfer Bahnhofstraße eine kreative Namensgeschichte. Die Nationalsozialisten veranlassten den Namen "Adolf-Hitler-Straße" und die "Thoedorstraße" wurde beispielsweise nach einer Burgdorfer Persönlichkeit namens Theodor Klauke genannt.

Foto: Screenshot Google Maps
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Fakt 6: Jeder Burgdorfer war Millionär

6.000 Mark für eine Kinokarte. Ja ihr hört richtig, das waren die Kosten für den Besuch einer Vorstellung im Astoria, in Burgdorf. Gezeigt wurde der Historienfilm "Fridericus Rex" mit Otto Gebühr als Hauptdarsteller. Die Vorstellungen liefen im Jahre 1923, als in Deutschland Inflation herrschte und dauerte ca. fünf Stunden.

Fakt 7: Wer zu spät kam, musste draußen bleiben

Nachdem Burgdorf im Jahre 1433 in den Besitz des Fürstentums Lüneburg gelangt war, ließ Herzog Otto von der Heide Burgdorf mit Wall und Graben umgeben. Für die Sicherheit der Stadt sorgten drei in den Wall eingelassene Tore: das Prenntor, das Otzer Tor und das Dammtor (heute Bezeichnung: Hannoversches Tor, Celler Tor, Braunschweiger Tor). Nur an diesen drei Stellen kam man in die Stadt hinein. Das verrückte: Wer abends zu spät kam, war gezwungen bis zum nächsten Morgen zu warten. Die Tore wurden bei Tagesanbruch geöffnet und nach Sonnenuntergang wieder geschlossen.

Fakt 8: Tierische Rettungsaktion

Die Feuerwehrmänner in Burgdorf sind waschechte Pferderetter. Am 24.01.2016 ist auf einem vereisten See ein Pferd eingebrochen und ins Wasser gestürzt. Das Pferd versank bis zum Bauch im See. Die Einsatzkräfte zerschlugen die Eisdecke mit Äxten, um an das Tier zu gelangen. Mit einer Decke wärmten die Helfer das Pferd und führten es aus dem Wasser heraus. Rund eine Stunde dauerte es, bis sich das Tier wieder am Ufer befand. Diese Rettungsaktion war nicht nur für die Einwohner und Feuerwehrmänner überraschend.

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Fakt 9: Bierkrieg

Der Bürgermeister und die Bürgerschaft gerieten "feucht-fröhlich" aneinander. Im Jahre 1668 zeigte sich der Magistrat sehr spendabel und ließ Freibier an den festgelegten Fälligkeitstagen ausschenken, wenn die Bürger zum Rathaus kamen um dort ihre Stadtsteuern einzuzahlen. Im folgenden Jahr freuten sich alle auf dieses Ereignis und waren empört als sie feststellten, dass es kein Freibier mehr gab. Sie muckten auf und es gab wegen des Biers einen Riesen-Aufschrei.

Fakt 10:"Pest-Friedhof"

Bis Ende des 16. Jahrhunderts hatte Burgdorf ca. 2.000 Eiwohner. Es wurde deutlich, dass der alte Kirchhof für die Bestattungen bald nicht mehr reichen würde. Die Pestwelle führte also dazu, dass in aller Eile ein neuer Friedhof außerhalb der Stadt angelegt wurde. Ein Friedhof nur wegen der Pest.

Ihr wollt noch mehr kuriose Fakten? Die gibt's hier: 10 Fakten über... alle Städte von A bis Z

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