Konkurrenz für Amazons Alexa

Google Home jetzt bald in Deutschland verfügbar

In Amerika ist Google Home schon ein echter Renner. Nach etwa einem Jahr kommt der Sprachassistent jetzt auch nach Deutschland.


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Google Home Produktfoto / Copyright: Google

Siri nach dem Weg fragen, von Alexa Milch auf die Einkaufsliste setzen lassen oder mit "Ok Google" um die letzten Fußball-Ergebnisse bitten. Die Sprachassistenten sind schon längst in unserem Alltag eingezogen. Und jetzt können wir auch bald unser Zuhause mit Googles Superhirn steuern.

Anfang August wird vermutlich der Verkaufsstart in Deutschland sein.

Das macht Google Home anders als
Amazons Alexa

In vielerlei Hinsicht ähneln sich die Sprachassitenten. Aber ein paar Unterschiede gibt es dann doch

  • Der Preis
    Google Home wird etwa 130 Euro kosten. Das macht ihn etwas günstiger als Amazon Echo mit 180 Euro, auch wenn die abgespannte Variante Echo Dot nur 60 Euro kostet.
  • Das Design
    Während man bei Alexa nicht viele Möglichkeiten hat, könnt ihr bei Google Home aus 7 unterschiedlichen Farben (zu einem weißen Oberteil) wählen. Google Home ist etwa halb so groß wie Alexa.
  • Nutzung in mehreren Räumen
    Musik hören ist sicher eine der am weit verbreitetsten Nutzungen. Währen Alexa immer nur in einem Raum Musik abspielen kann, könnt ihr mit Google Home auch in mehreren Räumen den gleichen Song hören. Allerdings braucht es hier weitere Lautsprecher. Ebenso auch bei Alexa, da könnt ihr die Echo Dots relativ günstig für nutzen.
  • Mikrofone und Sprachsteuerung
    Mit technischen Daten hält sich Google noch etwas zurück. Jedoch sind zur Spracherkennung hier zwei Mikrofone verbaut, während Amazon auf sieben Stück setzt. Erste Testversuche zeigten aber schon, dass die Spracherkennung bei Google dennoch besser ist, da Google versteht, was ihr meint und nicht nur, was ihr sagt.
  • Partner-Angebote
    Da Amazon als erstes an den Start gegangen ist, gibt es hier auch die meisten Partner, die mit im Boot sind. Alexa kann zum Beispiel schon Taxis oder Pizza bestellen. Allerdings kann Google Home auf zahlreiche Google-Dienste und die hauseigene Suche zurückgreifen, so dass hier auch eine gute Grundleistung vorhanden sein sollte. Bei Musik bevorzugen beide ihre hauseigenen Dienste (Amazon Music und Google Music), bieten aber auch gängige Plattformen wie Spotify oder TuneIn an.
  • Folgefragen
    Google ist etwas smarter als Alexa. Wenn ihr zum Beispiel nach dem aktuellen Hit von Adele fragt - und danach wie viele Nummer 1 Singles SIE schon hatte, weiß Google, dass ihr noch immer von Adele redet.
  • Menschlichkeit
    Ja - etwas merkwürdig, bei einem tecnischen Gerät darüber zu reden. Aber Amazon hat viel Wert daraus gelegt, dass Alexa nicht wie Computer, sondern wie ein Mensch wirkt. Mit natürlicherer Aussprache zum Beispiel. Sogar Humor soll "sie" haben, so sind einige kleine Überraschungen versteckt. Aber auch Google zählt in seiner Feature-Liste (englisch) "Easter Eggs" auf.

Spannend könnte auch die "Multi-User-Funktion" werden. Wenn ihr also "Mama anrufen" oder "Meine Playlist spielen" sagt, erkennt Google, wer EURE Mama oder was EURE Playlist ist.

Google Home kommt in Deutschland noch diesen Sommer. Wann genau ist noch nicht raus. Der französische Google-Blog veröffentlichte den 3. August 2017 als Starttermin. Von daher kann das auch gut das Datum für den deutschen Launch sein. Andere vermuten, dass Google Home zur IFA am 1. September kommen soll.

Drei Sprachassistent-Giganten im Vergleich

Jetzt sind also alle drei Platzhirsche mit einem eigenen System auf dem Markt: Google Home, der Apple HomePod und Amazon Echo (Alexa). Wer davon am besten ist, dürfte beinahe eine Glaubensfrage sein. So wie manche eben aufs iPhone schwören, andere mit ihrem Android-Handy mehr als zufrieden sind. Am auffälligsten dürfte der preisliche Unterschied sein. Google Home kostet mit rund 130 Euro am wenigsten. Danach kommt mit 180 Euro Amazon Echo, jedoch bietet Amazon mit dem Echo Dot seine kleine Variante sogar schon für 60 Euro an. Premium-Produkt bleibt weiterhin Apple und lässt sich den HomePod 350 US-Dollar kosten. Wann der nach Deutschland kommt, ist noch unsicher. In Amerika ist Verkaufsstart für Dezember geplant, der Rest der Welt soll im nächsten Jahr folgen.

Ansonsten dürfte es spannend werden, auf welches System sich die Anbieter von Skills oder Apps konzentrieren. Denn das Gerät bei dem es das beste Nutzungserlebnis gibt, dürfte dann die Nase vorn haben.

Hier findet ihr einen ausführlichen Vergleich der drei Systeme.