Baustellen

Baustellen in der Ferienzeit

Kaum ist Ferienzeit, scheinen die Baustellen wie Unkraut aus dem Boden zu sprießen. Aber ist das tatsächlich so? Und arbeitet überhaupt jemand auf den Baustellen? Oft sieht man ja niemanden... Antworten gibt's von Verkehrs-Kai.


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 (Foto: Fotolia RAW - stock.adobe.com)

Warum gibt es in den Ferien immer so viele Baustellen?

Antwort von Verkehrs-Kai:
Früher wurde tatsächlich schwerpunktmäßig in den Ferien gebaut, weil dann deutlich weniger Berufsverkehr auf den Straßen war. Inzwischen haben wir einen so großen Innovationsstau, dass die Ferienzeit gar nicht mehr zum Straßenbau ausreichen würde. Auch in der kalten Jahreszeit wird so lange weitergebaut, wie es im Straßenbau geht.

Sprechen sich die einzelnen Straßenbauämter nicht ab oder warum gibt es so viele Baustellen gleichzeitig?

Antwort von Verkehrs-Kai:
Doch, denn für jede Baustelle gibt es im Vorfeld eine Ausschreibung. Sobald danach ein Zuschlag an eine Baufirma erteilt wurde, plant die Landesbaubehörde mit ihren Zweigstellen, wie zum Beispiel mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Geschäftsbereich Gandersheim. Die informieren alle Medien und sorgen im Vorfeld fürs Aufstellen von Infotafeln – wie aktuell am Braunschweiger Südkreuz, das am Wochenende voll gesperrt wird.

Warum sieht man nie jemanden auf der Baustelle arbeiten?

Antwort von Verkehrs-Kai:
Das ist ein altes Klischee, das sich ganz zäh hält. Inzwischen wird an den meisten Baustellen in mehreren Schichten gearbeitet, wie an den Baustellen der A7 im Heidekreis, am Dreieck Salzgitter und den Talbrücken in der Hildesheimer Börde. Bei manchen Bauabschnitten müssen die Straßenbauer auch bestimmte Zeiten einhalten. Zum Beispiel dürfen Autobahnen werktags nicht tagsüber für Bauarbeiten gesperrt werden. Das ist nur über Nacht oder am Wochenende zulässig. Da kann es passieren, dass man an den Absperrungen vorbeifährt, niemanden arbeiten sieht – und nicht weiß, dass die Baufirma noch warten muss, bevor sie loslegen kann.