Eichhörnchen brauchen Hilfe

Eichhörnchen in Futternot - so könnt ihr helfen

In diesem Jahr war der Sommer bekanntlich besonders heiß und trocken. Aber Eichhörnchen bekommen gerade jetzt die Folgen der Sommerhitze zu spüren, weil sie nicht genug Futter für den Winter finden. Wie ihr den süßen Nagern helfen könnt, erfahrt ihr hier.


Eichhörnchen.jpeg
 (Foto: Frank - stock.adobe.com)

Eichhörnchen haben wegen Veränderungen in Klima und Umwelt schon seit einiger Zeit mit Problemen zu kämpfen. Dieser Sommer macht es ihnen nun besonders schwer, den Winter gesund zu überstehen. Wegen der starken Hitze sind die Nüsse und Früchte in diesem Jahr schon sehr früh gereift und von den Bäumen gefallen. Das hat es den Eichhörnchen bisher leicht gemacht, Futter zu finden. Schwere Folgen hat das jedoch für die kommenden Monate, in denen nicht mehr genug Nüsse für den Wintervorrat der Eichhörnchen übrig sind. Wenn die Hörnchen den Winter über nicht genug Futter bekommen, gehen sie geschwächt ins Frühjahr, was zur Folge hat, dass auch die Jungtiere geschwächt zur Welt kommen - der Futtermangel stellt eine große Gefahr für die Tiere dar.

Hilfe für Eichhörnchen

Für Eichhörnchen in Not gibt es Hilfsvereine und Notfallstationen, die geschwächte und kranke Tiere aufnehmen und pflegen. Aktuell sind die jedoch komplett ausgelastet, weil es so viele Notfälle gibt - so auch der Eichhörnchen-Hilfe Berlin/Brandenburg e.V., der derzeit keine kranken Tiere mehr aufnehmen kann, da die Station komplett ausgelastet ist. Damit die Tiere, die keinen Platz mehr in solchen Hilfsstationen finden, den Winter trotzdem gesund überleben, könnt auch ihr helfen!

Die Eichhörnchen-Hilfe Berlin/Brandenburg hat uns diese Tipps verraten, mit denen ihr den niedlichen Nagern helfen könnt, gut durch den Winter zu kommen:

  • Legt den Tieren ungeschälte Haselnüsse, Sonnenblumenkerne und Walnüsse in den Garten oder auf den Balkon. Die Walnüsse könnt ihr vorher einmal anknacken, um zu überprüfen, dass sie nicht schimmlig sind. Die Tiere mögen außerdem auch Trockenobst und Avocado.
  • Bringt das Futter an einer erhöhten Stelle an, damit es nicht von anderen Tieren weggefressen wird. So vermeidet ihr auch, dass Ratten angelockt werden.
  • Ihr solltet den Eichhörnchen keine Eicheln und kein Brot geben, das schmeckt ihnen nicht und Getreideprodukte vertragen sie auch nicht.
  • Stellt eine flache Schale Wasser raus. Das könnt ihr das ganze Jahr über machen, denn Wasser ist für die Eichhörnchen immer überlebenswichtig.
  • Wenn ihr regelmäßig Spaziergänge macht und dabei immer die gleiche Strecke lauft, könnt ihr den Eichhörnchen auch hier Wasser und Futter hinstellen.
  • WICHTIG: Wenn ihr einmal mit dem Füttern angefangen habt, müsst ihr das regelmäßig bis zum Frühjahr fortführen! Es hilft den Eichhörnchen nicht, wenn sie an einer gewohnten Futterstelle plötzlich nichts mehr zu Essen bekommen.

Wenn ihr den Eichhörnchen helfen wollt, fangt am besten gleich schon mal mit dem Füttern an. Im Moment gibt es für die Hörnchen zwar noch genug Nüsse in der Natur, aber zeigt den Tiere schon mal, dass in eurem Garten eine Futterstelle ist. Richtig mit dem Füttern anfangen, solltet ihr dann spätestens im Oktober, ab da wird es schwieriger für die Eichhörnchen, Nüsse in der Natur zu finden.