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Zika: Müssen wir Angst haben vor dem Virus?

Die ganze Welt spricht über den Zika-Virus. Aber was ist das eigentlich für ein Virus, wie gefährlich ist er, und muss ich mich schützen? Hier findet ihr Antworten auf die häufigsten Fragen.


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(Foto: dpa)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Brasilien ist besonders schwer vom Zika-Virus betroffen. Die Austragung der Olympischen Spiele im August in Brasilien sehen die Experten aber nicht gefährdet. "Was wir im Moment sehen, ist immer noch ein sehr mildes Virus", sagte ein WHO-Sprecher. Das Zika-Virus, 1947 entdeckt, breitet sich derzeit stark vor allem in Lateinamerika aus.

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(Foto: dpa) (Foto: picture-alliance/ dpa-Grafik)

Zika-Virus: Symptome und Krankheitsverlauf

  • Äußert sich wie eine leichte Grippe mit Fieber, Muskelschmerzen und Hautausschlag.
  • Typisches Zika-Symptom ist neben leichtem Fieber und Ausschlag auch eine Bindehautentzündung.
  • Manche Infizierte zeigen aber auch kaum oder gar keine Symptome.
  • Nach einer Infektion dauert es meist 4-10 Tage, bis die Krankheit ausbricht.
  • Die Symptome klingen nach 2-7 Tagen wieder ab.

Zika-Virus: Besondere Gefahr für Schwangere und Ungeborene

Experten gehen davon aus, dass das Zika-Virus Auslöser für eine Mikrozephalie bei Ungeborenen ist. Infiziert sich eine Schwangere, besteht demnach die Gefahr, dass ihr Baby mit einem zu kleinen Schädel zur Welt kommt, was meist eine geistige Behinderung für das Kind bedeutet.

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(Foto: dpa)

Zika-Virus: Übertragungswege und Schutz

In der Regel übertragen Stechmücken den Erreger, vor allem wird das Virus von der Gelbfiebermücke Aedes aegypti übertragen. Inzwischen gibt es einen Fall von Mensch-zu-Mensch-Übertragung durch Geschlechtsverkehr. Das Risiko, sich auf diesem Weg anzustecken, halten Experten aber für gering.

Ein echter Schutz vor dem Erreger existiert allerdings nicht. Es gibt keinen Impfstoff. Wer sich in betroffenen Ländern aufhält, sollte sich so gut es geht mit Spray und langer Kleidung vor Mücken schützen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Zika-Virus: Müssen wir uns in Deutschland Sorgen machen?

In Deutschland wurden inzwischen einige Fälle von Zika bekannt. Alle von Reisen aus Südamerika eingeschleppt, nicht durch direkte Infektionen über Mücken in Europa. Das Risiko einer Ausbreitung in Deutschland und Europa halten Experten für gering. In Deutschland könnte möglicherweise die Asiatische Tigermücke ein Überträger sein, doch das Vorkommen dieser Mückenart ist sehr klein. Im schlimmsten Fall könnte es in Südeuropa eine Verbreitung des Zika-Virus geben, schätzen Experten. Wenn überhaupt, dann meist lokal und zeitlich begrenzt.