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E-Bikes

7 Tipps für den E-Bike-Kauf

Ein gutes E-Bike kann schon mal über 1.600 € kosten. Wenn ihr so tief in die Tasche greifen müsst, sollte der Kauf gut geplant sein. Was ihr bedenken solltet, könnt ihr hier nachlesen.

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 (Foto: autofocus67 - Fotolia)
  1. E-Bikes testen und ausprobieren
    Wenn ihr erst mal testen wollt, ob euch E-Bike fahren gefällt, dann solltet ihr erst mal eines leihen. Das geht schon ab 25 Euro am Tag. Wichtig: Nicht irgendein altes Bike aus dem Fahrrad-Verleih, sondern am besten beim Fachhändler leihen. Die haben E-Bikes auf dem aktuellsten Stand der Technik. Nur so könnt ihr euch einen guten Eindruck verschaffen und herausfinden, ob euch der Elektro-Drahtesel Spaß macht. Schließlich müsst ihr mit Kosten von mindestens 1.600 € für ein gutes E-Bike rechnen.
  2. Händler oder Discount
    Beim E-Bike-Kauf zahlt es sich aus, zum Fachhändler zu gehen. Dort bekommt ihr eine kompetente fachliche Beratung bei der Auswahl eures neuen Bikes, aber vor allem auch den Service nach dem Kauf. Einen guten Händler erkennt ihr daran, dass er euch einige grundsätzliche Fragen stellt. So findet er heraus, worauf es euch ankommt und bietet euch eine passende Auswahl an. Bei guten Händlern bekommt ihr auch die Möglichkeit einer ausgiebigen Probefahrt oder ihr könnt euer Wunsch-Bike einige Tage ausleihen und ausprobieren.
  3. Garantie und Gewährleistung
    Achtet auf Garantieleistungen. Bei hochpreisigen Rädern geben die Händler oder der Hersteller oft eine längere Garantie auf bestimmte Teile, als die gesetzlich vorgeschriebenen 2 Jahre. Hier solltet ihr im Detail nachfragen, auf welche Fahrradteile sich die Garantieleistung bezieht. Akkus sind häufig von der Garantie ausgenommen.
  4. Akku und Energie beim E-Bike
    Am Akku solltet ihr nicht sparen, greift besser auf bewährte Markenprodukte zurück. Die Akkus sind leider oft die Schwachstelle der E-Bikes. Bewährt haben sich Lithium-Ionen-Akkus und neuerdings auch Lithium-Polymer-Akkus. Sie sind langlebig und haben keinen Memory-Effekt. Die meisten Hersteller geben eine Lebensdauer von etwa 5 Jahren für Akkus an. Das ist aber abhängig von der Nutzung und der fachgerechten Lagerung der Akkus. Gute Akkus kosten zwischen 500 und 700 Euro.
    Da es in der Vergangenheit zu Akkubränden, verursacht von Überhitzungen, gekommen ist, solltet ihr drauf achten, dass ein Batterie-Management-System eingebaut ist. Das schaltet den Akku sofort ab, wenn irgendwo ein Fehler oder Überhitzung auftritt. Erkundigt euch schon beim Kauf eures E-Bikes nach den Kosten und der Lieferzeit für einen Ersatz-Akku. So vermeidet ihr später Überraschungen.
  5. Antrieb des E-Bikes
    Der Motor eines E-Bikes kann vorne, hinten oder in der Mitte sitzen. Je nachdem, wo das Herzstück des E-Bikes angebracht ist, verändern sich auch die Fahreigenschaften des Rades.
    Der Front-Motor ist eine preiswerte Lösung, außerdem kann hier auch eine Rücktrittbremse eingebaut werden.
    Der Heck-Motor ermöglicht das eher sportliche Fahren, eine Rücktrittbremse ist hier allerdings nicht möglich.
    Der Mittel-Motor ist die mittlerweile am meisten verkaufte Variante. Durch den niedrigen Schwerpunkt lässt sich das Bike gut manövrieren. Hier gibt es auch die größte Modell-Auswahl. Wir raten euch: Probiert die unterschiedlichen Antriebe aus und findet so heraus, mit welchem ihr euch wohl fühlt.
  6. Schaltung
    E-Bikes lassen sich mit einer Naben- oder Kettenschaltung ausrüsten. Für den Alltagsradler ist die Nabenschaltung am besten geeignet. Sie ist leicht zu bedienen und lässt sich gut pflegen. Ein weiterer wichtiger Grund sich für diese Schaltung zu entscheiden: Bei einer Nabenschaltung habt ihr auch eine Rücktrittbremse.
    Die Kettenschaltung ist dann ideal, wenn ihr eher zu den sportlichen Fahrern gehört, die auch mal große Touren über Berg und Tal angehen. Bei der Kettenschaltung sind die Gänge feiner abgestimmt, das ermöglicht ein ökonomisches Fahren zum Beispiel bei Steigungen.
  7. Bremsen
    E-Bikes wiegen durch Akku und Motor wesentlich mehr als normale Räder, deshalb ist der Bremsweg auch entsprechend länger. Wenn euch ein Hindernis in die Quere kommt, braucht ihr deutlich mehr Kraft beim schnellen Bremsen.
    E-Bikes lassen sich mit Scheiben oder Felgenbremsen ausrüsten. Wenn ihr gerne schnell fahrt, dann sind Scheibenbremsen unbedingt nötig. Sie sind sehr effektiv und sicher.
    Für den Alltagsradler, der eher unter 20 km/h unterwegs ist, reichen Felgenbremsen völlig aus.
    Noch besser sind hydraulische Bremsen, die sind zwar ein ganzes Stück teurer, aber dafür auch extrem zuverlässig zum Beispiel bei Nässe und Matsch.