Suche nach dem Ausbildungsplatz

Eine Lehrstelle finden? Kein Problem!

Die Suche nach einem Ausbildungsplatz gehört für die meisten Jugendlichen zu den wichtigsten Schritten ihres jungen Daseins. Doch gerade deshalb sollte man hier nichts dem Zufall überlassen.


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Die „eierlegende Wollmilchsau“. Einen Job zu finden, der gut bezahlt wird, zukunftsträchtig ist und auch noch Spaß macht. Doch es ist keine unmögliche Aufgabe.

Der Winter ist fast da und damit beginnt für viele, die im kommenden Jahr die Schule verlassen, die große Jagd um den vielleicht ersten Job ihres Lebens. Leicht ist das nicht, denn trotz Fachkräftemangel gibt es auch Ausbildungsberufe, bei denen sich nach wie vor 30 Schüler um eine Stelle bewerben. Wie man seinen Job findet, ihn erkämpft und behält, verraten wir auf den folgenden Zeilen.

1. Die Marktlage

Vielleicht hat man schon durch vorangegangene Praktika einen Plan – vielleicht ist der Ausbildungsberuf aber auch noch eine Gleichung voller unbekannter Faktoren. Genau deshalb betrachten wir zunächst mal die generelle Situation.

Wie sieht es in Niedersachsen aus?
Sagen wir es so: Besser als noch vor wenigen Jahren. Der generelle Trend auf dem Ausbildungsstellenmarkt sieht so aus, dass sich die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze und der Bewerber mittlerweile scharf angenähert haben, bei uns im Bundesland ticken die Uhren aber noch ein wenig anders.

2015 beklagten die niedersächsischen Unternehmen noch über 7000 unbesetzte Ausbildungsstellen. Im vergangenen Jahr waren es immerhin noch 3500. Für Azubis in Spe ist das aber nur teilweise eine gute Nachricht, denn viele der offengebliebenen Stellen gehörten zu Berufen und Firmen, die nicht wirklich attraktiv für Jugendliche waren – und sei es nur, weil sie „in der Pampa“ lagen.

Besonders überlaufene Ausbildungsberufe
Alljährlich lassen sich in Niedersachsen rund 55.000 Jugendliche bei der Arbeitsagentur auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz registrieren. Doch fast die Hälfte von ihnen fokussiert sich nur auf eine Handvoll Jobs. Bei den Jungs ist das der seit Jahren ungebrochene Hang zum Autoschrauber und bei den Mädels die Bürokauffrau.

Das heißt zwar nicht, dass man sich nicht auf diese Berufe bewerben sollte. Aber man muss eben damit rechnen, sich gegen viel Konkurrenz durchsetzen zu müssen.

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Jobs mit Zukunft
Wer diesen Artikel gerade auf Smartphone oder Tablet liest, hat schon einen Hinweis, wohin die Reise geht. Denn die Zukunft ist elektrisch und digitalisiert. Kein Wunder, dass in diesem Segment die vielleicht zukunftsträchtigsten Posten zu finden sind. Etwa:

  • Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung (wegen des explodierenden Online-Handels)
  • Technische Produktdesigner
  • Fachinformatiker
  • Elektroniker für Betriebstechnik
  • Technische Systemplaner
  • Mathematisch-Technische Softwareentwickler

Allerdings sind Elektro und Digital nicht die einzigen zukunftsträchtigen Sparten. Denn auch die Pflege sucht händeringend Nachwuchs, der Einfühlungsvermögen hat, zupacken kann und ein großes Herz besitzt.

2. Seinen Ausbildungsberuf finden

Die wenigsten Jugendlichen denken großartig über die Zukunft nach. Genau das muss man aber bei der Ausbildungsplatzsuche beachten. Denn im Endeffekt geht es darum, etwas zu finden, an dem man nicht nur sein restliches Leben lang Spaß hat, sondern das einem auch noch in dreißig, vierzig Jahren den Kühlschrank füllt. Das ist im Prinzip möglich, man muss nur die richtigen Fragen an sich selbst stellen.

