Endlich mehr Zeit!

6 lästige Pflichten einfach delegieren

Viele Niedersachsen kennen das Problem: Nach einem langen Arbeitstag lassen Bügelwäsche, Wocheneinkauf und die dicke Staubschicht auf der Anrichte kaum Zeit zum Relaxen. Das berühmte Hamsterrad, das sich längst nicht mehr nur im Büro dreht, greift immer mehr auf Privathaushalte über. Die gewünschte Balance zwischen Berufsleben und Freizeit gerät in Schieflage. Das Zauberwort heißt „Delegieren“. Lästige Tätigkeiten rund um den Haushalt kurzerhand auszulagern, schafft endlich wieder Freizeit.


1. Putzen

Laut einer Forsa Umfrage investieren Deutsche im Durchschnitt etwa 4,7 Stunden wöchentlich in das Reinigen der eigenen vier Wände. Viel Zeit, die an anderer Stelle sinnvoller genutzt werden könnte. Erkannt haben das immer mehr Menschen und beschäftigen eine Putzhilfe. Laut der Mitteldeutschen Zeitung nennen 49 Prozent der Befragten einer Umfrage Zeitmangel als Grund für diesen Schritt. Zugegeben, dass sie schlichtweg keine Lust auf Hausarbeit haben, haben immerhin 44 Prozent.

Daher ist das Engagieren einer Putzhilfe in jedem Fall ein cleverer Schritt. Sie kümmert sich um lästige Handgriffe wie das Wischen der Böden, Staubsaugen und das Großreinemachen im Badezimmer. Soll sie regelmäßig kommen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird die Putzhilfe als Minijobber beschäftigt, oder ein Unternehmen übernimmt das dem Reinigen der Wohnung. Welche Wahl sinnvoller ist, kann pauschal nicht beantwortet werden. So muss ein beauftragtes Unternehmen nicht als Minijobber angemeldet werden und es entfallen Sozialleistungen, die Preise liegen hier jedoch oft auf einem höheren Niveau. Es lohnt sich daher, einige Anbieter im näheren Umkreis zu vergleichen und erst dann zu entscheiden.

2. Einkaufen

Auch das Einkaufen ist ein echter Zeitfresser. Wer nach Feierabend in den Supermarkt geht, befindet sich mitten im Feierabend-Einkaufsverkehr. Lange Schlangen an den Kassen und volle Gänge sorgen für ein wenig entspanntes Einkaufserlebnis.

Einkaufen.jpg
Supermärkte: Kein Ort für einen entspannten Feierabend. (Quelle: Heamer (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Einen Ausweg stellen Online-Supermärkte dar. Hier wird von der Couch aus geshoppt und der Lieferant kümmert sich um das Verpacken und Versenden der Ware. Viele Anbieter sind inzwischen so weit, dass auch gekühlte Ware wie Milchprodukte und Fleisch bis an die Haustür gebracht werden. Dass das bei manchem Online-Supermarkt etwas besser funktioniert als bei anderen Anbietern, beweisen aktuelle Ergebnisse im August Heft von Öko Test. Wer sich jedoch für den richtigen Online-Supermarkt entscheidet, profitiert von flexiblen Lieferzeiten und moderaten Preisen.

Eine weitere Möglichkeit, den Gang in den Supermarkt so selten wie möglich antreten zu müssen, sind die neuen Dash Buttons von beispielsweise Amazon. Per Knopfdruck können hier verbrauchte Waren wie Toilettenpapier, Tierfutter oder auch Waschmittel nachbestellt werden. Es braucht dann nicht einmal einen PC, um die Vorratskammer aufzufüllen. Welche Produkte bereits jetzt per Dash Button geordert werden können, hat die Wirtschaftswoche in einem Artikel zusammengefasst.

3. KfZ-Zulassung

Diese Pflicht fällt zwar selten an, ist jedoch umso lästiger. Das Zulassen des eigenen PKW ist verbunden mit stundenlangem Warten bei der Zulassungsbehörde und dem Hin- und Herlaufen zwischen Schilderservice und Schalter. Dass die meisten Niedersachsen das gerne von einem Dienstleister erledigen lassen würden, ist daher nur verständlich. Schließlich kann der PKW dann zugelassen werden, während sein Besitzer gerade entspannt in der Badewanne liegt, auf der Arbeit ist oder mit dem Hund eine Runde durch den Wald joggt.

