Cyberkriminalität

So erkennt ihr Fake-Shops im Internet

Im Internet sind viele Betrüger am Werk. Gerade zur Vorweihnachtszeit steigt die Zahl der Internetkriminellen wieder an. Wie ihr Fake-Shops im Internet erkennen könnt, haben wir für euch zusammengefasst.


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 (Foto: mpix-foto - stock.adobe.com)

Das vermeintliche Kaffeemaschinen-Schnäppchen für 491,95 Euro oder der neu bestellte Pulli für 69,99 Euro - Fake-Shops werben im Internet mit tollen Schnäppchen, die nie bei uns ankommen, mangelhaft oder gefälscht sind. Der Kreativität von Betrügern sind im Internet keine Grenzen gesetzt. Für die Verbraucher führt das meist zu großen finanziellen Schäden und oft merken sie gar nicht, dass sie Opfer von Internetkriminalität geworden sind.

Fake-Shops erkennen

  1. Kontrolliert das Impressum und die Kontaktmöglichkeiten
    Fehlt das Impressum? Ist die Identität des Unternehmers unklar? Fehlen Handelsregisternummer, Umsatzsteuer-ID und eine Mailadresse? Wenn ja, ist der Shop unseriös, denn diese Angaben müssen im Impressum stehen. Aber auch wenn das Impressum vollständig ist, ist Vorsicht geboten. Immer mehr Fake-Shops stehlen die Identitäten von ahnungslosen Internetnutzern und geben diese Daten im Impressum an.
  2. Überprüft die Internetadresse
    Abzocker kopieren die Internetadressen seriöser Anbieter, verändern sie leicht und stellen sie dann ins Netz. Manchmal nutzen sie auch abgemeldete Domains.
    Der Adresszusatz ".de" ist kein Hinweis auf einen deutschen Sitz des Händlers.
    Das Kürzel "https://" zusammen mit der Abbildung eines Vorhängeschlosses am Anfang der Adresszeile steht für eine gesicherte Verbindung. Ist das nicht vorhanden, solltet ihr den Shop meiden.
    Unter der Domain "whois" könnt ihr die Internetadressen gegenchecken. Haben Domaininhaber und Administrator Adressen in Übersee, solltet ihr den Shop ebenfalls meiden.
  3. Hinterfragt den Bestellvorgang und die Bezahlmöglichkeiten
    Wenn ihr nur die Wahl zwischen Vorauskasse, Sofortüberweisung und einer Bezahlung mit Gutschein habt, spricht das gegen den Shop. Manchmal bieten Fake-Shops auch andere Bezahlmöglichkeiten an, die dann aufgrund "technischer Probleme" jedoch nicht funktionieren.
  4. Werft einen Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)
    Holprige Formulierungen, häufige Grammatik- und Rechtschreibfehler kommen auf seriösen Shop-Seiten nicht vor.
  5. Seid bei Vertrauenssiegeln kritisch
    Vertaurenssiegel wie das "Trusted-Shop-Siegel" können von Fake-Shops ganz einfach auf die Internetseite kopiert und missbräuchlich verwendet werden. Ein Klick auf das Siegel bringt hier schnell Klarheit. Nur wenn das Siegel verlinkt ist und euch die Zertifizierungsseite angezeigt wird, könnt ihr beruhigt bestellen.

Noch mehr Hinweise, wie ihr Fake-Shops erkennen könnt, findet ihr hier im Video oder direkt bei der Verbraucherzentrale Niedersachen.

Was könnt ihr tun, wenn ihr auf einen Fake-Shop herein gefallen seid?

Wenn ihr feststellt, dass ihr Opfer von Cyberkriminalität geworden seid oder auf einen Fake-Shop herein gefallen seid, solltet ihr:

  1. Mails gut aufheben, in denen ihr den Anbieter auffordert, die Ware zu liefern oder eien Rücksendeandresse mitzuteilen
  2. Strafanzeige stellen. Das geht in Niedersachsen sogar online.
  3. eure Bank oder das Kreditinstitut kontaktieren und um Rückerstattung bitten.

Zur Enttarnung von Cyberkriminalität ist auch die Polizei auf eure Mithilfe angewiesen, wie LKA-Präsident de Vries erklärt: "Sollten Sie betroffen sein: Überwinden Sie mögliche Schamgefühle oder Zweifel, ob eine Cybertat bedeutend genug ist – erstatten Sie Anzeige! Wir sind auf Hinweise zu jedem Einzelfall angewiesen. Denn nur dann können wir Betrugsmaschen entlarven, neue Phänomene erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen treffen."