Deine Stärken, deine Schwächen?
Nobody’s perfect. Man muss nicht schon vor dem ersten Lehrjahr alles über seinen Beruf wissen. Aber man sollte definitiv auf seine Schulnoten und (gern vergessen) seine privaten Leidenschaften schauen:

  • Sollte man Kfz-Mechatroniker werden, wenn man schon beim Aufbau eines Lego-Technik-Baggers strauchelt?
  • Ist Altenpflegerin wirklich der Traumberuf, wenn man schon ungern zu Opa und Oma fährt?
  • Reicht es für die Informatiker-Ausbildung, den Klassenrekord im Whatsapp-Schnellschreiben zu halten?

Ein Ausbildungsberuf, den man gerne macht, enthält auch immer Dinge, die einen vielleicht schon seit Jahren privat begeistern und für die man richtig brennt – sofern sie „berufsnah“ sind.

Wie wichtig ist das Ausbildungsgehalt?
Wir kommen zu einem kritischen Punkt. Klar ist, dass die Ausbildungsvergütung möglichst hoch sein soll. Der erste Haken daran: nicht alles, was einem gut gefällt, wird auch gut bezahlt. Und der zweite Haken sieht so aus, dass selbst die Ausbildungen, die gut bezahlt werden, nicht zwangsläufig bedeuten, dass es nach dem Abschluss finanziell weiter steil bergauf geht. Aber wenn es die nackten Zahlen sein sollen, dann sind diese Ausbildungsberufe am besten bezahlt:

  1. Fluglotsen
  2. Piloten
  3. Versicherungskaufleute
  4. Bankkaufleute
  5. Mechatroniker
  6. Binnenschiffer
  7. Polizisten
  8. Technische Zeichner
  9. Fachinformatiker
  10. Verwaltungsfachangestellte

Und die schlechtbezahltesten Berufe? Nun, da führen die Friseure die Liste einsam an, gefolgt von den Arzthelfern, Einzelhandelskaufleuten, Köchen und leider auch Pflegepersonal.

Auch gemein: Selbst der Name hat Auswirkungen aufs Gehalt.

Nicht zu kurzfristiges Denken, bitte
Kritisch ist auch dieser Punkt, denn er erfordert Weitsicht, die viele Jugendliche schlicht nicht haben. Denn ein Ausbildungsberuf muss nicht nur den jetzigen Interessen entsprechen, sondern auch den zukünftigen.

Man muss also in der Lage sein, zumindest abzuschätzen, wie gut einem die Tätigkeit auch noch in fünf oder zehn Jahren gefallen wird. Und dann will ja auch das Körperliche bedacht sein. Alle paar Monate geistert das Thema „höheres Renteneinstiegsalter“ durch die Medien. Doch gerade im Handwerk sind die meisten dabei herbeiphantasierten Altersstufen kaum haltbar. 71-Jährige Maurer? 69-Jährige Fliesenleger? Undenkbar, denn alle körperlichen Jobs verschleißen die Gesundheit massiv.

Doch Langfristigkeit manifestiert sich nicht nur im „Bock-Haben“ und dem Renteneinstiegsalter, sondern auch noch etwas anderem:

Jobchancen gehen (leider) über alles
Nämlich den Zukunftschancen des Berufs. Wird es auch noch in 40 Jahren Kfz-Mechatroniker geben? Absolut, denn selbst dann, wenn alle in selbstfahrenden Roboter-Elektroautos durch die Gegend rollen, müssen die ja trotzdem von irgendwem repariert und gewartet werden.

Aber wie sieht es für Fotografen aus? Schon jetzt wurde der Beruf durch die Digitalfotografie arg gebeutelt. Und zukünftig kommen noch bessere Kameras auf den Markt, die den Profi-Fotografen fast jegliche Daseinsberechtigung rauben werden.

So hart es klingt, aber heutzutage muss der Fokus leider vorrangig auf die Zukunftschancen des Berufs gerichtet werden. Denn schaut man sich mal an, welche Jobs von der Digitalisierung bedroht sind, wird die Auswahl verdammt klein. Wirklich sicher sind nur die Felder, in denen es um Empathie und Emotionen geht, also um etwas, das sich (mittelfristig) nicht durch Chips ersetzen lassen wird.

