Grippe-Impfstoff

Vierfach-Impfstoff - Was ist das?

Seit der Grippesaison im letzten Jahr sprechen viele Ärzte und Wissenschaftler über den neuen "Vierfach-Impfstoff". Wir haben für euch alles Wichtige zusammengestellt, was ihr über den Impfstoff wissen müsst.


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 (Foto: picture alliance / dpa)

Was ist der Vierfach-Impfstoff?

Der Vierfach-Impfstoff beinhaltet Impfstoffe, die gegen zwei verschiedene A- und B-Virenstämme wirken. Der bisher gegen Grippe eingesetzte Dreifach-Impfstoff schützt zwar vor zwei Varianten des Virus Typ A, aber lediglich nur vor einer Virusvariante vom Typ B.

Aufgrund des starken Vorkommens des B-Typs sollte man den Vierfach-Impfstoff zur Impfung nehmen. Denn der Vierfach-Impfstoff schützt gegen beide für den Menschen relevanten B-Virenstämme. Der Schutz ist somit höher, sich keine Grippe einzufangen. Pro Grippe-Saison könne man damit alleine in Deutschland 182.000 Erkrankungen verhindern.

Es ist vor allem deswegen sinnvoll sich den Vierfach-Impfstoff verschreiben zu lassen, da Experten zukünftig mit stärkeren Grippewellen als in den letzten Jahren rechnen. Das Robert-Koch-Insitut empfiehlt eine Impfung besonders Senioren, Schwangeren, Kindern oder auch Menschen, die beruflich viel mit anderen Menschen zutun haben.

Wie war es bisher?

Bisher konnten nur Privatversicherte und Beamte den Vierfach-Impfstoff für sich beanspruchen. In Ausnahmefällen konnte der zuständige Arzt dieses Präparat jedoch auch verschreiben lassen - aber nur, wenn der Patient schwer erkrankt war.

Seit dem 11. Januar 2019 wird von der Ständigen Impfkommission jedoch der Vierfach-Impfstoff auch für Kassenpatienten empfohlen. Die letzte Grippewelle zeigte, dass der bisher verwendete Dreifach-Impfstoff nur bedingt gegen Grippeviren wirkt.

Wieso zahlen die gesetzlichen Krankenkassen den Vierfach-Impfstoff ungern?

Der Vierfach-Impfstoff ist deutlich teurer als der bis dahin verwendete Dreifach-Impfstoff. Zur Zeit wird die Kostenübernahme des teureren Impfstoffs erstmals bei Krankenkassen diskutiert.