Fachkraft statt Chefarbeit - sparen durch Outsourcing

Die Welt wandelt sich in einer rasanten Geschwindigkeit - Digitalisierung ist das StichwortViele Bereiche werden immer komplexer. Wie entscheidet man klug, wann sich Outsourcing lohnt? Wir haben Tipps und Anregungen für die gängigsten Bereiche für euch zusammengestellt.


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Ein selbständiger Unternehmer zu sein ist nicht einfach, denn die Welt wandelt sich in einer rasanten Geschwindigkeit. Digitalisierung ist das Stichwort, doch das ist nicht der einzige Punkt. Viele Bereiche werden immer komplexer. Knapp die Hälfte der Gründer in Niedersachsen arbeitet vielleicht auch aus diesem Grund erst einmal nebenberuflich im eigenen Unternehmen. Es gibt in der Region vergleichsweise wenige Gründer, aber diese sind in der Regel sehr gut vorbereitet und haben einer schlüssige Geschäftsidee. Sie kennen auch viele der Möglichkeiten, wie Unternehmen sparen können, indem sie bestimmte Aufgaben an andere übertragen. Nur wann ist das sinnvoll, und wie entscheidet man klug, was das Outsourcing betrifft? Man lässt in der Regel ja auch seine Winterreifen bei den Fachleuten in der Werkstatt aufziehen, würde aber nicht täglich auswärts essen, nur weil der Koch ein Profi ist.

Übrigens: Durch das Outsourscing könnt ihr auch Aufgaben delegieren, bei denen es sich nicht lohnen würde, eine eigene Fachkraft anzustellen. Ihr teilt sich sozusagen die Dienstleistung des Anbieters mit anderen Unternehmern. Wir haben Tipps und Anregungen für die gängigsten Bereiche für euch zusammengestellt.

Neuartige und beliebte Bereiche für das Outsourcing

  • Habt ihr schon einmal vom Beruf der VA gehört? Die virtuelle Assistenz ist ein recht neuer Zweig unter den unternehmerischen Dienstleistungen. Diese Personen übernehmen etwa Aufgaben der Kommunikation, Textverarbeitung bis hin zu Projektmanagement, Betreuung der Social Media Kanäle und viele andere. Ein Bereich, in dem es besonders auf Vertrauen ankommt!
  • Die Logistik ist eine Sparte, in dem Aufgaben generell an Profis übertragen werden. Ein gutes Beispiel sind Behälter, die überall gebraucht werden, wo Waren aufbewahrt und verschickt werden. Unternehmen wie sprintBOX sichern die Liquidität ihrer Kunden, weil sie alle Aufgaben rund um die Boxen übernehmen. Sie müssen von den Kunden weder gekauft noch gewartet werden und stehen immer in ausreichender Menge und in bestem Zustand zur Verfügung.
  • Manche Anbieter bieten Services im großen Stil, wie etwa Amazon, das umfangreiche logistische Dienstleistungen anbietet. So verschickt es etwa die Waren seiner Kunden und wickelt auch die Rücksendungen ab. Allerdings ergeben sich dadurch auch gewisse Abhängigkeiten, die bei einem so großen Konzern durchaus auch zum Nachteil gereichen können.
  • Die Buchhaltung ist einer der Bereiche, der von den meisten Unternehmen spätestens nach einer gewissen Zeit am Markt outgesourct wird. Es ist nicht nur zeitaufwendig, sich selbst um die Buchhaltung und Steuer zu kümmern, um das optimale Ergebnis zu erzielen, ist häufig auch Fachkenntnis notwendig.
  • Content Marketing, Suchmaschinenoptimierung und Social Media Marketing sind Bereiche, in denen mittlerweile echtes Fachwissen gefragt ist. Hier lassen sich die besten Ergebnisse erzielen, wenn man Fachleute ans Steuer lässt.

Wie aber entscheidet man, welche Bereiche man auslagern möchte? Es ist völlig in Ordnung, wenn gerade kleine Unternehmer am Anfang alles selbst in der eigenen Hand haben und vielleicht noch die Familie für bestimmte Aufgaben heranziehen. Wenn das Unternehmen jedoch wächst, ist das nicht mehr möglich, man ist viel zu beschäftigt, um alles selbst erledigen zu können. Dann ist es Zeit, bestimmte Aufgaben an Profis zu übertragen, und welche das sein sollen, lässt sich mit den folgenden Fragen leichter beantworten:

Die wichtigsten Fragen rund um das Auslagern von Aufgaben im Unternehmen

Was ist mein Kerngeschäft?

Die Beantwortung dieser Frage liefert den entscheidenden Hinweis auf die Aufgaben, die man auf keinen Fall an andere übertragen sollte. Wird man etwa für sein schönes und individuelles Handwerk gelobt, sollte man keinesfalls anderen die Aufgaben erledigen lassen, auch wenn es vielleicht günstiger wäre. Dort, wo der eigene Stil und die Individualität einfließen, sollte man das Heft in der Hand behalten. Entwirft man hingegen Designs für Textilien, ist es bei gleichbleibender Qualität egal, bei welchem Anbieter man diese letztendlich drucken lässt. Alle Aufgaben, die entscheidend für das Gesicht des Unternehmens sind, sollten also „im Haus“ bleiben.

Welche Aufgaben sind immer gleich?

Am leichtesten lassen sich solche Aufgaben auslagern, die immer gleich bleiben und keine speziellen Entscheidungen bedürfen. Die Logistik und die Steuer sind hierfür sehr gute Beispiele. Es lässt sich bei diesen Aufgaben leicht vermitteln, was man von seinen Dienstleistern erwartet. Es werden entsprechende Verträge aufgesetzt, in denen die Aufgaben genau beschrieben werden. Macht der Chef nicht mehr alles selbst, lässt sich zudem kräftig sparen, denn seine gebundenen Ressourcen können für das Unternehmen Verluste bedeuten. In der Zeit, in der er über der Buchhaltung schwitzt oder Waren ausliefert, könnte er auch innovative Ideen entwickeln oder Kontakte knüpfen, die das Unternehmen voranbringen.

In welchen Bereichen hakt es noch im Unternehmen?

Schon wieder die Steuer zu spät gemacht und eine Mahngebühr kassiert? Das Marketing steckt in den Kinderschuhen und die Konkurrenz zieht an einem vorbei? Es gab Fehler in der Buchhaltung, die jetzt finanzielle Folgen haben? Dann wird es Zeit, die entsprechenden Bereiche auszulagern und einen Profi zu betrauen. Bei diesem lässt sich etwa auch eine bestimmte Fehlerquote vereinbaren.

Natürlich muss auch berechnet werden, wie aufwendig es am Ende tatsächlich ist, einen Außenstehenden einzuarbeiten. Bei professionellen Dienstleistern ist das in der Regel kein Problem.

Was bringt eine Auslagerung wirklich?

Eine Auslagerung ist immer dann sinnvoll, wenn sie Arbeitszeit im Unternehmen frei macht, die anderweitig deutlich sinnvoller eingesetzt werden kann. Eine Fachkraft, die sich mit einer fachfremden Aufgabe abmüht, kann sinnvoller eingesetzt werden.

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