Wie weit willst Du es bringen?
Die letzte Frage, die man sich stellen sollte, ist die nach Aufstiegschancen. Natürlich, in den allermeisten Berufen ist nach der Ausbildung erst die „Mittelstufe“ erreicht, Meister und ähnliches ist praktisch überall als Fernziel drin.

Doch einige Berufe und Abschlüsse gehen noch viel weiter in der Karriereleiter hinauf. Gerade in den technischen Sparten gibt es viele Möglichkeiten, später auch zu studieren. Gleiches gilt für die kaufmännische Ebene. Doch man muss sich eben jetzt darüber informieren, welcher Beruf welche konkreten Aufstiegsmöglichkeiten bietet. Denn auch wenn es heute noch verlockend klingen mag, einfach nur als Geselle zu arbeiten, sieht die Lage in zehn Jahren, mit Partner und Kindern, vielleicht schon ganz anders aus.

Alternative seltene oder uncoole Berufe?
Wer die bisherigen Punkte auf sich selbst angewendet hat, der hat zumindest eine mehr oder weniger große Zahl an potenziellen Berufen. Doch auch wer mit leeren Händen dasteht, muss nicht verzagen. Denn die anfangs genannten offenen Stellen liegen eben klar bei den weniger beliebten Berufen. Anders ausgedrückt: Autowerkstätten müssen nicht sich um Azubis sorgen, Metzgereien jedoch schon. Bitte nicht direkt abwinken, denn gerade die landläufig als uncool verschrienen Berufe können in Sachen Jobsicherheit punkten:

  • Bäcker
  • Fleischer/Metzger
  • Köche
  • Hotelkaufleute

Dabei gibt es einen gut sichtbaren Trend: Alles was mit Tourismus oder Lebensmitteln zu tun hat, ist chronisch unterbesetzt. Gute Gelegenheit also, hier etwas zu bekommen – selbst wenn die Noten vielleicht nicht unbedingt mitspielen.

Ein weiterer Punkt sind seltene Berufe. Meistens sucht man dort Azubis nur deshalb vergeblich, weil die Jobs so unbekannt sind und es nur wenige Lehrherren in ganz Deutschland gibt.

  • Instrumentenbauer
  • Büchsenmacher (fertigen und reparieren von Schusswaffen)
  • Glockengießer
  • Glasbläser
  • Brauer und Mälzer (machen Bier in allen Facetten)
  • Kürschner (be- und verarbeiten Pelze)

sind nur einige eher unbekannte und seltene Berufe aus einer langen Liste. Und fast alle davon haben eine Jobgarantie, weil der Nachwuchs so dünn gesät ist.

3. Seinen Ausbildungsplatz bekommen

Man hat sich auf einen Beruf festgelegt? Die passenden Firmen gefunden? Perfekt! Dann geht es jetzt darum, sich auch den Ausbildungsplatz zu sichern.

Die Unterlagen
Der künftige Ausbildungsbetrieb will wissen, mit wem er es zu tun hat. Deshalb muss man ihm die Aufgabe so leicht wie möglich machen. Zu einer guten Bewerbung gehört folgendes:

  • Eine Bewerbungsmappe – es muss nicht eine aus Leder sein und sie kann bei Online-Bewerbungen ganz entfallen
  • Ein aktuelles Passfoto in neutraler Kleidung(!)
  • Das Anschreiben, in dem man darlegt, warum man sich bewirbt und warum man der Beste für die Firma ist
  • Die letzten drei Schulzeugnisse
  • Nachweise und Zeugnisse etwaiger Praktika
  • Lebenslauf

Und das war es. Allenfalls wenn man Unterlagen hat, die zum Beruf passen (Trainerscheine usw.), kann man diese dazu packen. Aber Sportabzeichen, Fleißsternchen und Ähnliches haben in der Bewerbung nichts zu suchen.

Das wichtigste Dokument
Viele glauben, das Anschreiben wäre das wichtigste Dokument der Bewerbung. Falsch, denn für viele Personaler ist das nur „Blabla“. Wichtiger ist der Lebenslauf. Tabellarisch muss er sein und er darf keinesfalls die gerne und häufig gemachten Fehler enthalten. Lücken, die länger als acht Wochen dauern, sind dabei ein großes Tabu. Dicht gefolgt danach kommen überflüssige Infos wie Name der Eltern und Geschwister oder Bilder, die erkennbar keine Bewerbungsfotos sind, sondern aus dem privaten Bereich stammen.

