Ausblick

Das ändert sich 2019 für Verbraucher

Das neue Jahr bringt für Verbraucher viele Änderungen mit sich. Ob Kindergeld, neue Euro-Scheine oder Werbung bei WhatsApp: Hier findet ihr die wichtigsten Neuerungen des kommenden Jahres im Überblick.


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Fotos: picture alliance/dpa

Mehr Kindergeld

Eltern können sich ab dem 1. Juli nächsten Jahres über eine Erhöhung des Kindergeldes freuen. Monatlich gibt es dann 10 Euro mehr pro Kind. Die alten und neuen Kindergeldbeiträge gibt es in dieser Übersicht der Verbraucherzentrale:

Erstes Kind 194 € (bis 30.06.2019) 204 € (ab 01.07.2019)
Zweites Kind 194 € (bis 30.06.2019) 204 € (ab 01.07.2019)
Drittes Kind 200 € (bis 30.06.2019) 210 € (ab 01.07.2019)
Jedes weitere Kind 225 € (bis 30.06.2019) 235 € (ab 01.07.2019)

Für Eltern, die statt des Kindergeldes den Kinderfreibetrag erhalten, erhöht sich dieser bereits am 1. Januar 2019 von 4.788 Euro auf 4.980 Euro.

Neue Euro-Scheine

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 (Foto: picture alliance/dpa)

Ab dem 28. Mai 2019 bringt die Europäische Zentralbank neue 100- und 200-Euro-Scheine in Umlauf. Sie vervollständigen die "zweite Generation" der überarbeiteten Euro-Banknoten. Ein Vorteil der neuen Scheine ist, dass sie schwerer zu fälschen sein sollen als ihre Vorgänger. Für den Verbraucher ändert sich vor allem eines: Die Größe. Die überarbeiteten 100- und 200-Euro-Scheine haben jetzt die gleiche Höhe wie die 50-Euro-Scheine und passen somit besser in den Geldbeutel.

Gesetzlicher Mindestlohn steigt

Der gesetzliche Mindestlohn wird bereits ab dem 1. Januar von 8,84 Euro auf 9,19 Euro pro Stunde angehoben. Die nächste Erhöhung ist bereits für 2020 angekündigt: Dann soll der Mindestlohn auf 9,35 Euro erhöht werden. Ebenfalls steigen einige branchenspezifische Mindestlöhne, zum Beispiel bei Pflegekräften oder Leiharbeitern.

Werbung bei WhatsApp

Der Messenger-Dienst hat angekündigt, ab Februar 2019 erstmals Werbung in seiner App zu platzieren. Eine Entwarnung gab es jedoch schon vorab: Die Anzeigen sollen sich nicht im Chat-Verlauf befinden, sondern im Statusbereich der App.

Telefonieren innerhalb der EU

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 (Foto: Antonioguillem - stock.adobe.com)

Roaminggebühren fürs Telefonieren, für SMS und mobiles Surfen im EU-Ausland sind zwar bereits seit 2017 abgeschafft, doch wer aus der Heimat ins Ausland telefoniert, muss immer noch mit großen Aufschlägen rechnen. Dem will die EU ab dem 15. Mai 2019 mit festen Preisobergrenzen ein Ende setzen. Egal ob per Handy oder Festnetz: Eine Gesprächsminute in einen anderen EU-Staat darf dann maximal 19 Cent kosten, eine SMS höchstens 6 Cent.

Höhere Rente

Gute Nachrichten für alle Rentner! Ab dem 1. Juli 2019 steigen die Renten im Westen um 3,18 und im Osten um 3,91 Prozent. Das bedeutet für den Durchschnittsrentner, den sogenannten "Eckrentner", 45 Euro mehr Rente pro Monat. Diese Erhöhung ist der nächste Schritt zur Anpassung der Rentenwerte zwischen Ost und West. Bereits ab dem 1. Januar erhöht sich die "Mütterrente II" für Eltern, deren Kinder vor 1992 geboren wurde. Der Elternteil, der das Kind überwiegend erzogen hat, bekommt nun statt 2 Entgeltpunkten 2,5 Punkte gutgeschrieben.

Infoblatt für Versicherungen

Wer ab Januar 2019 eine Haftpflicht-, Hausrat- oder Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, muss vom Versicherer ein neues Informationsblatt vorgelegt bekommen. Mit dieser Änderung soll für mehr Klarheit beim Versicherten gesorgt werden. Noch bevor der Kunde seine Unterschrift setzt, muss er auf maximal drei Seiten über alle wichtigen Inhalte des Vertrags (Laufzeit, Ausschlüsse, Risiken, etc.) informiert werden.

Mehr Pflegepersonal

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 (Foto: Halfpoint - stock.adobe.com)

Am 1. Januar 2019 tritt das neue "Pflegepersonal-Stärkungsgesetz" in Kraft, welches den Personalengpässen im Pflegebereich entgegenwirken soll. Es sieht vor, dass in der stationären Altenpflege 13.000 neue Stellen eingerichtet werden. Durch das neue Gesetz sollen außerdem Anreize für mehr Ausbildungsplätze geschaffen werden. Anders als bisher werden die Vergütungen für Azubis im Pflegebereich im ersten Ausbildungsjahr vollständig von den Krankenkassen übernommen.

Diesel-Fahrverbote in weiteren Städten

Auch im nächsten Jahr kommt es zu weiteren Diesel-Fahrverboten in deutschen Städten. Betroffen sind unter anderem Stuttgart (Januar), Frankfurt (Februar), Bonn und Köln (April), Essen und Gelsenkirchen (Juli). Auch in Mainz und Berlin drohen im Laufe des Jahres in Teilen der Stadt Fahrverbote.

Bessere Kennzeichnung von Pfandflaschen

Ab dem 1. Januar 2019 tritt auch ein neues Verpackungsgesetz in Kraft. Es schreibt Getränke- und Supermärkten vor, an Regalen gut sichtbar zu kennzeichnen, ob man es mit Ein- oder Mehrwegflaschen zu tun hat. Darüber hinaus fällt nun für mehr Produkte Pfand an: Auch auf Fruchtschorlen und Milchmischgetränke (z.B. Vanillemilch) werden künftig 25 Cent Pfand erhoben. Weiterhin vom Pfand befreit bleiben Säfte und Weine.