Gar nicht übel?!

Seetroën: Die Brille gegen Reisekrankheit

Ein Drittel aller Menschen ist mindestens einmal im Leben reisekrank. Jeder kennt das unangenehme Gefühl, ob im Auto, auf dem Schiff oder im Flugzeug - doch damit soll jetzt Schluss sein.


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Der französische Autohersteller Citroën hat eine Brille auf den Markt gebracht, die gegen Reisekrankheit helfen soll: Die Seetroën.

Wie genau diese neue Brille aussieht und funktioniert, könnt Ihr Euch auf der Website von Citroën durchlesen oder in diesem Video anschauen:

Was ist die Reisekrankheit und woher kommt sie?

Laut dem Unternehmen leiden mehr als 30 Millionen Menschen unter Übelkeit beim Reisen. Diese "Motion Sickness" entsteht durch einen Unterschied in der Wahrnehmung zwischen dem Sichtfeld und dem Gleichgewichtsempfinden des Körpers. Das heißt, wenn man zum Beispiel im Auto ein Buch liest, sieht das Auge einen ruhigen, unbewegten Gegenstand und sendet dem Körper Signale, dass man sich in Ruhe befindet. Dies steht jedoch im Widerspruch dazu, dass sich das Auto sowohl nach rechts und links als auch nach oben und unten bewegt und das Gleichgewichtsempfinden somit signalisiert, dass man sehr wohl in Bewegung ist. Aufgrund dieser konfliktären Wahrnehmungen entsteht dann Motion Sickness, also Reiseübelkeit.

Die Seetroën

Die Idee hinter der Brille basiert auf der "Boarding-RingTM"-Technologie, die das gleichnamige französischen Start-Up aus Var entwickelt hat, um gegen Übelkeit bei Virtual Reality-Brillen vorzugehen. An die durch diese Technologie entstandene Brille sind vier Ringe montiert, zwei vor den Augen wie normale Brillengläser und je ein Ring rechts und links seitlich von den Augen. Die Ringe sind befüllt mit einer blauen Flüssigkeit, die bei Bewegen des Kopfes immer parallel zum Horizont stehen bleibt. Dadurch wird ein sogenannter "künstlicher Horizont" erschaffen, was laut Citroën bei 95% der Fälle gegen Reisekrankheit geholfen hat.

Die Brille ist ab sofort bei Citroën erwerblich und kostet 99,-€.