Doch das größte Gift sind Rechtschreibfehler. Das ist in Zeiten von Autokorrektur in Word und Co. einfach ein No-Go. Deshalb immer mindestens eine zweite Person drüber lesen lassen – im Zweifelsfall den Deutschlehrer.

Hilfe, die rufen an!
Kommt man in die engere Wahl, wird vielleicht irgendwann das Handy klingeln. Und hier kann man jedem angehenden Azubi nur raten, sich am besten gleich nach der Bewerbung die Firmennummer einzuspeichern, damit man auf dem Display sofort sieht, wer anruft. Klappt das wegen einer Telefonanlagen-Nummer nicht, dann bitte bei jeder unbekannten oder nicht eingespeicherten Nummer höflich mit „Nachname + ja, bitte?“ und bloß nicht mit „Yo, was gibt’s?“ oder „Wer stört?“ drangehen.

Mega-hilfreich: immer Zettel und Stift in der Tasche haben, falls man wichtige Daten (etwa Ort und Uhrzeit des Vorstellungsgesprächs) mitgeteilt bekommt. Klingt blöd, wenn man gerade unterwegs ist und mit „Sekunde, ich habe keinen Zettel zur Hand“ antworten muss.

Das Vorstellungsgespräch
Egal wie gut die Bewerbung war, beim Vorstellungsgespräch kann man alles verbocken. Es beginnt bei der Kleidung. Da gilt „kleide dich etwas besser, als für den Beruf nötig“. Wer also Schreiner werden will, ist mit Jeans, Polohemd und Sakko gut bekleidet. Wer jedoch etwas Kaufmännisches lernen möchte, sollte es nicht unter dem vollen Anzug bzw. Business-Kostüm tun. Kappen und Co. sind ebenso tabu wie grellbunte Sachen, Band-Shirts oder auffälliger Schmuck und Frisuren.

Und dann gilt: Hochdeutsch reden, keine Slang-Ausdrücke verwenden aber auch nicht versuchen, künstlich hochgestochen zu sprechen. Personaler wissen, dass sie es mit Jugendlichen zu tun haben.

Ausbildungsvertrag-ABC

Wenn alles geklappt hat, kommt noch der letzte Punkt, der Ausbildungsvertrag. Eigentlich eine Formalie, aber man sollte darauf achten, dass die wichtigsten Punkte enthalten sind und darin keine Stolperdrähte vorkommen, wie etwa Verpflichtungen, nach der Ausbildung im Unternehmen zu verbleiben oder dass darin Schadenersatzforderungen ausgeschlossen werden.

4. Seinen Ausbildungsjob rocken

Ausbildungsvertrag unterzeichnet? Astrein! Dann muss man nur noch die folgenden Punkte beachten, damit die Sache läuft. Denn so altbacken es auch klingt, aber: Lehrjahre sind keine Herrenjahre.

Riesen Ohren, kleiner Mund
Egal wie fit man im Metier auch schon vorher war, als Azubi sollte man sich so verhalten, als wüsste man gar nichts. Alle Vorgesetzten wissen mehr als man selbst. Deshalb gilt: Die Ohren aufsperren, sich alles merken, aber den Mund am besten nur öffnen, um bei Fragen nachzuhaken.

Aller Anfang ist schwer
Wenn der Schultag irgendwann am frühen Nachmittag geendet hat und man alle anderthalb Stunden Pause hatte, ist es klar, dass die Umstellung auf einen acht- oder neunstündigen Arbeitstag gigantisch ist. Doch das sollte einen nicht aus der Bahn werfen, daran mussten sich alle Arbeitnehmer gewöhnen – und wenn man den Dreh raus hat, geht das auch. Nach einigen Wochen hat man den neuen Rhythmus im Blut. Und ja, es wird immer Leute geben, die man in der Firma nicht leiden kann.

