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E-Bikes

Das sind die E-Bike-Trends

Aus der Nische "nur für Rentner und Fußfaule" sind die Räder mit Motor schon längst raus. E-Bikes haben den Markt erobert. Allein in Deutschland sind 2016 über 600.000 E-Bikes verkauft worden.


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 (Foto: ghazii - Fotolia)

Die Auswahl und Modell-Vielfalt ist groß: Vom sportlichen Mountainbike über das komfortable Citybike bis hin zum Kompakt- oder Faltrad. Die Hersteller bieten für alle Bedürfnisse passende Lösungen.

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Begriffsklärung: E-Bike oder Pedelec?

Beide Begriffe werden für das motorisierte Rad verwendet. Durchgesetzt hat sich im Alltag überwiegend der Begriff "E-Bike", obwohl das in den meisten Fällen nicht korrekt ist. E-Bike bezeichnet eigentlich eine Elektro-Mofa: Der Elektromotor wird hier wie bei Motorrädern per Gasgriff am Lenkrad beschleunigt. Wer so ein E-Bike fahren will, braucht daher einen Mofa-Führerschein und ein Versicherungskennzeichen. Die Elektroflitzer schaffen immerhin Tempo 20 km/h.

Wenn wir den Begriff E-Bike verwenden, meinen wir eigentlich ein Pedelec. Pedelec steht für "Pedal Electric Cycle" und meint ein Fahrrad, das hauptsächlich über die Pedale, also mit Muskelkraft angetrieben wird. Der Elektromotor wirkt für den Fahrer nur unterstützend.


Wie auch immer - ob E-Bike oder Pedelec - die Hersteller lassen sich immer neues Zubehör, andere Fahrradtypen und Ausstattungen einfallen. Wir haben für Euch mal 3 aktuelle Trends und Entwicklungen bei den E-Bikes raus gesucht.

Trend 1: Versteckte Power

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 (Foto: ave_mario - Fotolia)

Lagen früher die Akkus noch auffällig auf hinteren Sitz oder klebten dominant in der Mitte, verschwinden die heute immer öfter im Rahmen. Auch die Motoren sind mittlerweile häufig unauffällig verbaut. Die E-Bikes profitieren von dieser Entwicklung in zweifacher Hinsicht. Einmal sehen moderne Bikes nicht mehr ganz so klobig aus und zum Zweiten sind sie wesentlich leistungsstärker geworden. Solide Hersteller bauen in die Akkus ein Batterie-Management ein, das warnt bei Fehlern oder Überhitzung und schaltet den Akku ab.

Trend 2: E-Bike 2.0

Keine Frage, natürlich lässt sich das E-Bike mit dem Smartphone vernetzen. Navigierte Fahrradrouten, Setup für den Motor oder die nächste Werkstatt kontaktieren - mit der Vernetzung bieten sich beim Radfahren alle Möglichkeiten des Internets. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Apps, die sich häufig sogar mit dem Display am Rad verbinden.

Kostenlose Apps für E-Bikes

Impulse E-Bike Navigation: Hier könnt ihr das Smartphone via Bluetooth mit dem Display des E-Bikes verbinden. Mit der App könnt ihr Routen berechnen – klassisch von A nach B, aber auch Rundtouren rund um euren jeweiligen Standort finden. Praktisch: Die App berechnet dabei immer den jeweiligen Ladestand des Akkus in die Berechnung mit ein. (iOS | Android)

Cyclemeter GPS Fahrradcomputer: Cyclemeter verwandelt euer E-Bike in einen umfassenden Fitness-Computer — mit Karten, Diagrammen, Splits, Intervallen, Runden, Ansagen, Zonen, Trainingsplänen und vielem mehr. Alle Daten werden über GPS erfasst und können auch in der Cloud gespeichert werden. (iOS)

Strava GPS von Strava Inc.: Ähnlich wie beim Cyclemeter werden hier die Daten über GPS erfasst und in Diagrammen dargestellt. Touren lassen sich vergleichen und Statistiken können erstellt werden. Außerdem gibt es hier noch eine Bike-Community, in der ihr an weltweiten Challenges teilnehmen und eure Erfolge mit anderen Bikern teilen könnt. Die App ist nicht ausschließlich für Radfahrer, sondern auch für andere Sportarten wie z.B. Laufen gedacht. (iOS | Android)

komoot: komoot bietet Offline-Karten, punktgenaue Sprachnavigation und Tipps für spannende Wanderungen, Fahrrad-Touren und Mountainbike Trails. Hier könnt ihr eure Touren nach euren Bedürfnissen und Fähigkeiten zusammenstellen. In der Basisversion ist die App kostenfrei. Geringe Kosten entstehen für regionale Karten. (iOS | Android)

Fahrradpass: In dieser App könnt ihr alle wichtigen Daten eures Rades hinterlegen. Radtyp, Hersteller, Modell, äußere Merkmale, Zubehör sowie selbstverständlich Fotos. Wird euer E-Bike geklaut, habt ihr so alle wichtigen Daten für Polizei und Versicherung an einem Ort gespeichert. (iOS | Android)

Ein weiteres nützliches Gadget:

Spybike GPS-Tracker für E-Bikes: Spybike ist ein unsichtbares Geräte, dass im Fahrrad-Rahmen angebracht wird. Mit einem Aktivierungsschlüssel (Schlüsselanhänger) könnt ihr das System scharf schalten. Wird euer E-Bike jetzt bewegt, erhaltet ihr sofort eine Alarm-SMS auf euer Handy. Gleichzeitig wird das GPS-Live-Tracking System aktiviert, das die jeweilige Position des gestohlenen Bikes an einen Trackingserver meldet. So könnt ihr sowohl am heimischen PC, als auch am Smartphone jederzeit feststellen, wo sich euer E-Bike befindet. Die Chance ist damit größer es, in Zusammenarbeit mit der Polizei, zurückzuholen und den Dieb zu überführen.

Trend 3: Mini-Flitzer mit Motor

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 (Foto: eshma - Fotolia)

Klein, cool und sehr praktisch sind die kompakten E-Bikes mit 20 Zoll-Rädern. Dabei fühlt man sich ein bisschen in die gute alte Zeit der Klappräder zurückversetzt. Die kleinen Mini-Flitzer haben es aber in sich und sehen richtig cool aus. Im letzten Jahr hat sich hier in Bezug auf Design und Modellvielfalt richtig viel getan.

Genutzt werden kann das kleine Bike von der ganzen Familie, denn Lenkerhöhe und Sitzhöhe lassen sich blitzschnell auf die richtige Körpergröße anpassen. Ein Falt-E-Bike ist vor allem in der Stadt und für Pendler ideal. Die kleinen Räder lassen sich schnell zusammenfalten, haben ein überschaubares Gewicht und passen auch in einen Kofferraum. Besonders praktisch sind sie natürlich auch im Zug. Übrigens sind die Mini-E-Bikes auch für längere Wegstrecken geeignet. Trotz der geringen Größe haben Falt-E-Bikes einen leistungsstarken Akku und eine Reichweite von 60 bis 70 km.