Hundepension oder "HuTa"?

Wohin mit dem Hund während Arbeit oder Urlaub?

Klar: Für die Urlaubstage ist es längst kein Problem mehr, Hunde in einer Haustierpension unterzubringen. Doch worauf solltet ihr da achten? Und wie ihr euren Hund auch tagsüber, während ihr arbeitet, gut betreut wisst, erfahrt ihr hier.


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 (Foto: javier brosch - Fotolia)

Tagesbetreuung in den "HuTas"

KiTa = Kindertagesstätte. Das gibt's auch für Hunde. Nur da heißt es eben kurz "HuTa" - also Hundetagesstätte. Immer häufiger findet man diese Angebote professioneller Hundebetreuer - vor allem im städtischen Bereich. Das können Einzelpersonen sein, die gerne tagsüber Hunde aufnehmen, oder richtig professionell ausgestattete Einrichtungen, in denen sich mehrere Betreuer gleich um viele Hunde kümmern.

Was kostet die Tagesbetreuung von Hunden?

Nach unseren Recherchen kostet eine professionelle Tagesbetreuung zwischen 15 und 30 Euro. Es werden aber auch häufig Monatspakete angeboten. Wer seinen Hund immer an seinen Arbeitstagen in der HuTa Hannover-Laatzen betreuen lässt, zahlt dafür beispielsweise 349 Euro im Monat.

Wie finden die Hunde das denn?

Da ist jeder Hund sicher unterschiedlich. Viele haben Spaß, wenn sie sich an die Umgebung und die anderen Hunde als Spielkameraden gewöhnt haben. Das ist eigentlich nicht anders als bei kleinen Kindern, die einen Kindergarten besuchen. Aber es gehört eine gewisse Routine und Regelmäßigkeit dazu. Hunde, die nur ab und zu mal in eine "HuTa" gebracht werden, dürften sich weit weniger wohl fühlen. Ernst gemeinter Rat an euch... bitte beantwortet für euch doch auch diese Frage: Wenn ich weiß, dass mein Hund fast täglich von morgens bis abends in einer Betreuungseinrichtung untergebracht wird - sollte ich dann wirklich einen Hund halten.

Gibt es Alternativen zu "HuTas"?

Klar. Sicher lohnt es sich, in Gedanken einmal den Kreis an Nachbarn, Freunden und Verwandten durchzugehen. Vielleicht bietet sich ja einer als perfekter Dogsitter an? Wenn das nicht hilft, probiert's doch mal über die Plattform www.leinentausch.de. Hier vernetzen sich Hundehalter mit Privat-Leuten aus ihrer Nähe, die vom "Gassi-Service" bis zur Ferienbetreuung alles anbieten.

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 (Foto: Thomas Reimer - Fotolia)

Hundepensionen - die Lösung für den Urlaub

Ein, zwei Wochen Urlaub - und der Hund kann oder darf nicht mit. Für solche Fälle gibt es Haustierpensionen. Sie heißen "Pfötchenresidenz" oder "Hunde-Hotel" und bieten eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung für euren Hund an. Der Hund wird verpflegt, erhält Auslauf und Kontakt zu Artgenossen. Gegen Aufpreis gibt's häufig auch Extra-Leistungen, wie Tierarztbesuche, Baden oder einen Hol- und Bringservice. Übrigens: Die Grenzen zwischen HuTas und Hundepensionen sind fließend. Viele HuTas bieten auch längerfristige Aufenthalte an.

Checkliste: So findet ihr die perfekte Betreuung für euren Hund

  1. Was sucht ihr genau?
    Nehmt euch Zeit, vorher genau zu überlegen, welche Form der Unterbringung ihr euch für euren Hund wünscht. In welchem Zeitraum braucht ihr eine Hundebetreuung? Wird ein Fahrservice benötigt? Welche Tagesbetreuung ist euch wichtig (Spaziergänge, Spieleinheiten, etc.).
  2. Die Suche nach der richtigen Unterbringung
    Natürlich wirft euch Google eine ganze Reihe von Betreuungsstätten in eurer Nähe aus. Wir empfehlen euch aber dringend, mit anderen Haustierbesitzern aus eurem Bekanntenkreis oder mit eurem Tierarzt zu sprechen. Können die eine Einrichtung empfehlen? Das ist meist mehr wert als eine anonyme Google-Trefferliste.
  3. Schaut euch um - und zwar genau!
    Ganz wichtig: Vertraut nicht auf Bilder im Internet. Besucht im Vorfeld am besten mehrere Einrichtungen, um sie miteinander vergleichen zu können. Und schaut genau hin: Wie sind die Räumlichkeiten? Wie steht's um die Hygiene? Gibt es kompetente Mitarbeiter? Wie wird mit anderen umgegangen? Gibt es genug Auslauf- und Spielmöglichkeiten? Werden ausreichend Spaziergänge unternommen? Fragt den Mitarbeitern ruhig ein Loch in den Bauch...
  4. Qualität hat ihren Preis
    Tja. Bitte lasst euch nicht von den Preisen abschrecken. Günstige Betreuungseinrichtungen sind vermutlich nicht ohne Grund so günstig. Wenn ihr eine professionelle Betreuung durch Menschen erwartet, die mit Leidenschaft für ihre "Gäste" da sind, dann solltet ihr nicht knauserig sein. Euer Hund wird es euch danken.
  5. Probetag vereinbaren
    Die meisten Einrichtungen bieten eine probeweise Unterbringung an. Nutzt das Angebot.
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 (Foto: picture alliance / dpa)

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