Pünktlichkeit ist eine Zier
Einer der überraschend häufigsten Kritikpunkte, die Ausbilder an ihren Azubis haben, ist Unpünktlichkeit. Klar, gerade wenn die Arbeit sehr früh anfängt, macht einem oft Müdigkeit zu schaffen. Vielleicht muss man auch noch sehr weite Strecken pendeln.

Aber: Das alles ist kein Grund, regelmäßig zu spät zu erscheinen. Das ist eine Fleißaufgabe, denn man muss es schaffen, sich selbst so organisieren, dass man mindestens fünf Minuten, besser zehn, vor Arbeitsbeginn im Betrieb ist. Immer bedenken, von nun an gibt’s für Zuspätkommen keine Klassenbucheinträge, sondern schlimmstenfalls die Kündigung.

Es gibt immer unangenehme Aufgaben
Wer Kfz-Mechatroniker werden will, glaubt oft, dass er an dicken Motoren schraubt von tiefergelegten Sportwagen. Der Alltag sieht in den meisten Werkstätten anders aus.
Bremsen, Reifenwechsel, Inspektionen. Vielleicht muss man Freitagnachmittags die Werkstatt fegen oder bei Schneetreiben den Kundenparkplatz enteisen. Und ganz genau so läuft es in jedem einzelnen Berufsbild ab: Es wird immer alltägliche, nervige Aufgaben geben, die man nicht gerne macht, die aber leider zum Beruf dazugehören – und solange die wirklich berufsfremden Arbeiten nicht Überhand nehmen, bewegt sich der Ausbildungsbetrieb damit auch im legalen Rahmen.

Doch um erfolgreich zu sein, muss man sich da durchbeißen. Man muss lernen, selbst die Dinge, die man nicht mag, mit der gleichen Sorgfalt zu erledigen, wie die „Sahnestücke“ seines Berufs. Das hat viel mit Selbstdisziplin zu tun, aber ist gleichzeitig auch ein unheimlich wichtiger Soft-Skill für das ganze restliche Leben.

Wer sitzt am längeren Hebel?
Dieser Punkt ist oft eine Gratwanderung. Denn wie erwähnt wird es nicht nur Sonnentage in der Ausbildung geben. Im Gegenteil, manchmal möchte man dem Kollegen, der einen auf dem Kieker hat und dauernd stichelt, so richtig die Meinung geigen. Das Problem ist jedoch: Alle Vorgesetzten sitzen am längeren Hebel. Bei echtem Mobbing ist nicht Schreien die Antwort, sondern ein Gang zum Betriebsrat.

Je nach Branche wird man immer auf Charaktere treffen, wie man sie im bisherigen Leben niemals zu Gesicht bekam. Auch das ist normal und man muss lernen, sich anzupassen – ein weiterer dieser Soft-Skills, die man künftig immer wieder benötigt.

Berufsschule
Der finale Punkt dieses Kapitels hat mit der Berufsschule zu tun. Vielleicht geht man gerne dahin, vielleicht nicht. Doch in jedem Fall ist sie integraler Bestandteil, weil in Deutschland ein duales Ausbildungsprinzip, also Praxis und (Schul-)Theorie herrscht. Egal wie gut man auf der Arbeit ist, mit schlechten Noten kann man unter Umständen die Ausbildung nicht beenden, deshalb ist auch hier volle Einsatzbereitschaft angesagt.

Vielleicht hilft es, wenn man die Berufsschule als kleine wöchentliche Erholungspause ansieht, wo man wie zu Schulzeiten einfach nur aufpassen muss. Und wenn man sich dann noch mit einem Haufen anderer Jugendlicher, die alle im gleichen Beruf und Ausbildungsjahr arbeiten, auf dem Pausenhof austauschen (und ja, auch mal ablästern) kann, umso besser.

5. Zusammenfassung und Fazit

Die Tatsache, dass in Niedersachsen jährlich einige tausend Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, sollte einen nicht dazu verleiten, die Hände in den Schoß zu legen. Denn gerade die angenehmen Jobs sind es, die regelrecht überlaufen sind. Wer jetzt zu kurzfristig denkt, verbaut sich im Extremfall sein Karriereleben.

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