Pannendienst

Sichere Hilfe bei Autopannen - drei Alternativen im Check

Wer sich für den Pannenfall absichern möchte, hat drei Möglichkeiten: Die Mitgliedschaft in einem Automobilclub, den Schutzbrief seines Versicherers oder eine Mobilitätsgarantie für den Neuwagen vom Autohersteller - was eignet sich für wen?


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(Foto: picture alliance/Markus Scholz/dpa-tmn)

Autopannen kommen immer zum falschen Zeitpunkt - ob vor der Arbeit oder nachts auf einer einsamen Landstraße. Plötzlich schießen einem tausend Fragen durch den Kopf: "Wer hilft? Wo melde ich die Panne? Wie mache ich das? Wieviel kostet das?" Wir verraten euch, auf was ihr achten müsst.

Möglichkeit 1: Die Mitgliedschaft im Automobilclub

Der ADAC ist hierbei deutlicher Marktführer. Es gibt viele weitere Clubs, die ähnliche Leistungen anbieten. Allerdings ist Vorsicht geboten: Manche beschränken die Kosten, die sie übernehmen oder die Anzahl der Fälle, bei denen sie helfen. Von dieser Art Club sollte man am besten die Finger lassen. Hinzu kommt, dass zwischen In- und Ausland unterschieden wird. Der ADAC verlangt hier Beiträge von 84 Euro im Jahr. Ein einfaches Mitglied hingegen zahlt jährlich 49 Euro.

Bei anderen Clubs wie ACE, ACV, ARCD, AvD, BAVC, KS oder VCD werden Beiträge zwischen 30 und 80 Euro fällig. Bei der Clubmitgliedschaft ist das Mitglied abgesichert. Das heißt, dass die Person auch mit einem anderen Auto fahren könnte und im Pannenfall trotzdem einfach Hilfe bekommt.

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(Foto: picture alliance/ dpa)

Möglichkeit 2: Der Schutzbrief

Der Schutzbrief ist in der Kfz-Versicherung enthalten. Dieser kostet lediglich einen Bruchteil der Mitgliedschaft in einem Automobilclub und bietet beinahe identische Leistungen. Die jährlichen Kosten liegen zwischen 2,99 Euro und 35 Euro, bei einigen Versicherern ist der Brief sogar ohne Aufpreis fester Bestandteil der Kfz-Police.

Einige Versicherer lehnen jedoch die Fahrzeuge ab, die ein bestimmtes Alter erreicht haben und daher pannenanfälliger sind. Zudem deckt der Schutzbrief immer nur ein bestimmtes Auto ab. Wenn ihr also mit einem anderen Auto unterwegs seid, habt ihr keinen Anspruch auf die Pannenhilfe.

Möglichkeit 3: Garantien der Autohersteller

Die Möglichkeit bietet sich für Fahrer von Neuwagen. Hier ist man durch die Mobilitätsgarantie des Autoherstellers abgesichert und benötigt keinen weiteren Schutz. Sobald die Garantie abläuft (wann, ist vom Hersteller abhängig), kann man sie in der vorgeschriebenen Vertragswerkstatt verlängern - aber natürlich nicht mehr kostenlos.

Jenseits der Pannen- und Unfallhilfe sind bei den Garantien die personenbezogenen Leistungen oft nicht enthalten - zum Beispiel der Krankenrücktransport. Selbst verschuldete Pannen schließen einige Firmen aus.

Wenn ihr euch noch unsicher seid, welche Leistungen euch am wichtigsten sind, vergleicht sie und entscheidet dann!