Warten.jpg
Auch Medikamente kommen heute per Lieferservice.(Quelle: Mizianitka (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Anbieter wie zum Beispiel Kroschke benötigen für die Zulassung eines PKWs lediglich die Kfz-Zulassungsbescheinigung Teil II und den Personalausweis des Fahrzeughalters und kümmern sich anschließend um das behördliche Prozedere.

4. Kochen

Jeden Tag eine frische Mahlzeit auf den Tisch zu bringen, ist ein ehrgeiziges Vorhaben. Rezepte studieren, Zutaten schneiden und alles in Topf oder Pfanne zu einem schmackhaften Ergebnis zu machen, erfordert Zeit und Mühe. Wer würde da nicht gelegentlich gerne den Herd kalt lassen und kurzerhand jemand anderen mit dem Kochen beauftragen?

Selbstverständlich ist das auch in Niedersachsen möglich. Gerade an stressigen Tagen kann das Zurückgreifen auf einen Lieferservice viel Zeit sparen, denn nicht nur das Kochen entfällt, sondern auch das Aufräumen und Abspülen aller Utensilien nach der Küchenarbeit. Lust auf Pizza oder Pasta hat natürlich nicht jeder hungrige Niedersachse, weswegen sich das Angebot der Lieferdienste inzwischen sehr viel facettenreicher gestaltet. Sushi, Griechisch, Indisch oder auch andere vollwertige Mahlzeiten haben immer mehr Anbieter auf der Karte.

Diese zu finden, kann jedoch manchmal mühselig sein, weswegen Lieferservice-Apps Abhilfe schaffen. Sie fassen alle Bringdienste im Umkreis zusammen und machen eine Bestellung per Smartphone oder Tablet möglich.

Natürlich sollte nicht jeden Tag ein bestelltes Essen auf dem Tisch stehen. Wer auf eine ausgewogene Ernährungsweise achtet, kocht gelegentlich auch selbst. Bleibt jedoch im stressigen Alltag wenig Zeit, sinkt die Freude am Selbstgekochten. Hin und wieder auf einen Lieferservice zu setzen, ist daher ein weiterer Schritt in Richtung Stressfreiheit.

5. Kindergeburtstag feiern

Pro Kind, das im eigenen Haushalt lebt, geht es einmal im Jahr so richtig rund. Auch wenn die Freude des Elterndaseins zumeist überwiegt, ist das Planen und Durchführen eines Kindergeburtstages eine eher lästige Pflicht. Stress und ein riesiger Planungsaufwand sorgen dafür, dass Eltern den großen Tag ihrer Kinder kaum genießen können. Zwischen Schwarzlicht Minigolf, Spielen und selbstgebackener Pizza kann ein solcher Tag zu einer echten Belastungsprobe werden.

Zurücklehnen und jemand anderen die Planung eines Kindergeburtstages erledigen zu lassen, ist daher nur richtig. Es gibt auch in Niedersachsen einige Anbieter, die sich auf die Durchführung von Kindergeburtstagen spezialisiert haben und ganze Programme auf die Beine stellen. Eltern können dann Durchatmen und sich über eine gelungene Party freuen.

6. Medikamente kaufen

Jeder Niedersachse muss mehr oder weniger regelmäßig zur Apotheke gehen. Verschreibungspflichtige Medikamente, Utensilien für die Hausapotheke und zusätzliche Präparate gegen den lästigen Herbstschnupfen kommen dann in die Tüte. Oft jedoch ist der Gang zur Apotheke mit einem Spießrutenlauf verbunden. Wo Medizin verkauft wird, tummeln sich nicht nur Kunden, sondern auch Krankheitserreger. Nach dem Einkauf kehren Kunden dann oft unwissentlich mit einem Infekt im Gepäck zurück.

Medizin.jpg
Auch Medikamente kommen heute per Lieferservice.(Quelle: Mizianitka (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)



Umgehen lässt sich das, indem alle benötigten Medikamente in einer Online Apotheke bestellt werden. Bei Übersendung eines Rezepts funktioniert das auch mit Präparaten, die der Arzt kürzlich verschrieben hat. Die einzige Person, die sich dann möglicherweise ansteckt, ist der Paketbote.